WIRKkompetenzen – Schlüsselkompetenzen für Soziale Innovationen

Soziale Innovationen sind neue oder verbesserte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, die durch Zusammenarbeit verschiedener Akteure entstehen und sich in sozialen Praktiken, Organisationsmodellen oder Angeboten mit gesellschaftlichem Mehrwert zeigen.1

Die folgende Übersicht beschreibt 12 fachübergreifende Kompetenzen, die für die Gestaltung und Verbreitung Sozialer Innovationen entscheidend sind.

1 Diese Definition wurde im Projekt Game-SI gemeinsam mit der Hilfswerft gGmbH als fachliche Grundlage entwickelt. 

Dein Kompetenz-Check zur Selbstreflexion

Um deine Ausprägungen in den einzelnen Kompetenzbereichen sichtbar zu machen, kannst du das kostenfrei verfügbare Kompetenz-Tool nutzen. Es verdeutlicht deine aktuelle Selbstwahrnehmung.

Was du dafür brauchst, sind:

  • ca. 15 Minuten Zeit
  • das Kompetenzrad (idealerweise ausgedruckt; hier herunterladbar)
  • sowie ein Stift.

Bereit? Los geht's:

  1. Starte den online Fragebogen. Den Zugang findest du über den QR-Code. Alternativ kannst auch einfach auf das Bild vom QR-Code klicken.
  2. Nachdem du alle Fragen beantwortet hast, wird dir eine Übersicht angezeigt. Speichere dieses Dokument ab – es enthält deine Ergebnisse.
  3. Übertrage deine Ergebnisse in das Kompetenzrad.

Erklärungen zu den Kompetenzen

Ambiguitätstoleranz

  • Mit Unsicherheit, Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit sowie komplexen Problemen umgehen können und handlungsfähig bleiben. 

Imaginationskraft

  • Sich unterschiedliche Szenarien und konzeptionelle Ansätze für Ideen oder Visionen vorstellen können, die in einer noch nicht ersichtlichen Zukunft liegen. 

Selbstreflexion

  • Betrachten und Durchdenken der eigenen Fähigkeiten, Eigenschaften und Werte und was man – ausgehend von diesen Ressourcen – dazu beitragen will und kann, eine zukunftsfähige Gesellschaft mitzugestalten. 

Missionsfindung

  • Mit anderen Menschen einen gemeinsamen Nenner für ein übergeordnetes Ziel finden können, indem man zwischen den eigenen Interessen und Werten und denen der anderen wertschätzend auslotet, was zu einer gemeinsamen Verantwortungsübernahme führt.

Problemanalyse

  • Ursachen- und auswirkungsbezogene systemische Auseinandersetzung einer Herausforderung, die der Erkennung und Analyse des spezifischen Problems den nötigen Raum gibt. 

Kreativität

  • Entwicklung neuer Ideen durch Neukombinationen von vorhandenen Vorgehensweisen, Konzepten und Mustern.

Ideentransfer

  • Das Vermögen, visionäre Ideen in umsetzungsfähige Konzepte zu übersetzen, die sinnstiftende Mehrwerte erkennen lassen und die jeweiligen Vorhaben in ihrer lösungsorientierten Entwicklung voranbringen. 

Projekt- und Teammanagement

  • Voraussetzungen schaffen, die ein gutes Zusammenarbeiten in Teams oder Arbeitsgruppen fördern, sodass zu formulierende Vorhaben in einem strukturierten Prozess effektiv angestrebt und gemeinsam durch Aufgabenteilung effizient erreicht werden können.

Experimentieren

  • Systematische Erhebung und iterative Überprüfung von explorativen Annahmen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. 

Resilienz

  • Mit dynamischen Anforderungen, damit einhergehenden Herausforderungen und Anpassungsnotwendigkeiten mental und finanziell in einer Organisation umgehen können. 

Kommunikation

  • Begeisternde und überzeugende Vermittlung der gesellschaftlichen und politischen Relevanz eines spezifischen Vorhabens, die dazu beiträgt, dass benötigte Ressourcen bereitgestellt oder erschlossen werden können.

Wirkungsskalierung 

  • Verbreitung einer spezifischen sozialen oder technischen Neuerung, die dazu führt, dass deren Wirkungsentfaltung in bestehenden gesellschaftlichen Strukturen und Systemen getestet und als mehrwertig wahrgenommen wird, damit sich die soziale Innovation durch Diffusion als neues Normal etabliert.

Der Kompetenz-Check wurde im Rahmen des Forschungsprojekt Game-SI (2024-2026) von der Alice Salomon Hochschule Berlin in Kooperation mit dem WIRKcampus der Hilfswerft GmbH entwickelt.