Aktuelles

  • Neuerscheinung "BeDeutungen dekolonisieren. Spuren von (antimuslimischem) Rassismus" hier
  • Internationale Konferenz "Living with Islamophobia" am 11./12.10.2018 im Jüdischen Museum Berlin und an der HU Berlin, Programm und Anmeldung hier
  • Counter-Islamophobia Kit am 10.10.2018 am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Vorankündigung
  • Audioguide zur Berliner Städtetour "Unfreie Arbeit und Rassismus" jetzt online

Schwerpunkte

  • interdisziplinäre, vergleichende und relationale Rassismusforschung und -theorien, insb. zu antischwarzem und kolonialem Rassismus, antimuslimischem Rassismus, Antisemitismus,  Rassismus gegen Sinti und Roma
  • Orientalismus, Postkolonialismus und Dekolonialität
  • Verhältnis von Diskurs, Wissen, Kultur und Macht im Kontext von Anti-/Rassismus und Post-/De-/Kolonialität
  • antikoloniale, antirassistische und diasporische Stimmen und Bewegungen
  • historisch-politische Bildung mit Schwerpunkt auf Postkolonialismus und Postnazismus

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an der ASH

Funktionen

  • Modulverantwortung Diversity Studies / Rassismus und Migration
  • Modulverantwortung Theorie-Praxis-Vertiefung Rassismus und Migration

Lehre

  • Forschung und Theorien zu Rassismus und Migration
  • Critical Race, Postcolonial, Decolonial und Cultural Studies
  • historisch-politische Bildung

Aktuelle Lehrveranstaltungen

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Netzwerke

Kooperationen

  • Jüdisches Museum Berlin
  • Romani Phen Archiv
  • Berlin Postkolonial
  • decolonize Berlin
  • Rat muslimischer Studierender und Akademiker

Beiräte und Mitgliedschaften

  • Fachgesellschaft für rassismuskritische, postkoloniale und dekoloniale Forschung und Praxis (DeKolonial e.V.i.G., Gründungsmitglied und Vorstand)
  • Avicenna Studienwerk (wissenschaftlicher Beirat)
  • Jahrbuch für Islamophobieforschung (wissenschaftlicher Beirat)
  • Center for Intersectional Justice (assoziiertes Mitglied)
  • Rat für Migration
  • kritische Migrations- und Grenzregimeforschung
  • Sektion international und interkulturell vergleichende Erziehungswissenschaft der DGfE
  • Sektion Migration und ethnische Minderheiten der DGS
  • Enquetekommission Rassismus im Thüringer Landtag

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    Publikationen

    • Attia,  Iman/Popal, Mariam (Hg.) (2018): BeDeutungen dekolonisieren. Spuren von (antimuslimischem) Rassismus. Münster: Unrast
    • Attia, Iman/Popal, Mariam (Hg.) (2016): Zur Kritik westlicher Islamdiskurse. DAS ARGUMENT 319
    • Attia, Iman/Köbsell, Swantje/Prasad, Nivedita (Hg.) (2015): Dominanzkultur reloaded. Neue Texte zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen und ihren Wechselwirkungen. Bielefeld: Transcript 
    • Attia, Iman/Häusler, Alexander/Shooman, Yasemin (2014): Antimuslimischer Rassismus am rechten Rand. Münster: Unrast 
    • Attia, Iman (2009): Die "westliche Kultur" und ihr Anderes. Zur Dekonstruktion des Orientalismus und antimuslimischen Rassismus. Bielefeld: Transcript 
    • Attia, Iman (Hg.) (2007): Orient- und IslamBilder. Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus. Münster: Unrast 
    • Attia, Iman/Marburger, Helga (Hg.) (2000): Alltag und Lebenswelten von Migrantenjugendlichen. Frankfurt/M.: IKO 
    • Attia, Iman/Basqué, Monika/Kornfeld, Ursula/Magiriba Lwanga, Gotlinde/Rommelspacher, Birgit/Teimoori, Pari/Vogelmann, Silvia/Wachendorfer, Ursula (Hg.) (1995): Multikulturelle Gesellschaft - Monokulturelle Psychologie? Antisemitismus und Rassismus in der psychosozialen Versorgung. Tübingen: dgvt
    • GeisterSpuren – Ein Dialog. In: Attia, Iman/Popal, Mariam (Hg.) (2018): BeDeutungen dekolonisieren. Spuren von (antimuslimischem) Rassismus. Münster, S. 11–47
    • Diskursive Interventionen in westliche Kopftuchmonologe. In: Ceylan, Rauf/Uslucan, Haci-Halil (Hg.) (2018): Transformation religiöser Symbole und religiöser Kommunikation in der Diaspora. Wiesbaden, S. 145–159 
    • Den Rassismus gibt es (nicht). Zum Verhältnis von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus. In: Keskinkılıç, Ozan Zakariya/Langer, Ármin (Hg.) (2018): Fremdgemacht & reorientiert. Jüdisch-muslimische Verflechtungen. Berlin, S. 21–44 
    • Was ist neu und was rechts am antimuslimischen Rassismus extrem rechter Argumentationen? In: Gomolla, Mechtild/Kollender, Ellen/Menk, Marlene (Hg.) (2018): Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland. Weinheim Basel, S. 93–109 
    • Diskursverschränkungen des antimuslimischen Rassismus. In: Fereidooni, Karim/El, Meral (Hg.) (2017): Rassismuskritik und Widerstandsformen. Wiesbaden, S. 181-192 
    • Antimuslimischer Rassismus (zusammen mit Ozan Keskinkılıç . In: Mecheril, Paul (Hg.) (2016): Handbuch Migrationspädagogik, Weinheim & Basel, S. 168-182 
    • Rassismustheoretische Perspektiven auf sozialpädagogische Fallarbeit. In: Michel-Schwartze, Brigitta (Hg.) (2016): Der Zugang zum Fall. Beobachtungen, Deutungen, Interventionsansätze, Wiesbaden, S. 229-242
    • Zum Begriff des antimuslimischen Rassismus. In: Cetin, Zülfukar/Tas, Savas (Hg.) (2015): Gespräche über Rassismus. Perspektiven und Widerstände, Berlin, S. 17-29 
    • Geteilte Erinnerungen. Global- und beziehungsgeschichtliche Perspektiven auf Erinnerungspolitik. In: Attia, Iman/Köbsell, Swantje/Prasad, Nivedita (Hg.) (2015): Dominanzkultur reloaded. Neue Texte zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen und ihren Wechselwirkungen. Gedenkschrift für Birgit Rommelspacher, Bielefeld, S. 75-88 
    • Die Religion und Kultur der Anderen. Zur Entsorgung historischer, gesellschaftlicher und politischer Dimensionen im Islamdiskurs. In: Schneider, Ingo/Sexl, Martin (Hg.) (2015): Das Unbehagen an der Kultur, Hamburg, S. 181-199 
    • Partizipation durch Identitätspolitik. Selbstorganisation von Migrant*innen in einer Einwanderungsgesellschaft wider Willen. In: Aced, Miriam/Düzyol, Tamer/Rüzgar, Arif/Schaft, Christian (Hg.) (2014): Migration, Asyl und (Post-)Migrantische Lebenswelten in Deutschland. Bestandsaufnahme und Perspektiven migrationspolitischer Praktiken, Berlin, S. 311-336 
    • Institutionelle Diskriminierung und struktureller Rassismus in modernen Gesellschaften. In: Opferperspektive e.V. (Hg.) (2013): Rassistische Diskriminierung und rechte Gewalt. An der Seite der Betroffenen beraten, informieren, intervenieren, Münster, S. 139-152 
    • Perspektivenwechsel durch Dekonstruktion. Islamdiskurs und (rassismus-) kritische Soziale Arbeit. In: Hünersdorf, Bettina/Hartmann, Jutta (Hg.) (2013): Was ist und wozu betreiben wir Kritik in der Sozialen Arbeit? Disziplinäre und interdisziplinäre Diskurse, Wiesbaden, S. 333-350
    • Warum wir über Rassismus sprechen müssen, ohne es eigentlich zu wollen (zusammen mit Esther Dischereit und Philippa Ebéne). In: Arndt, Susan/Ofuatey-Alazard (Hg.) (2011): (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk, Münster: Unrast, S. 18-34
    • Islamkritik zwischen Orientalismus, Postkolonialismus und Postnationalsozialismus. In: Ucar, Bülent (Hg.) (2010), Die Rolle der Religion im Integrationsprozess. Die deutsche Islamdebatte, Frankfurt/M. u.a., S.113-126 
    • Diskurse des Orientalismus und antimuslimischen Rassismus in Deutschland. In: Melter, Claus/Mecheril, Paul (Hg.) (2009): Rassismuskritik. Band 1: Rassismustheorie und -forschung. Schwalbach/Ts.: Wochenschau, S. 146-162
    • Kommentar zu "Islamfeindschaft im World Wibe Web". In: Benz, Wolfgang (Hg.) (2009): Islamfeindschaft und ihr Kontext. Dokumentation der Konferenz "Feindbild Muslim - Feindbild Jude". Berlin: Metropol, S. 85-89
    • Kulturrassismus und Gesellschaftskritik. In: Attia, Iman (Hg.) (2007): Orient- und IslamBilder. Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus. Münster: Unrast, S. 5-28
    • Auf Ausbildungsplatzsuche. In: Attia, Iman/Marburger, Helga (Hg.) (2000): Alltag und Lebenswelten von Migrantenjugendlichen. Frankfurt/M.: IKO, S. 71-100 (Co-Autorin)
    • Antirassistisch oder interkulturell? Sozialwissenschaftliche Handlungskonzepte im Kontext von Migration, Kultur und Rassismus. In: Mecheril, Paul/Teo, Thomas (Hg.) (1997): Psychologie und Rassismus. Reinbek bei Hamburg: rowohlt, S. 259-285 
    • Antiislamischer Rassismus in interkulturellen Beziehungen. In: Attia, Iman et al. (Hg.) (1995): Multikulturelle Gesellschaft - monokulturelle Psychologie? Antisemitismus und Rassismus in der psychosozialen Arbeit. Tübingen: dgvt, S. 136-156
    • Antiislamischer Rassismus. Stereotypen - Erfahrungen - Machtverhältnisse. In: Jäger, Siegfried (Hg.) (1994): Aus der Werkstatt: Antirassistische Praxen. Duisburg: DISS, S. 210-228
    • Täter-Opfer-Ausgleich, ein Krisenmanagement. In: Marks, Erich/Rössner, Dieter (Hg.) (1989): Täter-Opfer-Ausgleich. Vom zwischenmenschlichen Weg zur Wiederherstellung des Rechtsfriedens. Bonn, S. 509-512
    • Multidirectional memory und Verwobene Geschichte(n) (zusammen mit Michael Rothberg). In: Neue Rundschau 129. Jg., Heft 2, 2018, S. 92–105
    • Rassismus und Rassismuserfahrung. Entwicklung – Formen – Ebenen (zusammen mit Ozan Keskinkilic). In: Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (Hg.) (2017): WissenSchafftDemokratie, Jena/Berlin, S. 116–125 
    • Was ist besonders am antimuslimischen Rassismus rechter Argumentationen? In: Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg (Hg.) (2017): Die neue Bewegung von rechts, Potsdam, S. 10–15 
    • Antimuslimischer Rassismus dekolonial: Kontrapunktische Lektüren westlicher Islamdiskurse (zusammen mit Mariam Popal). In: Das Argument 319: Zur Kritik westlicher Islamdiskurse, 58. Jg., Heft 5/2016, S. 651-660 
    • Das Praxisforschungsprojekt "Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten" (zusammen mit Olga Gerstenberger). In: Lernen aus der Geschichte. Magazin vom 25.03.2015: Erinnerungsorte in Berlin zu vergessenen Geschichten 
    • Antimuslimischer Rassismus und Islamophobie bzw. Islamfeindlichkeit. Eine vergleichende Einführung. In: Weinbender, Angelina/Rajanayagam, Iris/Azarmandi, Mahdis (Hg.): Rassismus und Justiz. Broschüre des Migrationsrats Berlin Brandenburg. Wieder abgedruckt in: MiGAZIN Oktober/2014
    • "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" - wie gesellschaftskritisch ist das Modell?. In: Lotta 55/2014, S. 4-7
    • Rassismus (nicht) beim Namen nennen. In: APuZ 13-14/2014, S. 8-14
    • Rassismus als gesellschaftliches Machtverhältnis. In: Lernen aus der Geschichte, Magazin vom 17. September 2014: Rassismus als Ideologie in Gegenwart und Geschichte
    • Das Konzept der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit". Einige kritische Anmerkungen. In: Soziologische Revue, Heft 1/2013, S. 3-9
    • Privilegien sichern, nationale Identität revitalisieren. Gesellschafts- und handlungstheoretische Dimensionen der Theorie des antimuslimischen Rassismus im Unterschied zu Modellen von Islamophobie und Islamfeindlichkeit. In: Journal für Psychologie, Jg. 21 (2013), Ausgabe 1
    • Rassismusforschung trifft auf Disability Studies. Zur Konstruktion und Marginalisierung von "Fremdheit" und "Behinderung" als Andere. zedis Universität Hamburg 2013
    • Migrant_innenselbstorganisationen - ihr Beitrag zur politischen Partizipation. In: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (Hg.) (2013): Inklusion durch Partizipation. Ein Beitrag von Migrant_innenselbstorganisationen, Berlin, S. 10-13
    • Antimuslimischer Rassismus in der Bundesrepublik. In: Netzwerk gegen Diskriminierung von Muslimen (Hg.)(2012): Und Du?, Berlin, S. 3-6
    • Konstruktionen mit realen Folgen. Rassismus ist kein Vorurteil, sondern ein gesellschaftliches Machtverhältnis. In: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (Hg.) (2012): Wer andern einen Brunnen gräbt... Rassismuskritik / Empowerment / Globaler Kontext, Berlin, S. 12-13
    • "Aus blankem Hass auf Muslime". Zur Rezeption des Mordes an Marwa el-Sherbini in deutschen Printmedien und im deutschsprachigen Internet (zusammen mit Yasemin Shooman). In: Hafez, Farid (Hg.) (2010): Jahrbuch für Islamophobieforschung 2010. Deutschland, Österreich, Schweiz. Innsbruck, S. 23-46 
    • Dimensionen des Redens über und des Handelns gegen "den Anderen". Soziale Ungerechtigkeit, politisches Kalkül, hegemonialer Diskurs, kultureller Rassismus und so weiter. In: zag Antirassistische Zeitschrift, 56, 2010, S. 12-14
    • Elternschaft in der Migration. In: ANE e.V., arabisches Medienprojekt
    • Diskurse über Gemeinschaft. In: Stichwort 2/2010, S. 4-7
    • Die postkoloniale und postnationalsozialistische Kontextualisierung des Islamdiskurses in Deutschland und ihre pädagogischen Konsequenzen. In: Bundschuh, Stephan/Jagusch, Birgit/Mai, Hanna (Hg.) (2009): Holzwege, Umwege, Auswege - Perspektiven auf Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindschaft. Düsseldorf: IDA e.V., S. 41-45
    • Zum reflektierten Umgang mit "Kultur" in der Pädagogik (zusammen mit Andreas Foitzik). In: ajs-Informationen. Analysen, Materialien, Arbeitshilfen zum Jugendschutz. I/2009: Unter anderen? Interkulturelle Lernprozesse, Stuttgart, S. 9-15
    • Zur Bedeutung des Islamdiskurses für die Jugendarbeit. In: deutsche jugend, 57. Jg., 2/2009, S. 74-81 
    • Ausschluss, Fürsorge und Exotismus. Kulturrassismus im Umgang mit Islam und "Muslimen". In: nah & fern. Zeitschrift für Migration und Gesundheit, 41/2009, S. 40-45
    • Kita in der Einwanderungsgesellschaft. Zur Bedeutung von Kultur in der Pädagogik. In: frühe kindheit 05/09, 12. Jg. 2009, S. 19-23  
    • Antiislamismus und Islamismus. Gemeinsamkeiten und Unterschiede eines rassistischen Diskurses. In: arranca! 38/2008, S. 49-50 
    • Ausschluss, Fürsorge und Exotismus. Kulturrassismus im Umgang mit Islam und "Muslimen". In: Bundschuh, Stephan/Jagusch, Birgit (Hg.) (2007): Islamfeindschaft - Aspekte, Stimmen, Gegenstrategien. Düsseldorf: IDA e.V., S. 6-10
    • Antiislamismus und Islamismus. Gemeinsamkeiten und Unterschiede eines rassistischen Diskurses. In: Antifaschistisches Infoblatt, 63/2004, S. 36-37 
    • Psychosoziales Handeln in ethnisierten Gesellschaften. In: Bergold, Jarg/Keupp, Heiner/Röhrle, Bernd (Hg.) (1996): Gemeindepsychologie Rundbrief, 2/2, 1996, S. 8-11
    • Wider die Verherrlichung des Weiblichen. Kritik des Ökofeminismus. In: Initiative kritischer Psychologinnen und Psychologen e.V. (Hg.): Psychologie & Gesellschaftskritik, Heft 3/4, 1991, S. 91-120

    Forschung

    Aktuelle Forschungsprojekte

    Das am 1.2.2018 gestartete Forschungsprojekt analysiert den Umgang von (als) Muslim_innen (Markierten) mit dem Bedrohungsszenario des ‚islamistischen Terrorismus‘. Es fragt danach, wie (als) Muslim_innen (Markierte) und muslimische Communities angesichts des Sicherheitsdiskurses Deutungs- und Handlungsmacht (wieder) gewinnen, wie sie das Verhältnis von Zustimmung und Kritik austarieren und welche Freiräume sie sich schaffen, um die Diskursivierung des ‚muslimischen Subjekts‘ nicht (gänzlich) anderen zu überlassen. 

    Das Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Iman Attia, Ozan Keskinkılıç, Büşra Okcu und Ouassima Laabich durchgeführt. Es ist Teil des Forschungsverbundes „Das Bedrohungsszenario des ‚islamistischen Terrorismus‘ aus den Perspektiven von Politik, Medien und muslimischen Communities. Eine empirische Studie zur Wechselwirkung von Diskursen, Perzeptionen und ihren Effekten“. Gemeinsam mit der Akkon-Hochschule Berlin (Prof. Dr. Andreas Bock, Dr. Enis Bicer, Felicitas Qualmann) und der Hochschule Rhein-Main (Prof. Dr. Karin Scherschel, Fanny Müller-Uri) wird an der Alice Salomon Hochschule Berlin drei Jahre lang zu diesem Thema geforscht.

    Die anderen beiden Teilprojekte verfolgen die Frage, a) wie in medialen Repräsentationen das Thema ‚islamistische Bedrohung‘ unter Rückgriff auf antimuslimische Topoi vermittelt wird und wie kritische Diskurse artikuliert werden und b) wie mediale Repräsentationen in der Kommunikation von Politiker_innen und Journalist_innen aufgegriffen und thematisiert werden und wie sie (aus der Perspektive der Befragten) in politische Entscheidungsprozesse münden. 

    Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Assoziierte Praxispartner_innen sind der Rat muslimischer Studierender und Akademiker (RAMSA), der Zentralrat der Muslime in Deutschland, das Muslimische Zentrum für Mädchen, Frauen und Familien (RAHMA), die Türkische Gemeinde in Deutschland, die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Berlin), die Bildungsstätte Anne Frank sowie der Verband binationaler Familien und Partnerschaften.

    In Zusammenarbeit mit Jugendliche ohne Grenzen, dem Jüdischen Museum Berlin, dem RomaniPhen Archiv, IniRromnja, Women in Exile und International Women Space werden Erfahrungen mit prekärem Aufenthaltsstatus bzw. ohne Papiere für die interessierte Öffentlichkeit aufgearbeitet. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen werden rechtliche Rahmenbedingungen sowie gesellschaftliche und historische Zusammenhänge gemeinsam recherchiert und analysiert. Dabei interessieren uns grenzüberschreitende und widerständige Praktiken, die eigensinnig und kreativ mit ethnisierenden und vergeschlechtlichten Zuordnungen umgehen, die Handlungsspielräume nutzen und ausweiten oder sich auf andere Weisen mit oder ohne Papieren durch das Leben (oder durch den Alltag) bewegen.

    Die kollaborativ entwickelte Ausstellung wird am Ende des Förderzeitraums im Friedrichshain-Kreuzberg Museum gezeigt. Sie wird zum Verhandlungsraum für Erfahrungen und Umgangsweisen mit gesellschaftlicher und administrativer Nicht-/Zugehörigkeit sowie den Vorstellungen der Ausstellungsbesucher*innen über die Bedeutung von Papieren in ihrem Leben. Nach Abschluss des Projekts geht die Ausstellung in den Besitz des RomaniPhen Archivs über, wo sie didaktisiert und verliehen wird.

    Kooperationspartner: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Jüdisches Museum Berlin/Akademieprogramm zu Migration und Diversität sowie Jüdisch-Islamisches Forum, Verband für Interkulturelle Arbeit/RomaniPhen Archiv, Friedrichshain-Kreuzberg-Museum

    Mitarbeiter*innen: ASH (Attia, Rajanayagam, Izabiliza), HTW (Kamel, Gerstenberger, Gerke), JMB/Akademie (Shooman, Gromova, Polat), VIA/RomaniPhen Archiv (Randjelovic), FHXB Museum (Treziak) 

    Abgeschlossene Forschungsprojekte

    „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“ ist ein Praxisforschungsprojekt, das historisch-politische Bildung und globales Lernen an konkreten Berliner Orten erfahrbar macht. Im Laufe des Projekts werden Orte und Geschichte(n) recherchiert, die dazu geeignet sind, hegemoniale Geschichtsnarrative zu irritieren und Erinnerungen als im doppelten Sinne geteilte (shared and divided) im Stadtraum zu verorten. Erzählt werden Geschichte*n, die von Mobilität und Globalität handeln – und doch keine „Migrationsgeschichte“. Geschichte*n, die verdrängt oder zum Schweigen gebracht werden – und doch keine „Opfergeschichte“. Geschichte*n, die konkrete Lebenswege beleuchten – und doch keine Geschichte von „Einzelschicksalen“. Im Fokus stehen Orte, die geteilte Erinnerungen sichtbar machen, alltägliche Kämpfe ums Überleben ins Gedächtnis rufen und politischen Widerstand würdigen; Menschen, deren Wissen und Erfahrung, Perspektiven und Beiträge die Stadt prägen und verändern, sowie Touren, die verschiedene Zeiten, Räume und Lebenswelten durch thematische Reiserouten miteinander verbinden.

    Kooperationspartner: ASH, HTW, Jüdisches Museum Berlin, Berlin postkolonial, August Bebel Institut, Solidaritätsdienst International

    Mehr zum Projekt unter www.verwobenegeschichten.de

    Konzept und erste Recherche-Ergebnisse: http://lernen-aus-der-geschichte.de/sites/default/files/attach/maerz_ash_ausgabe_0.pdf

     

     

    Markierungs- und Diskriminierungserfahrungen von Muslim*innen und als Muslim*innen Markierten (2012)

    Vergleichende Studie, Dimensionen der Un-/Sichtbarkeit und Ein-/Ausgrenzung in der Wechselwirkung von Nation, Ethnie, Kultur, Religion, Geschlecht, Sexualität und Klasse (zusammen mit Dr. Yasemin Shooman).

    Sprach- und Integrationsmittlung (2010)

    Evaluation des Curriculums, Bedarfsermittlung für Anerkennungsverfahren (zusammen mit Alp Otman)

    Medienanalyse zum Mord an Marwa el-Sherbini (2009)

    qualitative Analyse der Rezeption des antimuslimisch-motivierten Mordes an Marwa el-Sherbini in Presse und Internet (zusammen mit Dr. Yasemin Shooman)

    Qualitätsmanagement in der Arbeit mit Gewalt betroffenen Migrantinnen (2005-2007)

    Evaluation, Akzeptanzanalyse der Angebote der interkulturellen Initiative (Frauenhaus, Wohnprojekt, Beratungsstelle) durch die Nutzerinnen, Bedarfsanalyse für die Arbeit mit Kindern im Frauenhaus (entimon, interkulturelles Frauenhaus)

    Interkulturelles Geschichtslernen für Jugendliche (2005-2006)

    wissenschaftliche Beratung, Materialentwicklung für Lerneinheiten zu Kolonialismus, Nationalsozialismus und Arbeitsmigration (Stiftung deutsche Jugendmarke, Anne Frank Zentrum Berlin)

    Vernetzte Aktionen gegen Rechtsextremismus und zur Demokratieförderung (2001-2004)

    formative Evaluation, Einzelmaßnahmen und Netzwerkarbeit zur Förderung von Sensibilität zu und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und Alltagsrassismus, insbesondere im ländlichen Raum (Xenos, ASFH Berlin, Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher)

    Interkulturelle Kommunikation in multiethnische Pädagog*innenteams (1996-1997)

    qualitative Studie, Einzelinterviews und Teamsitzungsanalysen zur Bedeutung von Kultur/alisierung in der Teamkommunikation (TU Berlin, Projektleitung: Prof. Dr. Helga Marbuger, Dr. Heidi Rösch)

    Ausbildungsplatzsuche junger Migrant*innen (1995-1996)

    qualitative Studie, Erwartungen und Erfahrungen von Jugendlichen, Vermittler*innen und Ausbilder*innen zum Thema Ausbildungsplatzsuche (TU Berlin, Projektleitung: Prof. Dr. Helga Marburger)

    Antimuslimischer Alltagsrassismus (1992-1993)

    qualitative Studie, Assoziationen zu Orient und Islam, Erfahrungen mit Menschen und in Ländern, die als orientalisch bzw. muslimisch wahrgenommen werden (ASFH Berlin, Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher)

    Antisemitismus bei jungen Frauen (1991-1992)

    qualitative Studie, Bezüge junger Frauen zu Nationalsozialismus, Bilder über Juden und Jüdinnen (ASFH Berlin, Projektleitung: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher)

    Täter-Opfer-Ausgleich (1986-1988)

    Begleitforschung der ersten TOA im Projekt Handschlag Lüneburg (Universität Lüneburg, Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Rössner)

     

     

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    Mitarbeiter*innen

    Diane Izabiliza studiert Soziokulturelle Studien an der Europa-Universität Viadrina, in Frankfurt/Oder. Sie ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin und gelernte Erzieherin. Zu ihren Studienschwerpunkten gehören: (Anti-) Rassismus, Gender, postkoloniale Theorien, Intersektionalität und kritische Migrationsforschung. Sie arbeitet als studentische Mitarbeiterin im Praxis-Forschungsprojekt „Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart“ (https://alice.ash-berlin.eu/forschung/news/ohne-papiere-ueberleben/). Zuvor war sie im Praxis-Forschungsprojekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichte (http://www.verwobenegeschichten.de/) tätig.

    diane.izabiliza@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu 

    Ozan Zakariya Keskinkilic ist Politikwissenschaftler (MA Internationale Beziehungen, Freie Universität Berlin/ Humboldt Universität zu Berlin/ Universität Potsdam). Er forscht und publiziert u.a. zu den Themen (antimuslimischer) Rassismus, Antisemitismus, Orientalismus, (Post-) Kolonialismus, Jüdisch-Muslimische Beziehungen, Erinnerung und Empowerment. Aktuell arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Drittmittelprojekt "Bedrohungsszenario"  und lehrt im Arbeitsbereich Diversity Studies/ Rassismus und Migration.

    ash-berlin.academia.edu/keskinkilic

    keskinkilic@ash-berlin.eu  

    Tel.: 030-99245-454
    Raum: 206

    Sprechzeiten n.V. per Mail

    studentische Mitarbeiterin im Drittmittelprojekt "Bedrohungsszenario"

    laabich@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu 

    wissenschaftliche Mitarbeiterin im Drittmittelprojekt "Bedrohungsszenario"

    okcu@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu 

    Iris Rajanayagam ist Historikerin (MA Neuere/Neueste Geschichte, Universität zu Köln/Humboldt-Universität zu Berlin/University of Dar es Salaam). Sie arbeitet u.a. zu postkolonialen Theorien. Ihr Fokus liegt hierbei insbesondere auf kolonialen Kontinuitäten in der deutschen bzw. europäischen  Migrations- Flüchtlings- und Asylpolitik, Intersektionalität sowie rassismus- und diskriminierungskritischer Theorie und Praxis. Sie ist Mitbegründerin der Radiosendung „Talking Feminisms“ bei Reboot.fm und war viele Jahre bei The Caravan for the Rights of Refugees and Migrants aktiv. Von 2013 bis 2016 war sie Teil des Redaktionsteams der Zeitschrift "Leben nach Migration" des Migrationsrates Berlin. Neben ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Passkontrolle!" lehrt sie an der Alice Salomon Hochschule im Bereich "Rassismus und Migration“ und arbeitet als Programmleitung beim Verein xart splitta.

    rajanayagam@ash-berlin.eu
    Tel.: 030-99245-454
    Raum: 206

    Anschrift:

    Projekt "Passkontrolle!"
    Alice Salomon Hochschule Berlin
    Alice-Salomon-Platz 5
    D-12627 Berlin

    Promotionen

    • Fallon Tiffany Cabral (Politikwissenschaft) "Zur Verhandlung von Rassismen und eigenen Rassismuserfahrungen im Diskursraum Familie" (Pädagogische Hochschule Freiburg, Prof. Dr. Christine Riegel) Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung
    • Kerstin Meißner (Erziehungswissenschaft) "Relational Becoming. Soziale Navigationen als denkfühlende Praktiken des Mit" (Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Christoph Wulf) Stipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung
    • Sabine Hoffmann (Erziehungswissenschaft) "Refugees Welcome? Selbstdeutungen freiwillig Engagierter in der Unterstützung von Geflüchteten in Deutschland" (Universität Hildesheim, Prof. Dr. Viola Georgi) Stipendiatin am Promotionskolleg Bildungsintegration der Universität Hildesheim
    • Hanna Hoa Anh Mai (Interkulturelle Pädagogik) "Biographisch-professionelles Wissen von Pädagog_innen of Color in migrationspädagogischen Arbeitsfeldern" (Bergische Universität Wuppertal, Prof. Dr. Astrid Messerschmidt) Stipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung
    • Eliah Lüthi (Disability Studies und Erziehungswissenschaften): "Psych-Gewalt_ig: Psych-Verständnisse als intersektionale Disrkiminierungsstruktur verstehen" (Universität Innsbruck, Prof. Dr. Lisa Pfahl) Doktoratskolleg "Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen" an der Universität Innsbruck
    • Ceren Türkmen (Soziologie) (Universität Gießen, Prof. Dr. Encarnación Gutiérrez Rodríguez)
    • Sabrina Schmidt (Kommunikationswissenschaften): "Antimuslimischer Rassismus in den  Wahrnehmungen deutscher und US-amerikanischer Nichtmuslim*innen" (Universität Erfurt, Prof. Dr. Kai Hafez)
    • Serpil Polat (Erziehungswissenschaft) "Biographisches Sprechen in postkolonialen Ordnungen am Beispiel der DDR-Kinder aus Namibia", Mitarbeiterin im Jüdischen Museum Berlin, Akademieprogramme Migration und Diversität
    • Taner Aksoy (Helmut Schmidt Universität Hamburg, Prof. Dr. Mechtild Gomolla), Mitarbeiter der Federation against Injustice and Racism Köln
    • Rayma Cadeau (Erziehungswissenschaft)
    • Kiana Ghaffarizad (Transkulturelle Studien) 
    • Sarah Ahmed (Islamwissenschaft) "Vergleich von Identitätsbildung von sudanesischen und südsudanesischen Geflüchteten zwischen Wien und Berlin ab der Unabhängigkeit des Südsudan 2011" (Universität Wien, Prof. Dr. Rüdiger Lohlker)
    • Filiz Dagci (Antisemitismusforschung) "Identität und Antisemitismus. Haltungen zu Jüdinnen und Juden seitens Jugendlicher mit palästinensischem und türkischem Familienhintergrund" (Technische Universität Berlin, Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum)
    • Danna Bader: "Machtstrukturen sensible systemische Beratungarbeit". Arbeitet als Coach, Supervisorin,  Beraterin und Trainerin mit dem Fokus auf  Diversity, Konfliktbearbeitung und Gender.
    • Dr. Yasemin Shooman (Geschichtswissenschaft)"‘…weil ihre Kultur so ist‘– Das Zusammenspiel von Kultur, Religion, Ethnizität, Geschlecht und Klasse im antimuslimischen Rassismus" (Technische Universität Berlin, Fakultät für Geisteswissenschaften, 2013), erschienen bei Transcript 2014: "'...weil ihre Kultur so ist'. Narrative des antimuslimischen Rassismus", Leiterin der Akademieprogramme Migration und Diversität, Jüdisches Museum Berlin

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    Vita

    Abschlüsse

    Diplom und Promotion in Erziehungswissenschaft an den Universitäten Lüneburg und Oldenburg

    Kurzvita

    • seit 2009 Professorin an der ASH Berlin
    • 2000-2009 wissenschaftliche Begleitung, Qualitätsentwicklung und Evaluation in den Bereichen Geschichtslernen sowie Beratung in der Migrationsgesellschaft, Bildungsmaßnahmen zu Anti-/ Rassismus, Rechtsextremismusprävention, bürgerschaftlichem/ zivilgesellschaftlichem Engagement beim Anne Frank Zentrum, Zentrum demokratische Kultur, Gegen Vergessen - Für Demokratie, Interkulturelle Initiative
    • 1994-2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität Berlin, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Arbeitsstelle Interkulturelle Pädagogik
    • 1980er/1990er Gemeinwesenarbeit, Täter-Opfer-Ausgleich, Frauenhausarbeit

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