Vita

Abschlüsse & Auszeichnungen

  • Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin
  • abgeschlossenes Promotionsverfahren an der FU, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft zur Dr. phil
  • Von 2000-2002 Stipendiatin des Alice-Salomon-Stipendienprogramms

Kurzvita

seit 2008 Professur für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit
2003-2008 Selbstständige Sozialarbeiterin und Sozialwissenschaftlerin
2003 Abschluss des Promotionsverfahrens an der FU-Berlin
2000-2002 Promotionsstipendium der Alice-Salomon-Fachhochschule
1993-1999 Bezirksamt Mitte von Berlin, Abt. Sozialwesen, Soziale Wohnhilfe / Gruppenleitung
1985-1993 Bezirksamt Wedding von Berlin, Abt. Sozialwesen, Soziale Wohnhilfe / Haftentlassenenhilfe
1984-1985 Abschluss als Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, einjähriges Berufspraktikum
1980 Allgemeine Hochschulreife

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Interessen

  • Wohnungslosigkeit/Wohnungssicherung
  • Sozial- und Wohnungspolitik
  • Armutsforschung
  • Gewalt gegen Frauen
  • Gemeinwesenarbeit

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Mitgliedschaften

  • Mitglied im Arbeitskreis Wohnungsnot (AKWO)
  • Mitglied in der Landesarmutskonferenz Berlin (lak Berlin)
  • Mitglied in der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG e. V.)
  • Mitglied im AK "Hilfen für Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten" des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V.
  • Mitglied im "Women's Homelessness European Network"

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Lehre

Schwerpunkte

  • Wahlpflicht: Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit
  • Projekte
  • Werkstätten
  • Propädeutik
  • Praxisprojekt (BASA-online)
  • Forschungswerkstätten (Master Praxisforschung)
  • Evaluation und qualitative Sozialforschung (Masterstudiengang Klinische Sozialarbeit)

Aktuelle Lehrveranstaltungen 

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    Forschung

    Interessen und Schwerpunkte

    • Wohnungssicherung/Mietschulden
    • Wohnungslosigkeit
    • Aufsuchende Hilfen
    • Beschäftigungsförderung
    • Evaluation Sozialer Projekte und Maßnahmen
    • Berufsfeldforschung

    Forschungsprojekte

    In Kooperation mit dem Evangelischen Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe (EBET) e. V. wird das Instrument „Lebenslagenindex wohnungslose Menschen“ entwickelt. Dies erfolgt partizipativ unter Beteiligung wohnungsloser und ehemals wohnungsloser Menschen. Grundlage hierfür ist der Lebenslagenansatz. Anschließend werden bundesweit in ausgewählten Einrichtungen der diakonischen Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe akut wohnungslose Menschen zu ihrer Lebenssituation befragt. Für den Lebenslagenindex werden die unterschiedlichen Lebenslagenbereiche miteinander verknüpft. Die Ergebnisse sollen beim EBET-Bundeskongress 2018 vorgestellt und diskutiert werden.

    Verkäufer_innen von Straßenzeitungen machen regelmäßig sowohl Anerkennungs- als auch Ausgrenzungserfahrungen, diese sollen mit einem Feldforschungsansatz identifiziert und analysiert werden. Folgende Fragen sind zunächst forschungsleitend: Wie präsentieren Straßenzeitungsverkäufer_innen sich und ihr Angebot? Wie reagieren die so Angesprochenen darauf? Können Anerkennungs- sowie Stigmatisierungsprozesse beobachtet werden? Wie äußern sich diese und wie reagieren die Betroffenen darauf? Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Selbstpräsentation und der Reaktion darauf?

    Ziel der Forschung war es, den Diskurs zu Partizipation in der Wohnungslosenhilfe zu erheben sowie Wünsche und Vorstellungen der Betroffenen sowie der Professionellen in diesem Kontext zu identifizieren. Daher waren zunächst die folgenden Fragen forschungsleitend: Wie wird die Forderung nach Partizipation der Betroffenen in der Praxis der Wohnungslosenhilfe umgesetzt? Auf welchen Ebenen geschieht dies (bzw. geschieht dies nicht)? Welche Wünsche und Anregungen werden im Feld geäußert? Das Forschungsprojekt ist im Oktober 2015 zunächst als Feldforschung mit teilnehmenden Beobachtungen gestartet. Weitere methodische Instrumente ergaben sich erst im Forschungsprozess. In einem zirkulären Prozess wurde auch die einschlägige Literatur recherchiert und aufbereitet. Aktuell werden die Ergebnisse auf Tagungen vorgestellt. Für 2018 ist eine Buchpublikation geplant.

    Aufbauend auf meinen Studien zur Wirksamkeit von Angeboten der Wohnungslosenhilfe habe ich untersucht, wie Menschen einzelne oder mehrere Phasen von (unfreiwilliger) Wohnungs-losigkeit überwinden konnten. Dabei sollen auch Parameter erfasst werden, die außerhalb des Wohnungslosenhilfesystems bzw. Hilfen angrenzender Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit liegen wie beispielsweise Partner/-innen, sonstige soziale Netzwerke oder besondere Lebensereignisse. Insgesamt sind bis zu 20 Leitfadeninterviews geplant, daneben wurde die (nur sehr spärlich vorhandene) deutsch- und englischsprachige Literatur zum Thema ausgewertet. [Ergebnisse: Siehe Publikationsliste]

    GrenzWerte ist ein Modellprojekt zur Prävention vor sexuellem Missbrauch von DREIST e. V., das von mir in einem mehrjährigen Verfahren evaluiert wurde. Im Projekt werden Jahre Mädchen und Jungen im Grundschulbereich sowie deren LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern geschult. Die Kinder werden u. a. theaterpädagogisch angesprochen, für die übrigen AdressatInnen werden Trainingseinheiten und Informationsveranstaltungen angeboten. Das Projekt wurde mit hohem partizipativen Anteil der Koordinatorinnen von DREIST e. V. evaluiert.

    Eine internationale Vergleichsstudie zu 14 europäischen Ländern. Über eine umfassende Litera-turrecherche sowie die Befragung von Expert(inn)en wurde u. a. erhoben, wie groß das Ausmaß des Problems in den ausgewählten Ländern ist, welche gesetzlichen Grundlagen es Eigentü-mer(inne)n ermöglichen, eine Räumungsklage aufgrund von Mietschulden einzureichen und letztendlich eine Wohnungsräumung durchführen zu lassen, und welche Möglichkeiten es für den sozialen Bereich gibt, eine Räumung aufgrund von Mietschulden zu verhindern. Die Ergebnisse wurden bei der European Research Conference von FEANTSA am 20.09.2013 in Berlin vor-gestellt, zz. werden Publikationen der Ergebnisse vorbereitet. Ein Vergleich Deutschland, Schweden und Niederlande wurde bereits in den zurückliegenden zwei Jahren angestellt, die Ergebnisse wurden publiziert.

    Fast alle Sozialarbeiter/-innen machen Hausbesuche, das Vorgehen dabei wird jedoch nur selten begründet und reflektiert. Anhand von Interviews mit Sozialarbeiter(inne)n und Adressat(inn)en Sozialer Arbeit sowie gründlicher Literaturrecherchen wurde untersucht, wie Hausbesuche in der Sozialen Arbeit gelingen können und welche Standards hierfür zu beachten sind. In der im August 2014 erschienenen Buchpublikation wurden ausgehend von den Forschungsergebnissen ein Vorschlag zur Systematisierung von Hausbesuchen gemacht sowie Empfehlungen für die Praxis zur Planung, Durchführung und Nachbereitung von Hausbesuchen gegeben. Ein Fachaufsatz mit ersten Ergebnissen war bereits 2013 publiziert worden sowie ein Vortrag im Rahmen der International Week unserer Partnerhochschule in Utrecht gehalten. Weitere Vorträge sind geplant.

    In einer Folgestudie zum „Erfolg“ in der Hilfe nach § 67 ff. SGB XII wurden die Ergebnisse der Vorstudie mit einer umfangreichen Aktenanalyse abgeschlossener Hilfefälle überprüft und ergänzt. Hierfür wurden abgeschlossene Hilfefälle bei vier Berliner Leistungsträgern (unter Berücksichtigung von Kriterien wie Ost/West, Innenstadt/Peripherie) überprüft. Dabei wurden vor allem die Betreuungsverläufe (Ausgangssituationen und Grad der Zielerreichung) untersucht. Über 500 Akten (Vollerhebung 2009) wurden in einer statistischen Analyse ausgewertet. Der Endbericht wurde im Februar 2012 vorgelegt, die Ergebnisse werden zz. bundesweit vorgestellt.

    Im Rahmen eines Seminars der ASH Berlin erfolgte die begleitende Evaluation der Berliner Jobcenter-Tour 2010 unter dem Motto "Irren ist amtlich. Beratung kann helfen", eine Aktion des Berliner Arbeitslosenzentrums in Kooperation mit der Liga der Wohlfahrtsverbände und der Landesarmutskonferenz Berlin im Juni und Juli 2010. Die mobile Beratung vor den 12 JobCentern wird durch einen Fragebogen evaluiert. Die Auswertung der statistischen Daten erfolgte im Rahmen eines Evaluationsberichtes durch Susanne Gerull.

    Im Auftrag der Europäischen Kommission hat die University of Dundee mehrere Unterverträ-ge vergeben. Ziel der europaweiten Untersuchung ist es festzustellen, ob der (überwiegend registergestützte) Zensus 2011 zur Quantifizierung von Wohnungslosen (bzw. Untergruppen von Wohnungslosen) genutzt werden kann. Für Deutschland habe ich hierfür die einschlägi-gen Dokumente analysiert und die Verantwortlichen bei den Ministerien, dem Statistischen Bundesamt etc. interviewt Im Abschlussbericht zum Januar 2009 wurden die Chancen und Grenzen herausgearbeitet sowie Empfehlungen gegeben, welche Bedingungen ein Melde-register haben müsste, um belastbare Daten zum Umfang der Wohnungslosigkeit generieren zu können.

    Jugendliche, die eine Therapeutische Jugendwohngemeinschaft als Lebensort benötigen, leiden unter manifesten, in der Regel lebensgeschichtlich bedingten Verhaltensauffälligkeiten und/oder psychiatrischen Störungen. Für diese Klientel besteht ein gesetzlicher Anspruch (nach §§ 27 in Verbindung mit 34 oder 35a SGB VIII) auf eine psychologisch-therapeutisch geleitete, sozialpädagogische Hilfe mit einer grundsätzlich anderen Betreuungsqualität. Bisher liegen keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über Wirkungen/Ergebnisse der Arbeit in den TWGs vor.Mitglieder des Arbeitskreises therapeutischer Jugendwohngruppen Berlin (AK TWG) in Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin führten 2008-2009 eine explorative Katamnesestudie zur Betreuungsqualität in TWGs durch. Die Untersuchung wurde als Kombination aus qualitativen und quantitativen Herangehensweisen mit halbstrukturierten Interviews auf der einen und quantitativen Fragebögen und Testverfahren auf der anderen Seite durchgeführt. In die Auswertung wurde ein gendersensibles Verfahren nach Hagemann-White einbezogen, um geschlechtsspezifische Aspekte entsprechend berücksichtigen zu können. Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsprojekts hatte Prof. Dr. Silke Gahleitner(ASH Berlin).

    2003 wurden die niedrigschwelligen Dienste bereits evaluiert. 2008/2009 erfolgte nun eine erneute Evaluation. Im Sinne einer ‚Nachschau’ standen diesmal spezifische Themen wie geschlechtssensible Beratung, die Zielgruppe junge Erwachsene und die Effekte der erbrachten Leistungen im Vordergrund. Auch sollte überprüft werden, ob die 2003 gegebenen Empfehlungen umgesetzt wurden. Die Evaluation wurde u. a. mithilfe eines Fragebogens an die zu evaluierenden Projekte sowie Leitfadeninterviews durchgeführt. Der Evaluationsbericht wurde im September 2009 bei der Berliner Senatsverwaltung für Soziales eingereicht.

    Mit dem Frühjahr 2007 startete der Verein DREIST e. V. ein Primärpräventionsprojekt vor sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen im Landkreis Barnim. Hierbei sollen über drei Jahre Mädchen und Jungen im Vorschul- und Grundschulbereich sowie deren LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern geschult werden. Die Kinder werden theater-, kunst-, spiel- und erlebnispädagogisch angesprochen, für die übrigen AdressatInnen werden Trainingseinheiten und Informationsveranstaltungen angeboten. Das Projekt wird mit hohem partizipativen Anteil der Koordinatorinnen von DREIST e. V. evaluiert. In der ersten Phase wurde ab Frühjahr 2007 der Fokus auf die beteiligten LehrerInnen und ErzieherInnen gelegt, die mittels Fragebogen und Gruppeninterviews zu ihren Wünschen und Erwartungen (vorher) sowie zur Wirkung des Projekts (nachher) befragt wurden. Darüber hinaus wurden die Veranstaltungen für die Kinder anhand eines Protokollbogens dokumentiert. In der zweiten Phase der Evaluation wurden seit 2009 auch die Eltern befragt sowie die Spiel- und Stärkungsübungen mit den Kindern dokumentiert. Der Endbericht wurde im Dezember 2010 vorgelegt.

    Auf Initiative der Unternehmensgruppe Gegenbauer hat die Deutsche Kinder- und Jugend-stiftung (DKJS) das Programm „Sommercamp futOUR“ entwickelt. Dieses wird mit Unterstüt-zung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport umgesetzt. Das Programm bot im Jahr 2006 80 Berliner HauptschülerInnen der siebten Klassen die Chance, an zwei dreiwö-chigen Sommercamps teilzunehmen und dabei Freizeitgestaltung und Spaß mit der Entwick-lung einer realitätsbezogenen beruflichen Orientierung zu verbinden. Die Umsetzung des Programms wurde durch eine Evaluationsstudie begleitet. Ziel der Evaluation war es, die Effekte und Wirkungen der Camps zu untersuchen und Bedingungen für eine Übertragung dieses pädagogischen Ansatzes, beispielsweise in andere Bundesländer, herauszuarbeiten. In der Evaluationsstudie wurde mit einer Methodentriangulation aus qualitativen und quanti-tativen Verfahren der empirischen Sozialforschung gearbeitet. Die Evaluation wurde 2006 vom Centrum für qualitative Evaluations- und Sozialforschung e. V. (ces) geleitet. Sie startete Ende Juni mit einer ersten Befragung der beteiligten Jugendlichen beim Vortreffen in Berlin sowie Gruppendiskussionen an einigen beteiligten Schulen und in einer zweiten Erhebungs-phase mit Befragungen und Gruppendiskussionen in den beiden Sommercamps vor Ort. Der Evaluationsbericht wurde Ende 2006 vorgelegt. Das Programm wurde 2007 fortgeführt und durch Susanne Gerull evaluiert. Der Evaluationsbericht wurde im Herbst 2007 vorgelegt.

    Zu Beginn des Forschungsprojekts 2005 war die zentrale Fragestellung unserer Studie, wie Kompetenzen und Wissen im beruflichen Alltag von SozialarbeiterInnen im Gesundheitsbereich akquiriert und erweitert werden, welchen Stellenwert Wissen einnimmt und wie die eigene Kompetenz eingeschätzt wird. Hierfür wurde ein umfangreicher Fragebogen, der auf einer Vorlage eines Forschungsteam um Prof. Synnöve Karvinen-Niinikoski, Helsinki University, Abt. Soziale Arbeit, basiert, bundesweit verschickt. Erst im Verlauf der ersten Auswertungen ist deutlich geworden, dass eine ergänzende qualitative Befragung in Form von Leitfadeninterviews sinnvoll und notwendig war, um die quantitativen Ergebnisse interpretieren und die sich daraus ergebenden neuen Fragen beantworten zu können. Der Fokus lag nunmehr auf drei Aspekten: Supervision als eines der wichtigsten Instrumente von Praxisreflexion, der veränderter Wissensbegriff und die subjektive Definition unserer InterviewpartnerInnen hierzu sowie die Frage nach der beruflichen Identität von SozialarbeiterInnen in multiprofessionellen Arbeitssettings. Die Ergebnisse wurden 2009 in Buchform publiziert.

    Im Auftrag der LIGA der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin wurden von mir die Projekte der Wohnungslosenhilfe und der Haftentlassenenhilfe im treuhänderischen LIGA-Vertrag untersucht. Im Fokus standen die Zielgruppen und das Leistungsangebot der zu evaluierenden Projekte. Hierfür wurden u. a. die strukturierten Sachberichte des Jahres 2002 ausgewertet und ExpertInneninterviews geführt. Der Abschlussbericht wurde im September 2003 vorgelegt. 

    Links:

    Vom 01.07.2003 bis 30.06.2004 wurde auf der Basis von § 19 (1) BSHG ein Beschäftigungsprojekt für wohnungs- und langzeitarbeitslose Menschen in Pankow finanziert. Beteiligte AkteurInnen waren neben den Wohnungslosen die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz, das Bezirksamt Pankow von Berlin (Abt. Sozialwesen), der Projektträger Pro Futura e. V. sowie die Servicegesellschaft Zukunft im Zentrum (ZiZ). In Form einer wissenschaftlichen Begleitforschung sollte ermittelt werden, ob und ggf. wie sich die Lebenssituation der Betroffenen durch die Aufnahme der Beschäftigung verändert hat, wie die Betreuung durch den Projektträger bewertet wird und an welchen Stellen Änderungen vorzunehmen sind, um das Modell auf andere Projekte übertragen zu können. Das Evaluationsgutachten wurde im November 2004 vorgelegt.

    Ziel meiner Forschung war es, einen Beitrag zur Optimierung des behördlichen Hilfesystems bei drohendem Wohnungsverlust durch Mietschulden zu leisten. Die Arbeit ist methodisch als Evaluation des Wohnungssicherungskonzeptes der Sozialen Wohnhilfe Berlin-Mitte angelegt. Ich untersuchte im Sinne einer Effektivitätskontrolle, ob die Maßnahmen und Instrumente des Sozialdienstes geeignet waren, die Ziele des Programms umzusetzen. Dabei wurde auch die Methode der aufsuchenden Sozialarbeit in der Wohnungssicherung erstmals empirisch überprüft. Die Zielvorgabe der dauerhaften Wohnungssicherung stand hierbei im Vordergrund. Um die beabsichtigten und nicht beabsichtigten Wirkungen des Handlungsmodells interpretieren und kausale Zuordnungen vornehmen zu können, erfolgte eine umfassende Darstellung der Rahmenbedingungen (Programmumwelt) in Form einer Kontextanalyse.

    Den theoretischen Rahmen meiner Untersuchung bildete dabei die neuere Armutsforschung. Unter Berücksichtigung der Definition von Armut als Kumulation von Unterversorgungslagen bzw. sozialen Benachteiligungen nahm ich eine ganzheitliche Betrachtung der Notlagen vor, in denen sich Menschen, die von Wohnungsverlust bedroht sind, befinden. Geschlechtsspezifische Besonderheiten wurden dabei explizit berücksichtigt.

    Mit Hilfe der Auswertung eines ganzen Mietschuldjahrganges der Sozialen Wohnhilfe in Form einer quantitativ angelegten Aktenanalyse habe ich eine Typologisierung der Klientel entwickelt und prozesshaft den Ablauf von Interventionen des Sozialdienstes und Reaktionen der betroffenen MietschuldnerInnen untersucht. Die Ergebnisse meiner Arbeit sollen die Entwicklung eines differenzierten Handlungskonzeptes für den behördlichen Sozialdienst und eine Übertragung auf andere Arbeitsfelder ermöglichen.

    Das Forschungsvorhaben wurde von 2000 - 2002 im Rahmen des Alice-Salomon-Stipendienprogramms gefördert. Es wurde 2002 abgeschlossen und als Dissertation an der Freien Universität, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, vorgelegt.

    Die Arbeit wurde 2003 veröffentlicht:
    "Behördliche Maßnahmen bei drohendem Wohnungsverlust durch Mietschulden" (2003). Berlin: KBW Fachbuchverlag. ISBN-Nummer 3-936151-08-3 

    Rezensionen:
    wohnungslos, Nr. 04/03, S. 160
    sozialextra, Nr. 04/04, S. 47 f.

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    Publikationen (Auswahl)

    • Gerull, Susanne (2016): Wege aus der Wohnungslosigkeit. Eine qualitative Studie aus Berlin. Berlin. Download unter https://opus4.kobv.de/opus4-ash/files/158/Wege_aus_der_Wohnungslosigkeit_Gerull.pdf

    • Gerull, Susanne (2014): Hausbesuche in der Sozialen Arbeit. Eine arbeitsfeldübergreifende empirische Studie. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich

    • Gerull, Susanne (2014): Programmevaluation. In: Gahleitner, Silke Birgitta/ Schmitt, Rudolf/ Gerlich, Katharina (Hg.): Qualitative und quantitative Forschungsmethoden für EinsteigerInnen aus den Arbeitsfeldern Beratung, Psychotherapie und Supervision. Coburg: ZKS Verlag, S. 97-106

    • Gerull, Susanne (2014): Evictions Due to Rent Arrears. A Comparative Analysis of Evictions in 14 Countries. In: European Journal of Homelessness, Nr. 2/2014, S. 137-155 [peer reviewed]

    • Gerull, Susanne/ Merckens, Manfred (2012): Erfolgskriterien in der Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Folgestudie: Aktenanalyse und Diskussion der Gesamtergebnisse. Uckerland: Schibri-Verlag

    • Gerull, Susanne (2011): Armut und Ausgrenzung im Kontext Sozialer Arbeit. Weinheim; Basel: Beltz Juventa

    • Sten-Åke Stenberg/ Lia van Doorn/ Susanne Gerull (2011): Locked out in Europe: A Comparative Analysis of Evictions Due to Rent Arrears in Germany, the Netherlands and Sweden. In: European Journal of Homelessness, Nr. 5.2, S. 39-61 [peer reviewed]

    • Gerull, Susanne (2011): Armut – Vom Ringen um Definitionen und Messregeln. In: Soziale Arbeit, Nr. 10/11.2011, Themenheft „Armut“, S. 364-371 [sowie wissenschaftliche Beratung der Redaktion zum Themenheft]

    • Gerull, Susanne (2009): Forschen im Grenzbereich. Hard-to-reach-Klienten als Zielgruppe in der Sozialarbeitsforschung – Beispiel wohnungslose Menschen. In: Blätter der Wohlfahrtspflege, Nr. 2/2009, S. 58-60

    • Gerull, Susanne (2009): Census 2011 in Germany. The Use of Population Register Data for Quantifying Certain Subgroups of Homeless People (paper for MPHASIS project). Berlin

    • Gerull, Susanne / Lenz, Martin (2008): Selbstevaluation als reflexives und gestaltendes Instrument in der Wohnungslosenhilfe – das „Projekt 2010“ in Karlsruhe. In: wohnungslos, Bielefeld, Nr. 2/2008, S. 60-63

    • Gerull, Susanne (2006): Measuring Homelessness at EU Level. Commissioned Country Paper // Germany (Summary). Expertise für die European Commission (Brüssel). In: EUROPEAN COMMISSION Employment, Social Affairs and Equal Opportunities DG (Hg): Measurement of Homelessness at European Union Level, S. 255-261. Online unter http://ec.europa.eu/employment_social/social_inclusion/docs/2007/study_­homelessness_en.pdf

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    Vorträge

    20.10.2017 "Alibi oder Voraussetzung für eine professionelle Unterstützung? Partizipation in der Wohnungslosenhilfe".Vortrag bei der 2. Bundestagung Erwachsenenstreetwork in Berlin

    18.10.2017 "Exklusion im Kontext von Wohnungsnotfällen. Der Karlsruher Weg aus sozialwissenschaftlicher Perspektive". Vortrag beim 5. Fachtag Armutsbekämpfung in Karlsruhe

    16.02.2017 „Armut in postfaktischen Zeiten. Zur gesellschaftlichen Wahrnehmung eines sozialen und politischen Problems“ 

    Vortrag bei der Veranstaltung „…und am Ende wohnungslos? Mieten, Einkommen und Erwerbsarbeit in Neukölln fallen immer mehr auseinander“ der Berliner MieterGemeinschaft

    29.09.2016 „Ein Beitrag zum Gelingen. Der Hausbesuch im BWF “

    Vortrag bei der 31. Fachtagung „Betreutes Wohnen in Familien“ in Bielefeld/Bethel

    27.09.2016 „EU-Migrant_innen in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe“

    Moderation eines Workshops beim Kongress „Bewegte Zeiten“ des Evangelischen Bundesfachverbands Existenzsicherung und Teilhabe e. V. (EBET)

    11.05.2016 „Interventionsmöglichkeiten bei drohendem Wohnungsverlust“ 

    Vortrag bei der Jahrestagung der BAG Schuldnerberatung in Berlin

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    Informationen für Studierende

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    Studentische Projekte (Auswahl)

    Zukunftswerkstatt Wohnungslosigkeit / Ergebnisse eines Werkstattseminars

    Angebote für die Obdachlosen-Uni - Aktion des Wahlpflichtseminars Armut, Arbeitslosigkeit und Wohnungslosigkeit