Forschung an der ASH Berlin

Forschung ist integraler Bestandteil der Entwicklung der ASH Berlin. Die anwendungsbezogene Forschung hat die Entwicklung bzw. wissenschaftliche Begleitung neuer Angebote in der sozialen, gesundheitsorientierten und pädagogischen Praxis zum Ziel und ist zugleich unverzichtbar für die Aktualität von Lehre und Weiterbildung.

Im Rahmen des wechselseitigen Transfers zwischen Hochschule und Praxis geht es vor allem um die Implementierung neuer Handlungsansätze, Verfahren oder Problemlösungen, die in der engen Verbindung von Praxisentwicklung und wissenschaftlicher Reflexion vorangebracht werden.

Die ASH Berlin stellt ihren Professor_innen Eigenmittel zur Verfügung, unterstützt die Einwerbung von Drittmitteln sowie regionale und internationale Forschungskooperationen. 

Diese Strategie war und ist erfolgreich: In den vergangenen neun Jahren haben sich die forschungsbezogenen Drittmittelausgaben an der ASH Berlin vervierfacht. 2008 wurden noch 486.000 € Drittmittel für Forschung ausgegeben, in den Folgejahren stiegen die Ausgaben für Forschungszwecke dann kontinuierlich auf 2.108.150 € im Jahr 2016. Diese Entwicklung ist u.a. begünstigt durch die Einwerbung von einigen großen Projekten mit entsprechendem Drittmittelvolumen, Kooperationen in Forschungsverbünden mit Universitäten und Praxispartnern sowie durch die Förderung des fachhochschulübergreifenden Instituts für angewandte Forschung (IFAF Berlin).

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Gesundheits- und Versorgungsforschung

Gesundheits- und Versorgungsforschung schaffen wissenschaftliche Grundlagen für die innovative Weiterentwicklung, ressourcenbewusste Organisation und Patienten_innen- bzw. Nutzer_innenorientierung des Gesundheitswesens. Dieser Forschungsschwerpunkt analysiert sowohl Strukturen als auch alltagsbezogene Probleme und trägt so zu qualitativ hochwertiger Versorgung der gesamten Bevölkerung bei. Eine Vielzahl der Forschungsansätze ist interdisziplinär und/oder interprofessionell.

Wie können schwer erreichbare Gruppen besser angesprochen werden? Was steigert die Autonomie von mehrfach erkrankten Menschen? Welche Wohn- und Pflegeformen sichern die Lebensqualität von Demenzerkrankten und ihren Angehörigen? Welche Versorgungslücken lassen sich bei neuen Therapieformen erkennen? Diese und weitere Fragen veranschaulichen die Gegenstandsbereiche der hier angesiedelten Forschungsprojekte.

  • manDAAD - Manuelle Fertigkeiten: Digitalisiertes Assessment, Analyse und Dokumentation
  • PPZ-Berlin - Pflegepraxiszentrum für geriatrische digitale Assistenz
  • Selbsthilfe Aktiv - (Inter-)aktive Selbsthilfe für türkeistämmige pflegende Angehörige demenzerkrankter Menschen

  • ÄiM-R - Ärztinnen und Ärzte in Migration - Integration in deutsche Reha-Einrichtungen
  • CALOHEE - Measuring and Comparing Achievements of Learning Outcomes in Higher Education in Europe
  • CompCare - Kompetenzbasiertes Personalmanagement zur Bewältigung des demografischen Wandels - Einführung von Kompetenzmanagment in Unternehmen der Altenpflege
  • DemNet-D - Multizentrische, interdisziplinäre Evaluationsstudie von Demenznetzwerken in Deutschland
  • dig-TEMA - Entwicklung eines digitalen Test- und Evaluierungssystems für Manuelle Aktionen
  • Duale Studiengänge
  • EMES-BB - Economic Models for Evaluation of sample value in biobanking
  • EyeTrack4all - Vergrößerung der Anwender_innengruppen für augengesteuerte Unterstützte Kommunikation durch Entwicklung neuer Verfahren für die Blickverfolgung
  • FapP- Berliner Forum ambulanter privater Pflegedienste - Unternehmerische Akteure im Gesundheitssektor zwischen Wirtschaftlichkeit und guter Pflege
  • GLEPA - Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Pflege im Alter
  • GLESA - Gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Selbstbestimmung im Alter
  • INDIKA - Indikationsspezifische regional koordinierte nachstationäre Langzeitversorgung von Menschen mit Schlaganfall und Menschen mit Demenz nach Schlaganfall in Berlin-Pankow
  • INSOMNIA II - Schlafstörung und Multimorbidität - Interventionen zur Förderung von Schlafqualität und Autonomie im Pflegeheim
  • INTER-M-E-P-P Berlin - Interprofessionelles Lernen und Lehren Medizin, Ergotherapie, Physiotherapie und Pflege
  • INTER-M-E-P-P Berlin II -Interprofessionelles Lernen und Lehren Medizin, Ergotherapie, Physiotherapie und Pflege (INTER-M-E-P-P Berlin II) im Programm Operation Team (RBS)
  • InterTUT– kooperativ lernen, lehren
  • Kammer-Studie - Studie zur Akzeptanz einer Pflegekammer im Land Berlin
  • Kammer-Studie_Schüler/-innen - Online-Befragung der Schüler/-innen der Kranken- und Altenpflegeschulen zur Pflegekammer in Berlin 
  • KuA - Krebs und Armut - Einfluss von sozioökonomischen Faktoren auf den Versorgungsprozess bei Krebspatienten
  • LedeMitH - Lebenswelten von demenziell erkrankten Migrantinnen und Migranten türkischer Herkunft und ihren Familien. Untersuchung zu Ressourcen und Belastungen
  • MAAL - Entwicklung eines berufsbegleitenden, interdisziplinären Masterstudiengangs im Bereich Ambient Assisted Living
  • MADRIC - IT-gestütztes Monitoring von unerwünschten Arzneimittelwirkungen in der stationären Altenpflege
  • Märchen+Demenz+Studie - Wissenschaftliche Begleitstudie zum Modellprojekt „Es war einmal... MÄRCHEN UND DEMENZ“
  • Märchen+Studie+Sachsen - Wissenschaftliche Begleitstudie der Märchenstunden in Flüchtlingsunterkünften des Landes Sachsen
  • MPV Krebs - Medizinisch-pflegerische Versorgungsmuster ambulanter onkologischer Patienten im Stadt-Land-Vergleich
  • PflegeLanG - Häusliche Pflege in langlebiger Gesellschaft
  • Psychosoziale Versorgung von TumorpatientInnen
  • QPM-Pflege - Qualitätsmanagement in Pflegeeinrichtungen unter besonderer Berücksichtigung der Altersstruktur und Arbeitsfähigkeit zur nachhaltigen Bewältigung zukünftiger Herausforderungen
  • RUSMUB - Inanspruchnahmeverhalten junger russischsprachiger Migranten/-innen mit intensivem Alkohol- und/oder Drogengebrauch und (drohender) Hepatitis
  • Begleitevaluation einer Traumapädagogikschulung bei der Tabaluga Kinder- und Jugendhilfe
  • QuAK - Qualitätsstandards der Adipositas-Prävention bei Kindern - Eine Bestandsaufnahme
  • ZukunftPflege - Zukunftsportal für gesunde, qualifizierte häusliche Pflege

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Sozialarbeitsforschung

Im Mittelpunkt stehen Untersuchungen, so etwa zu betreuten Wohngemeinschaften älterer Menschen mit Pflegebedarf oder zum Übergang vom stationären Dauerwohnen zum Wohnen mit Intensivbetreuung von Menschen mit Behinderungen, zum Qualitätsmanagement im Kinderschutz oder zu den Folgen von Krieg und Nationalsozialismus. Ebenfalls werden die Folgen von Ausgrenzungs- und/oder Gewalterfahrungen für individuelle Lebenssituationen erforscht. Des Weiteren sind Konzepte wie Biografie, Identität, Lebenswelt und Transkulturalität (als Kernkonzepte der Moderne) Ausgangspunkt zahlreicher empirisch-rekonstruktiver Studien. 

Im Schwerpunkt Sozialarbeitsforschung geht es auch um die grundlagentheoretische Weiterentwicklung der Disziplin und Profession: in den Forschungen werden Ansprüche und Standards verglichen, Möglichkeiten von Fremdverstehen, Inklusion und Partizipation untersucht und nicht zuletzt wird an professionsethisch fundierten Positionen und Methoden der (Selbst-)Reflexion gearbeitet.

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Bildungsforschung

Dieser Forschungsschwerpunkt widmet sich einerseits bildungstheoretischen und grundlagenorientierten Fragestellungen, andererseits anwendungsorientierten Problemstellungen.

So werden z.B. unter dem Fokus der Qualitätsentwicklung von Bildungseinrichtungen Fragen der Betreuungsrelation sowie der Kooperation zwischen Eltern, Kindertagesstätten, Grundschulen und außerschulischen Lernorten bearbeitet. Bei der Erforschung von Lern- und Bildungsprozessen werden grundlegende Fragen von Erfahrung, Wissen und Kompetenzentwicklung in verschiedenen Lebensaltern und informellen sowie institutionellen Kontexten in den Blick genommen. Bei der Erforschung der Hochschulbildung geht es um generelle Fragen der Kompetenzorientierung sowie im Speziellen um die Akademisierung von bisherigen Ausbildungsberufen.

Im Bereich der international vergleichenden Bildungsforschung werden u.a. Entwicklungen in der frühkindlichen Bildung sowie in der Ausbildung der Pädagog_innen im internationalen Kontext untersucht.

  • GuT - Gute gesunde Kindertagespflege
  • HCP - Health Care Professionals - Bachelor Interprofessionelle Versorgung und Management
  • JupP - Jungenpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt – Potenziale und Herausforderungen männlichkeitsbezogener Jugendarbeit, Sexualpädagogik, Prävention sexualisierter Gewalt sowie queerer Bildung (Teilprojekt „Sexualpädagogik und queere Bildung“)
  • Passkontrolle! - Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart. Ein kollaboratives Forschungs- und Ausstellungsprojekt
  • Pro-KomMa - Professionalisierung des frühpädagogischen Studiums: Konvergente, diskriminante und prognostische Validierung der KomMa-Modelle und -Instrumente
  • StimtS - Stimulation oder Stress? Der Einfluss von Gruppenkonzepten auf Verhalten und Wohlbefinden junger Kinder in Kindertageseinrichtungen
  • Viel*Bar - Vielfältige geschlechtliche und sexuelle Lebensweisen in der Bildungsarbeit - Didaktische Potenziale und Herausforderungen museumspädagogischer Zugänge
  • aesth paideia
  • ARTPAED - Entwicklung und Evaluation einer erziehungswissenschaftlich fundierten und praxisorientierten interdisziplinären Weiterbildung für Kunst- und Kulturschaffende
  • Berlin-Haifa - Growing up with German and Israeli parents who lived through the disasters of the National Socialism – Explorations of identity issues
  • EEE4all - Euro-Education: employability for all
  • Evaluation Sprachförderung - Evaluation des Märchenland-Projekts „Sprachförderung mit Märchen für Vorschulkinder in KITAS“
  • KK6 - Verstärkung und Entwicklung des didaktischen Potentials der Universität durch Erarbeiten eines innovativen Lifelong-Learning-Modells
  • INTER-M-E-P-P Berlin - Interprofessionelles Lernen und Lehren Medizin, Ergotherapie, Physiotherapie und Pflege
  • InterTUT – kooperativ lernen, lehren
  • Leitungsqualität und Leitungskompetenz - Erfahrungen und Orientierungen von Leitungskräften in deutschen Kindertageseinrichtungen
  • Lernkünste - Spartenübergreifende Weiterbildung für Kunst- und Kulturschaffende mit biografischem und partizipativem Ansatz
  • NaBi KiKS - Bildungsleuchtturm Marzahn-Hellersdorf - Netzwerkfondsprojekt „Naturwissenschaftliche Bildung - Kinder in Kita und Schule / Bildungsleuchtturm Marzahn-Hellersdorf“
  • NaWiLT - Naturwissenschaftliches Lernen im Kinderforscherzentrum Helleum – Transferwirkung in die Region
  • Übergänge - Übergänge erfolgreich gestalten: Übergangsmanagement im Übergangsraum zwischen Schule und Ausbildung sowie Studium

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IFAF Berlin

Berliner Fachhochschulen forschen gemeinsam

Forschung an den Berliner Fachhochschulen stärken und den Wissens- und Technologietransfer in die Praxis zu fördern ist das Ziel des  Instituts für angewandte Forschung (IFAF Berlin). Das gemeinsame Institut der vier staatlichen Berliner Hochschulen bündelt anwendungsorientierte Forschungskompetenz, um Verbundprojekte der Hochschulen mit Partner_innen aus der Region Berlin-Brandenburg zu fördern. Das Kompetenzzentrum Integration und Gesundheit an der ASH Berlin koordiniert und unterstützt Verbundprojekte zu den Schwerpunkten transkulturelle sowie Migrationsforschung, Versorgungsforschung bis hin zu naturwissenschaftlichem Lernen und Erziehung.

Logo des IFAF Berlin: Ein großes weißes F auf schwarzem Grund, daneben die Buchstaben IFAF, wobei das I orange erscheint.

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Alice Salomon Archiv

Alice Salomon (1872-1948) gründete eine der weltweit ersten Ausbildungsstätten für Soziale Arbeit. Sie hat die Entwicklung der Sozialen Arbeit in Praxis, Forschung, Theorie und Ausbildung bis zum Ende der Weimarer Republik maßgeblich geprägt. 

Die wissenschaftliche Bedeutung ihres Werkes erfährt zunehmend allgemeine Anerkennung, was sich insbesondere in Forschungen seit Ende der 1990er Jahre niederschlägt. Das Alice Salomon Archiv der ASH Berlin befindet sich in den ehemaligen Arbeitsräumen von Alice Salomon in Berlin-Schöneberg und widmet sich der Forschung zu ihrem Leben und Werk.

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Forschungsberichte

Die Forschungsberichte der ASH Berlin informieren über die vielfältigen Forschungsaktivitäten an der Hochschule. Es werden Daten und Fakten zu Forschungsprojekten sowie zu den Publikationstätigkeiten der Wissenschaftler_innen der ASH Berlin dokumentiert. Darüber hinaus werden Einblicke in internationale Forschungs- und Entwicklungskooperationen gegeben.

Der aktuelle Forschungsbericht der ASH Berlin informiert über die Forschungsaktivitäten in den Jahren 2013 bis 2016 und stellt ausgewählte Forschungsergebnisse – nicht nur aus Drittmittelprojekten – vor.

Bisher erschienen:

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Publikationsserver der ASH Berlin

Der Publikationsserver der ASH Berlin präsentiert verschiedenste Publikationen von Hochschulangehörigen wie Aufsätze, Forschungs- und Projektberichte.

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