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AOP

Therapiebedingte Versorgungsbedarfe ambulant behandelter onkologischer Patient_innen im häuslichen Umfeld und deren ökonomische Implikationen


Projektlaufzeit: 
01.06.2010 bis 31.12.2011

Projektleitung: Prof. Dr. Jutta Räbiger (ASH Berlin), Prof. Dr. Jochen Breinlinger O'Reilly (HWR Berlin)

Projektmitarbeiter_innen: Dr. Sabine Kies, Christiane Gollin, Katrin Jettowski, Maren Knade 

Kooperationspartner_innen:

Darüber hinaus wurde für das Projekt ein Beirat eingerichtet, in dem u.a. die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe vertreten sind.

Zusammenfassung: 
Die qualifizierte ambulante Versorgung onkologischer Patient_innen bietet eine Alternative zur stationären Behandlung, die für die Patient_innen mehr Lebensqualität und für die Krankenkassen geringere Kosten verspricht. In der Realität besteht das Problem, dass sich bei onkologischen Patient_innen, die eine ambulante Chemo- bzw. Strahlentherapie erhalten, häufig der Allgemeinzustand so stark verschlechtert, dass sie grundpflegerische Maßnahmen (wie Hilfe bei der Körperpflege) und hauswirtschaftliche Versorgung benötigen. Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung kann derzeit nur in Kombination mit Behandlungspflege (nach SGB V) gewährt werden oder wenn eine Pflegestufe vorliegt (Leistung nach SGB XI). Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung können aber i.d.R. auf Grund der „Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie“ nicht isoliert verordnet werden, selbst wenn ein Patient eine Versorgung bräuchte, diese Möglichkeiten bestehen nur bei palliativen Patient_innen.

In diesem Forschungsprojekt sollen die therapiebedingten Versorgungsbedürfnisse ambulant behandelter onkologischer Patient_innen in den Blick genommen und die gesetzlichen, vertraglichen und vergütungsbezogenen Versorgungsbedarfe und -situationen sowie die Möglichkeiten der Optimierung der häuslichen Versorgung betrachtet werden.

Ziele des Projektes sind zum Einen die Identifizierung pflegerischer Versorgungsbedarfe von ambulant  behandelten onkologischen PatientInnen während und nach der Therapie (Chemo- und Strahlentherapie) in der Häuslichkeit. Zum Anderen geht es um die Erarbeitung von Empfehlungen zur Vermeidung von Versorgungslücken sowie von Krankenhausaufenthalten, die sich daraus ergeben. Es sollen Möglichkeiten zur Ergänzung bzw. Umstrukturierung der bestehenden Versorgungsleistungen aufgezeigt werden, um die häusliche Versorgung onkologischer Patienten bedarfsgerechter und effizienter ausgestalten zu können.

Mittelgeber_in: Institut für angewandte Forschung (IFAF Berlin)

Projektergebnisse:
Abschlussbericht
Anhang zum Bericht
Mit Krebs zuhause. Hinterm Krankenhaus geht's weiter (Der Tagesspiegel, 14.01.2013)

Kontakt:

Prof. Dr. Jutta Räbiger

Professorin i.R. für Gesundheitsökonomie und -politik

Jutta Räbiger

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