Bildungsprogramm der Frauen*beauftragten

Die Frauen*beauftragten entwickeln in jedem Semester auf Grundlage der Interessen und Vorschläge der Frauen* der ASH Berlin ein vielseitiges Bildungsprogramm. Das Frauen*bildungsprogramm bietet dabei drei verschiedene Komponenten:

  • Vermittlung von Gender-Inhalten und Gender-Kompetenzen - für alle
  • Vermittlung von Schlüsselkompetenzen - für Frauen*
  • Empowerment-Workshops - für spezifische Zielgruppen

Die Veranstaltungen sind offen für ASH-Angehörige aller Mitgliedergruppen sowie für externe Interessierte.

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Wintersemester 2019/20

Vermittlung von Gender-Inhalten und Gender-Kompetenz

Leitidee:

Gewichtsdiskriminierung ist die häufigste Form der Diskriminierung an Schulen, dennoch wird sie kaum adressiert. Dieses Seminar soll Ihnen einen Einblick geben, wie stark das Dicksein das Leben und Erleben von dicken Kindern bestimmt. Die Sensibilisierung für Gewichtsdiskriminierung ist dabei nur der erste Schritt. Sie sollen in die Lage versetzt werden, präventiv und interventiv arbeiten zu können, denn in einer Gesellschaft, die den dicken Körper ablehnt, brauchen dicke Kinder Verbündete.

Themen:

 - Gewichtsdiskriminierung

- Teilhabe / Chancengleichheit

- Body-Shaming

- Body-Positivity

- Schönheitsideal

- Gute Dicke, schlechte Dicke

- Präventionsmaßnahmen wie z.B. „gesunde“ Ernährung

- Essstörungen

- Alternative Ansätze wie z.B. Health At Every Size (HAES)

Methoden:

- Vortrag

- Brainstorming

- Buzz-Groups

- Graffiti

Lernziele:

- Sensibilisierung für Gewichtsdiskriminierung

- Prävention von Gewichtsdiskriminierung

- Strategien des Empowerments

Literatur:

Die Teilnehmer_innen erhalten im Workshop Literaturempfehlungen für die Vertiefung der Inhalte.

Informationen:
Seminarzeitraum: Di: 22.10.2019 (11.00 - 18.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH, wird noch bekannt gegeben

Teilnahmezahl: 20

Dozent_in: Natalie Rosenke, Vorsitzende der Gesellschaft für Gewichtsdiskriminierung

Zielgruppe: Fachkräfte der Sozialen Arbeit und in pädagogischen Berufen, die mit dicken Kindern und Jugendlichen arbeiten

Teilnahmegebühr: Angehörige der ASH 5,00 €, Externe Teilnehmer_innen 15,00 €, Studierende anderer Hochschulen oder Leistungsbezieher_innen nach SGB II und XII (bei Vorlage eines entsprechenden Beleges) 7,50 €

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Leitidee

Nach einer Einführung in gegen Frauen* gerichtete Cybergewalt werden wir über die gesellschaftlichen Implinationen und Folgen für Frauen* sprechen. Danach beschäftigen wir uns mit Schutzmechanismen, von denen wir eine kleine Auswahl genauer betrachten.

Themen

- Cybergewalt

- Cyberstalking

- Hatespeech

- Shitstorm

- Digitale Selbstverteidigung

- Digitale Mündigung

 - Chilling Effect

Methoden

- Vortrag

- Gruppenarbeit

- Diskussion

Lernziele

- Keine Voraussetzungen

- Grundwissen wird erworben

- Überblick in digitale Selbstverteidigung

 - Eine oder zwei konkrete Anwendungen

Literatur

Marc-Uwe Kling (2017): QualityLand (nicht obligatorisch)


Informationen

Seminarzeitraum: Mi 11.12.2019 (10.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH Berlin, wird noch bekannt gegeben

Teilnahmezahl: 25

Dozent_in: Leena Simon, Netzphilosophin, IT-Beraterin im Anti-Stalking-Projekt im Frieda Frauenzentrum

Zielgruppe: alle Frauen* und Männer aller Mitgliedergruppen 

Teilnahmegebühr: Angehörige der ASH Berlin 5,00 €, externe Teilnehmer/-innen 15,00 €, Studierende anderer Hochschulen oder Leistungsbezieher/-innen nach SGB II und XII (bei Vorlage eines entsprechenden Beleges) 7,50 €

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Leitidee

Als Klassismus wird die Diskriminierung aufgrund der sozialen Herkunft oder sozio-ökonomischen Position bezeichnet. Klassismus enthält Menschen Ressourcen vor und würdigt sie herab. Betroffen sind zum Beispiel erwerbslose, arme und wohnungslose Menschen. In der Fortbildung werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Was ist Klassismus? Welche Auswirkungen haben klassistische Machtverhältnisse? Wie sind Klassismus und andere Diskriminierungsformen, z. B. SexismusRassismus, und Transfeindlichkeit, dabei miteinander verstrickt? Wie kann eine klassismuskritische und geschlechterreflektierte Praxis umgesetzt werden? 

Themen

-       Geschichte des Konzeptes Klassismus

-       Klassismus als Diskriminierungskategorie: Formen, Ebenen, Definitionen

-       Feministische und queere Perspektiven auf Klasse/Klassismus

-       Auseinandersetzung mit der eigenen Klassenherkunft und die Auswirkung auf das pädagogische Handeln

-       Was tun gegen Klassismus auf individueller und struktureller Ebene?

-       Intersektionale Perspektiven auf Klassismus

Methoden

-       Reflexion eigener Lebenserfahrung

-       Austausch in der Gruppe,

-       Inputs und Visualisierungen

-       Perspektivwechsel

Lernziele

-       Grundlagenwissen zu Klassismus

-       Geschlechterreflektierte, intersektionale Perspektiven auf Klassismus 

 

Informationen

Seminarzeitraum: Do 23.01.2020 (10.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH Berlin, wird noch bekannt gegeben

Teilnahmezahl: 24

Dozent_in: Francis Seeck, BA Kulturwissenschaften, MA Europäische Ethnologie, Antidiskriminierungstrainer_in

Zielgruppe: alle Hochschulangehörigen (Frauen*, Männer*, Trans*, Inter*, nicht-binäre Menschen) 

Teilnahmegebühr: Angehörige der ASH Berlin 5,00 €, externe Teilnehmer/-innen 15,00 €, Studierende anderer Hochschulen oder Leistungsbezieher/-innen nach SGB II und XII (bei Vorlage eines entsprechenden Beleges) 7,50 €

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Vermittlung von Schlüsselkompetenzen für Frauen*

Leitidee

Konsens ist Trumpf - dann gibt es keine Sieger_innen oder Verlierer_innen. Im Bewerbungsprozess ist es oft notwendig, eigene Interessen zu Gehalt, Arbeitszeit und anderen Rahmenbedingungen zu vertreten.
Grundsätzlich gilt hierbei: Vor einer Verhandlung sollten Sie genau wissen, was Sie erreichen wollen.

Themen

- Meine Positionen und Ziele im Bewerbungsprozess

- Hilfreiche kommunikative Strategien zur Stärkung der eigenen Position

Methoden

  • Im Rollenspiel werden Verhandlungssituationen durchgespielt und ausgewertet.
    Auf Wunsch kann auch mit Video-Feedback gearbeitet werden.

Informationen

Seminarzeitraum: Fr 29.11.2019 (10.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH Berlin, wird noch bekannt gegeben

Teilnahmezahl: 20

Dozent_in: Mechthild Scott, Informationswissenschaft/Erziehungswissenschaft (M.A.); Systemischer Business Coach (SG), Trainerin für Diversity Management (EWdV)

Zielgruppe: Frauen* aller Mitgliedergruppen der Hochschule

Teilnahmegebühr: Angehörige der ASH Berlin 5,00 €, externe Teilnehmer/-innen 15,00 €, Studierende anderer Hochschulen oder Leistungsbezieher/-innen nach SGB II und XII (bei Vorlage eines entsprechenden Beleges) 7,50 €

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Leitidee:

Anlässe für Verhandlungen gibt es alltäglich: Arbeitsverteilung, Gehalt oder andere Ressourcen, Durchsetzen von Freiräumen oder Zeiten bei Vorgesetzten, Rollenverteilung im Team usw.

Im Rahmen des Workshops lernen Sie, Verhandlungsanlässe und -optionen zu identifizieren und üben, wie Sie dort selbstbewusst und klug agieren. Der Workshop bietet Ihnen neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen praktische Trainings- und Erfahrungsmöglichkeiten.

Themen:

 -       Zielgerichtete Vorbereitung von Verhandlungen

-       Eigene Interessen definieren - Interessen der anderen Seite erkunden

-       Verhandlungsspielräume; Optionen und Rückzugspositionen erarbeiten

-       Innere und äußere Haltung bei Verhandlungen

-       Tipps für den Umgang mit Unfairness

Methoden:

-       Fallsimulation u. Rollenübungen mit Feedback

-       Gruppendiskussion, -arbeit

-       Selbstreflexion

-       Trainerinnen-Input

Lernziele:

-       eigene Themen einbringen, sich ausprobieren und aktiv mitmachen

-       eigene Interessen und Ziele kennen, klar benennen u. sicher vertreten

-       Verhandlungsspielräume erkennen u. nutzen

-       körpersprachlich u. verbal wirkungsvoll agieren

-       mit Unfairness der anderen Seite souverän umgehen


Informationen:

Seminarzeitraum: Fr/Sa: 17./18.01.2020 (10.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH, wird noch bekannt gegeben

Teilnahmezahl: 12

Dozent_in: Jutta Wepler, langjährige Lehrerin in der Erwachsenenbildung; seit 1999 selbständige Trainerin und Coach, speziell: Empowerment von Frauen in Wissenschaft und Forschung, Führungskräftetraining und –Coaching)

Zielgruppe: Frauen* aller Mitgliedergruppen der Hochschule, berufstätige Frauen*

Teilnahmegebühr: Angehörige der ASH 10,00 €, Externe Teilnehmer_innen 30,00 €, Studierende anderer Hochschulen oder Leistungsbezieher_innen nach SGB II und XII (bei Vorlage eines entsprechenden Beleges) 15,00 €

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Empowerment-Workshops

Leitidee:

Studierende of Color/Schwarze Studierende leben, denken und forschen an deutschen Hochschulen. Doch die Probleme einer durch Rassismus geprägten Hochschullandschaft werden allzu oft auf uns abgeladen. Welche Umgangsstrategien gibt es? Gemeinsam erarbeiten wir uns einen Werkzeugkoffer verschiedener Methoden im Umgang mit dieser Umgebung.

Themen:

- Diversify vs Decolonize

- Ungewollte Vertreter*innenrolle

- Lehren ohne Bezahlung oder „Dann mach du doch mal ein Input dazu, wenn es dir so wichtig ist“

- Verwehren, ertragen, ansprechen, aufbrauchen – was ist wann richtig für wen?

- Ein_ander Raum geben – solidarisch miteinander ohne Handlungszwang-geht das?

- Interdependente, Interdisziplinäre Lebensrealitäten – Privilegien innerhalb der Community(s)

Methoden:

Die Methodiken sind immer freiwillig, das Auswählen der richtigen Methode für das Selbst ist nicht nur erlaubt, sondern sehr gewünscht!

- Gruppen und Einzelarbeiten

- Austausch

- Körperarbeit

- Schreibübungen

Lernziele:

- Keine Voraussetzung, egal ob oder welches Semester, PhD oder Qualifikationskurs für eine Uni

- Wertschätzung der eigenen Resilienz

- Erstellung eines Werkzeugkastens

- Strukturbildung für gegenseitige Unterstützung

Literatur:

Christiane Hutson (2010): Mehrdimensionale Verletzbar

ein_geschrieben - Rassismus an deutschen Hochschulen

Informationen:
Seminarzeitraum: Mo/Di: 11./12.11.2019 (9.00 - 16.00 Uhr)

Ort: Seminarraum an der ASH, wird noch bekannt gegeben

Das Gebäude ist rollstuhlgerecht.

GEBÄRDENDOLMETSCHER KÖNNEN LEIDER NICHT GESTELLT WERDEN.


Teilnahmezahl: 15

Dozent_in: SchwarzRund, (B.A.) Kulturwissenschaft/Gender Studies

Zielgruppe:

Für Schwarze f*l*t*i*q* und f*l*t*i*q* of Color , die Mehrfach-Diskriminierungen über_leben (z.B. Behindert und Schwarz, of Color und mit Fluchterfahrung...)

Teilnahmegebühr: Entfällt

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Leitidee:

Wendo heißt „Weg der Frauen*“. Es wurde in den 70er Jahren für Frauen* und Mädchen in Kanada entwickelt. Von dort brachten es Feministinnen* nach Europa, und seitdem wird es immer weitergegeben und gemeinsam weiterentwickelt. Es geht nicht nur um körperliche Gewaltsituationen auf der Straße, sondern auch um psychologische Komponenten – angefangen bei kleinen „Alltagssituationen“ – in denen wir z. B. respektlos behandelt werden.

Themen:

Wo beginnen für mich Grenzverletzungen? Wo sind meine Grenzen? Welche Techniken halte ich für mich für anwendbar und passend und welche mag ich nicht einsetzen? Wie kann ich mein Handeln und Erleben bestimmen?

Ein Workshop voller Austausch über Erfahrungen, Erlebnisse und Strategien, sich selbst zu schützen und zu wehren. Wir können über bedrohliche Situationen reden und uns ausprobieren. Wie wir uns selbst behaupten und verteidigen und unsere eigenen Grenzen erkennen und setzen können, steht im Vordergrund des Workshops. Ihr bestimmt einen Teil des Workshop-Inhalts mit. Wir möchten einen respektvollen Umgang miteinander in einem geschützten Raum schaffen.

Methoden:

Wir wenden Techniken zur Atmung, dem Stand, dem Einsatz der Stimme, der Wahrnehmung, der Körpersprache und der Entspannung an. Außerdem probieren wir uns in Rollenspielen, Spielen, Schlag-, Tritt- und Befreiungstechniken aus und lernen Angriffsziele kennen.

Voraussetzungen: keine Sportlichkeit oder Vorerfahrung nötig, der Workshop soll es allen Frauen* ermöglichen teilzunehmen. Bringt bequeme Kleidung und Verpflegung mit.

Informationen

Seminarzeitraum: Sa/So: 01./02.02.2020 (10.00 - 17.00 Uhr)

Ort: Bewegungsraum an der ASH Berlin

Teilnahmezahl: 16

Dozent_in: Elise (Trainerin für Wendo – Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Frauen, Mädchen, Lesben Trans*, Inter; Kickboxen; Wirbelsäulentraining im Verein, an Schulen, an Hochschulen, in Workshops)

Zielgruppe: Frauen* aller Mitgliedergruppen aller Hochschulen

Teilnahmegebühr: Entfällt

Anmeldung: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu 

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Allgemeine Hinweise

Die Veranstaltungen finden - sofern nicht anders angegeben - in den Räumen der ASH Berlin statt.

Die Räume sind barrierefrei.

Falls Sie einen spezifischen Bedarf oder Fragen zur Barrierefreiheit haben, wenden Sie sich bitte an das Büro der Frauen*beauftragten.

Laut Berliner Bildungsurlaubsgesetz sind die Veranstaltungen als Bildungsurlaub anerkannt.

Für Angehörige der ASH Berlin beträgt die Kostenpauschale für eintägige Veranstaltungen 5,00 Euro und für zweitägige Veranstaltungen 10,00 Euro.

Externe Teilnehmer_innen zahlen eine Kostenpauschale von 15,00 Euro für eintägige Veranstaltungen und für zweitägige Veranstaltungen 30,00 Euro.

Leistungsbezieher_innen nach SGB II und XII sowie Studierende anderer Hochschulen zahlen für eintägige Veranstaltungen 7,50 Euro und für zweitägige Veranstaltungen 15,00 Euro bei Vorlage eines entsprechenden Beleges, der der Anmeldung beizufügen ist. Bitte die Kostenpauschale zusammen mit der Anmeldung bezahlen.

Die Empowerment-Workshops sind kostenfrei.

In begründeten Ausnahmefällen kann die Kostenpauschale für die Veranstaltungen erlassen werden. Bitte wenden Sie sich hierfür an das Büro der Frauen*beauftragten.

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Ansprechpartnerin

Jana Meincke

Mitarbeiterin im Büro der Frauen*beauftragten

Raum 320

Montag und Dienstag an der ASH Berlin, Mittwoch Homeoffice

T +49 30 99245320

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