Umgang mit menschenfeindlichen und rechtsextremen Haltungen in der Jugendarbeit

Nr Z03.19
Kursformat: Basiskurs
Kursbeginn: 27.09.2019
Seminarort: Alice Salomon Hochschule
Bewerbungsfrist: 20.08.2019
Teilnahmegebühr: 615,00 €, zahlbar in 3 Raten à 205,00 €

Kursbeschreibung

In ihrer Arbeit haben Pädagog_innen es oft damit zu tun, dass Jugendliche bestimmte Gruppen abwerten oder Gleichaltrige ausgrenzen. Besonders Anti-Flüchtlings- und Anti-Islam-Diskurse haben in den letzten Jahren offene Abwertungshaltungen in allen Milieus befeuert und wirken sich auch auf das Miteinander in Jugendeinrichtungen aus. Umso wichtiger und herausfordernder ist es für Jugendarbeit, ihren Auftrag einer lebensweltlichen Demokratie- und Menschenrechtsbildung (§ 11 SGB VIII) im Alltagshandeln auszufüllen.
Die Fortbildung vermittelt ein Handlungskonzept zum Umgang mit Phänomenen der „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ (GMF) und Rechtsextremismus in der Jugendarbeit und zur Gestaltung partizipativer und diversitätsbewusster Jugendräume.
Das Handlungskonzept wurde im Rahmen eines Modellprojekts gemeinsam mit Praxispartner_innen und Wissenschaftler_innen entwickelt und erprobt. Anhand eines fünfstufigen Interventionsplans und praktischer Beispiele der Teilnehmer_innen können situationsgerecht Strategien entwickelt werden, um präventiv, aber auch durch konkrete Interventionen abwertenden, menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Haltungen bzw. rechtsextremen Erscheinungen im eigenen Arbeitsfeld zu begegnen.
Das Handlungskonzept wird seit 2014 bundesweit erfolgreich an (sozial-)pädagogische Praktiker_innen und Studierende an Hochschulen vermittelt.

Informationen
Die Qualifizierung legt hohen Wert auf Praxisbezug und arbeitet deshalb mit den Fällen und Arbeitskontexten der Teilnehmer_innen

Das Seminar umfasst 5 Module mit insgesamt 55 Stunden.

Kursleitung Silke Baer Kommunikationswissenschaftlerin (M. A.), Dipl. Sozialpädagogin
Kursleitung Stefan Bruskowski Dipl. Pädagoge
Kursleitung Oliver Kossack M. A. European Studies, Projektkoordinator in Präventionsprojekten, Bildungsreferent
Kursleitung Anika Posselius European Studies (M. A.), Kulturwissenschaftlerin (B. A.)
Kooperationspartner cultures interactive – Verein zur interkulturellen Bildung und Gewaltprävention e.V.
Lehr- und Lernmethoden - Fachvorträge und theoretische Wissensvermittlung - Vermittlung von gesellschaftspolitischen Hintergrundwissen - Kleingruppenarbeit mit Arbeitsmaterialien - Kollegialer Fachaustausch - Fallarbeit und Rollenspiele anhand eigener Konfliktfällen - Projektarbeit: Planung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen - Praktische Methodenvermittlung
Seminarzeiten Fr: 15.00-19.00 Uhr Sa: 10.00-18.00 Uhr
Zielgruppe Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit, Pädagog_innen, Erzieher_innen
Abschluss Die ASH erteilt in Kooperation mit cultures interactive e.V. den Teilnehmenden die Teilnahmebescheinigung „Systemische Interventionsstrategien und Handlungskompetenzen zum Umgang mit menschenfeindlichen und rechtsextremen Haltungen in der Jugendarbeit“, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- Teilnahme an allen Terminen
- Erarbeitung eines Interventionsplanes am Beispiel eines Falles aus der eigenen Praxis
Bewerbung www.ash-berlin.eu/weiterbildung
Ansprechpartner_in Karin Schwarz
schwarz@ash-berlin.eu
Tel.: 030/99 245 - 331

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Anmeldung

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