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Die Medienwerkstatt

Arbeiten am Schnittplatz

Film, Video, Multimedia, kurz alles was sich mit audiovisuellen Mitteln in Bewegung bringen lässt, kann in der Werkstatt ausprobiert werden.

Alte Filmtechnik ist zwar nicht mehr vorhanden, zu finden aber sind Anregungen zum Basteln von technischen Filmvorgängern, wie Lebensrad usw. und eine Trickbox.

Im Vordergrund der Ausstattung steht die Videotechnik mit unterschiedlichen Kameras, Licht, Ton und anderem Zubehör. Zusätzlich kann mit einer Bluebox experimentiert werden. An den Schnittplätzen lassen sich von der ganz einfachen Szenenauswahl bis hin zu komplexen Ton-Bildmontagen und Bildverfremdungen eine große Zahl filmischer Nachbearbeitungsmethoden umsetzen.

Die Werksatt dient der Unterstützung von Experimentierfreude und Kreativität.

Die aktive Arbeit mit Film und Video steht im Zentrum zahlreicher Projekte Sozialer Kulturarbeit oder begleitet die dort angewandten anderen Methoden.

Videos dienen der Dokumentation und Präsentation. Sie werden in speziellen Seminaren hergestellt, aber auch von Arbeitsgruppen aus den unterschiedlichsten Lehrveranstaltungen der Hochschule als Bearbeitungs- und Präsentationsmethode für ihr jeweiliges Thema gewählt.

Oft geht es um die Dokumentation von Projekten oder um die Vorstellung von Einrichtungen. Es entstehen hier Porträts von Professionellen oder von Menschen aus den Zielgruppen Sozialer Arbeit. Zeitzeugen erzählen vor der Kamera über subjektiv erlebte Geschichte. Soziale Bewegungen und Prozesse werden begleitet. Aber auch fiktive Geschichten werden filmisch erzählt. Die Werkstatt soll anregen, sich mit Filmkunst und audiovisuellen Gestaltungsmitteln im eigenen, handelnden Lernen zu beschäftigen.

Methoden videographischer Beobachtung und deren Auswertung sind Thema verschiedener Lehrangebote. Hier geht es um die Wahrnehmung von Interaktionssituationen und Sozialen Räumen, z.B. in der Kita, im Kiez oder in Gruppendiskussionen.

Auf der Ebene der Forschung kann mit den Mitteln der Werkstatt – in begrenztem Maße – auch ethnographisch und visuell soziologisch gearbeitet werden.

Aus diesen audiovisuellen Arbeiten wächst im Laufe der Jahre ein Archiv heran, das Student_innen und Lehrenden einen wertvollen Fundus bereitstellt. Hier finden sich Dokumente zur Geschichte der ASH aber auch zu Fragen der Veränderung von Sozialer Arbeit oder zu Zeitstimmungen und Themenkonjunkturen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Diskursverläufe rekonstruieren oder Einzelfragen der Sozialen Arbeit beleuchten. Die Archivierung stellt eine noch vor uns liegende Aufgabe dar.