DEMOKRATIE

Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung

Projektlaufzeit: 01.10.2017 bis 31.03.2020

Projektleitung: Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé, Prof. Dr. Michael Brodowski

Projektmitarbeiter_innen: Andrea Metzner, Raiko Hannemann, Sven Gramstadt,                Lars Conrad (wissenschaftliche Mitarbeiter_innnen); Jeannine Löffler, Paula Moldenhauer, Carlotta Stockmayer-Behr, Daniel Geidel (studentische Mitarbeiter_innen)

Kooperationspartner_innen: 

  • Dagmar Pohle (Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf)
  • Dr. Thomas Bryant (Integrationsbeauftragter Marzahn-Hellersdorf)
  • Tobias Peter (Stiftung SPI, Gechäftsbereich Stadtentwicklung)
  • Elisabeth Peters (POLIS* – Bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung)

Zusammenfassung:
Das Projekt ergründet die Ursachen für die Entstehung demokratieferner Auffassungen in einer Kommune am Beispiel des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf. In vertiefenden qualitativen Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Typen von Demokratieeinstellungen (zufriedene Demokraten, kritisch-unpolitische Demokraten, kritisch-politische Demokraten, Distanzierte) werden subjektive Theorien erhoben, um herauszufinden mit welchen Haltungen und Handlungsstrategien unterschiedliche  Gruppen der Bevölkerung auf soziale Fragestellungen und Verwerfungen reagieren.

Außerdem wird vermutet, dass es einen Widerspruch zwischen formalem Lernen (Demokratiebildung in Kita und Schule) und informellem Lernen gibt (es wird in Bildungseinrichtungen überwiegend theoretisches Wissen vermittelt, Demokratie jedoch unzureichend erfahren). Zu diesem Themengebiet sind Gruppendiskussionen mit Erzieher_innen bzw. Lehrer_innen zum Demokratieerleben und -lernen in den Bildungseinrichtungen vorgesehen.

Auf der Grundlage der Erkenntnisse von Engagementforschung und der Analyse von Verfahren der Demokratieentwicklung in anderen Städten und Ländern wird ein Prozess der sozialräumlichen Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf ausprobiert und etabliert. Ziel ist die Ergänzung der Prozesse formaler Demokratie um partizipative Beteiligung der Bürger_innen. Zudem ist beabsichtigt, die Partizipation in Schulen und Kitas auszubauen und Demokratielernen stärker zu etablieren.

Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden evaluiert und für die Beratung von weiteren Städten und Kommunen aufbereitet. Zudem ist beabsichtigt, das Verfahren der sozialräumlichen Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf möglichst dauerhaft einzurichten.

Mittelgeber_in: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Schlagworte: Demokratieentwicklung, Sozialraumorientierung, Demokratielernen, Partizipative Demokratie, Engagementforschung

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Brodowski

Professor für Leitung und Management frühkindlicher Bildungseinrichtungen

Raum 209

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

T +49 30 99245-209

Portrait Michael Brodowski

Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé

Professor für Sozialpolitik

Raum 524

Sprechzeiten nach Vereinbarung

T +49 30 99245-528
F +49 30 99245-555