Suchtberatung

Nr D 16.19
Kursformat: Zertifikatkurs
Kursbeginn: 23.08.2019
Informationsveranstaltung: 05.06.2019: 14.00-16.00 Uhr
Seminarort: Alice Salomon Hochschule
Bewerbungsfrist: 28.06.2019
Teilnahmegebühr: 2.255,00 €, zahlbar in 10 Raten à 225,50 €
vom 01.09.2019 bis 01.06.2020

Kursbeschreibung

Der Zertifikatskurs behandelt Sucht als gesellschaftliches Problem- und Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit sowie der Gesundheitsberufe. In sehr unterschiedlichen psychosozialen, gesundheitsbezogenen und medizinischen Arbeitsfeldern suchen von Suchtmitteln abhängige Menschen Hilfe. Es handelt sich dabei um sehr unterschiedliche Menschen aus allen sozialen Schichten, um Jugendliche, Erwachsene und Alte, um Frauen und Männer sowie Angehörige ethnischer Minderheiten. Gemeinsam ist ihnen die Komplexität ihrer suchtbedingten Probleme: Sie betreffen die Familie und das weitere soziale Umfeld, schränken die Lebensqualität und die Handlungsmöglichkeiten ein. Das erfordert von den Mitarbeiter_innen ein vertieftes Wissen um Sucht und Suchtzusammenhänge sowie einen besonders qualifizierten Umgang mit den Hilfesuchenden.
Der Zertifikatskurs erarbeitet die Hintergründe zu Sucht und Suchttheorien, stellt Handlungsfelder, Aufgaben und Settings der Beratungsarbeit vor und vermittelt verschiedene methodische Herangehensweisen und einen fachspezifischen Blick auf das Problemfeld Sucht.
Die Anerkennung dieser Zusatzqualifikation ist ein Baustein zur Erlangung des Abschlusses „Fachsozialarbeiter/in für klinische Sozialarbeit (ZKS)“ (www.klinische-sozialarbeit.de).

Die Teilnehmer_innen:
- verfügen über vertieftes Wissen über Erklärungsmodelle und Suchttheorien (soziologische, medizinische, psychologische Perspektiven), insbesondere zum Zusammenhang Sucht, Trauma und Selbstheilungsversuche.
- verfügen über Kenntnisse wichtiger epidemiologischer Daten und Wissen über Diagnostik von Suchtstörungen.
- haben Wissen über bio-psycho-soziale Wirkungsweisen verschiedener Suchtmittel.
- verfügen über Kenntnisse unterschiedlicher Ansätze und Methoden der psychosozialen Beratung.
- haben die Fähigkeit, das Konzept der „Motivierenden Gesprächsführung“ einzusetzen.
- verfügen über vertiefte Kenntnisse der ethischen Grundsätze der Suchtbehandlung.
- haben einen persönlichen Beratungsstil entwickelt.
- haben die Fähigkeit, rechtliche Aspekte und Fragen der Zuständigkeit zu erkennen und adäquate Schritte einzuleiten.
- verfügen über die Kompetenz zur Vernetzung und Kooperation von unterstützenden psychosozialen sowie therapeutischen Angeboten für Abhängigkeitserkrankte im interdisziplinären Feld der Suchtarbeit.
- haben die Kompetenz, in der Beratungssituation auf diverse Abhängigkeitsformen einzugehen und sinnvolle Vorgehensweisen vorzuschlagen.
- haben vertiefte Kenntnisse zu Kinder- und Jugendspezifischer Suchtarbeit.
- verfügen über die Kompetenz zur transkulturellen und geschlechterspezifischen Interaktion.
- haben die Fähigkeit, das Machtverhältnis der Helferbeziehung, die eigenen Wertvorstellungen, Haltungen und Interventionen kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt 300 Stunden:
- 158 Stunden Präsenzzeit
- 7,5 Stunden kollegiale Fallberatung/Fallsupervision online
- 2 Stunden Einzelcoaching
- 132,5 Stunden Selbstlernzeit (Vor- bzw. Nachbereitung der Veranstaltungen, Textarbeit, Abschlussarbeit)

D 16.19.01 - Thematische Einführung, Gruppenbildung

Termin:23.08.-24.08.2019

D 16.19.02 - Wissenschaftliche Grundlagen, Suchtentstehung Teil 1

Termin:20.09.-21.09.2019 (geänderter Termin)

D 16.19.03 - Medienabhängigkeit und Glücksspielsucht

Termin:25.10.-26.10.2019

D 16.19.04 - Grundlagen motivierender Gesprächsführung

Termin:08.11.-09.11.2019

D 16.19.05 - Praxis motivierender Gesprächsführung, weitere Kommunikationstheorien

Termin:13.12.-14.12.2019

D 16.19.06 - Selbstreflexion, kollegiale Beratung, Fall-Supervision

Termin:24.01.-25.01.2020

D 16.19.07 - Gender- und Diversity-sensible Arbeit, Traumasensible Beratung

Termin:14.02.-15.02.2020

D 16.19.08 - Sucht und Familie sowie das weitere soziale Umfeld, Resilienz

Termin:13.03.-14.03.2020

D 16.19.09 - Case Management, Reflexion der beruflichen Rolle im gesellschaftlichen und berufspolitischen Kontext

Termin:24.04.-25.04.2020

D 16.19.10 - Kinder- und jugendspezifische Suchtarbeit /auch junge Erwachsene, Methoden Gruppenarbeit

Termin:15.05.-16.05.2020

D 16.19.11 - Rechtliche Grundlagen, Rückfallprophylaxe

Termin:12.06.-13.06.2020 (geänderter Termin)

D 16.19.12 - Kolloquium, Abschluss und Evaluation

Termin:28.08.-29.08.2020
Kursleitung Kerstin Jüngling Dipl. Sozialpädagogin, Changemanagerin, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
Lehr- und Lernmethoden Impulsreferate, Textlektüre und Diskussion, Fallbearbeitung und -reflexion, Kleingruppenarbeit, Rollenspiele, selbstorganisiertes und praxisorientiertes Lernen, Trainings
Seminarzeiten Fr: 14.00-19.00 Uhr, Sa: 10.00-18.00 Uhr 1. und 12. Modul: Fr: 13.00-19.00 Uhr, Sa: 10.00-18.00 Uhr
Zielgruppe 1. Hochschulabschluss, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung, Gesundheit
2. In der Regel Praxiserfahrung in psychosozialen, gesundheitlichen und/oder Bildungsbereichen
3. Darüber hinaus Zulassungen nach Einzelfallprüfungen möglich
Abschluss Die ASH vergibt das Hochschulzertifikat „Suchtberater_in“, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- Teilnahme an allen Terminen
- Schriftliche Abschlussarbeit und Abschlusskolloquium
ECTS-Credits Der erfolgreiche Abschluss dieses Zertifikatskurses entspricht 10 ECTS-Credits. Deren mögliche Anrechenbarkeit auf einen postgradualen Studiengang ist an den Nachweis eines Hochschulabschlusses gebunden.
Bewerbung Bitte bewerben Sie sich schriftlich mit dem Bewerbungsformular
Ansprechpartner_in Magda Malyga
malyga@ash-berlin.eu
Tel.: 030/99 245 - 353

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