Aktuelles

Die Crux mit dem Sternchen - gendersensible Sichtbarkeit an der ASH Berlin

An der ASH Berlin gibt es eine Frauen*beauftragte und ein Frauen*büro. Der Asterisk (*) hinter "Frauen" diente dabei bisher als Verweis auf den Konstruktionscharakter von Geschlecht. Es sollte verdeutlichen, dass sich der Begriff „Frau*“ hier auf alle Personen bezieht, „ die sich unter der Bezeichnung "Frau" definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen“. Dieser Prozess der Sichtbarmachung, der Geschlechter jenseits von einem binären System mit darstellen sollte, wirkt in der hier gewählten Formulierung aber auch ausgrenzend.

Als Frauen sind alle jene Menschen zu verstehen, die sich selber als Frauen definieren. Das gilt selbstverständlich auch für trans, inter oder nicht -binäre Frauen. Um diese sichtbar zu machen, braucht es kein (*), außer um sie erneut als "anders" als cis-Frauen zu markieren.

Der Prozess, von außen als „Frau“ definiert zu werden, wie in der obigen Formulierung, wiederholt eine gewaltförmige Einordnung von Menschen, die keine Frauen sind . Dies betrifft trans, inter und nicht-binäre Personen, die sich sich selbst als nicht-binär, genderqueer, als Männer, divers oder unter anderen Begrifflichkeiten selbst beschreiben. Geschlecht ist ein Spektrum, und wo Personen sich auf diesem Spektrum verorten, obliegt allein ihnen und nicht der Zuschreibung von außen. Der Wunsch nach einer inklusiven Formulierung führt in der bisher verwendeten Definition leider zu einem Ausschluss. Sprache geschlechterinklusiv zu gestalten ist ein Prozess, in dem wir auch uns selbst immer wieder kritisch hinterfragen. Wir werden auf diese Definition daher ab sofort verzichten.

Was bedeutet dies nun für das Frauen*büro? Für wen ist das Frauen*büro ansprechbar?

Die Aufgaben der Frauen*beauftragten sind im Berliner Hochschulgesetz festgelegt. Hier heißt es: „Die Frauenbeauftragten wirken auf die Herstellung der verfassungsrechtlich gebotenen Chancengleichheit der Frauen in der Hochschule und auf die Beseitigung bestehender Nachteile für weibliche Angehörige der Hochschule hin“ (§ 59 Abs. 4).

An der ASH Berlin ist uns diese Festlegung nicht inklusiv genug. Wir sind ansprechbar für alle Hochschulangehörigen, Bewerber_innen und Interessierte, die aufgrund ihres Geschlechts oder geschlechtlicher Zuschreibungen Beratungs-, Unterstützungs- oder Austauschbedarf haben. Dies gilt im Besonderen für Personen, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen Positionierung verletzlicher für Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen sind. Die Arbeitsweise des Frauen*büros ist dabei intersektional und multiperspektivisch. Das bedeutet, dass wir uns der spezifischen Erfahrung durch die Überschneidung gesellschaftlicher Positionierungen – als Schwarze Frau, als nicht-binäre Person mit Behinderung, als trans Mann mit Klassismuserfahrungen – bewusst sind und sie versuchen, bei der Gestaltung der Gleichstellungspolitik an der ASH Berlin weitgehend zu berücksichtigen. Es ist uns ein Anliegen, mehr Chancengerechtigkeit zu schaffen und aktiv dazu beizutragen, Diskriminierung zu verhindern.

Wir verwenden das (*) als Selbstbezeichnung der Frauen*beauftragten und als Frauen*büro daher weiterhin im Titel, um sichtbar zu machen, dass wir für mehr Menschen als „nur“ Frauen ansprechbar sind.

Corona und Büro der Frauen*beauftragten

Seit dem 20. März 2020, 15 Uhr befindet sich die Hochschule im Präsenznotbetrieb. Das Hochschulgebäude ist geschlossen. Alle wichtigen Informationen dazu und weitere wichtige Regelungen für alle Hochschulmitglieder finden Sie unter:

www.ash-berlin.eu/informieren/corona/

 

Erreichbarkeit des Frauen*büros

Aufgrund der aktuellen Situation können wir bis auf weiteres die Beratungen und Termine nicht vor Ort anbieten. Sie erreichen uns aber weiterhin unter frauenbeauftragte@ash-berlin.eu bzw. über unsere persönlichen E-Mail-Adressen (s.u.). Wir versuchen Ihre Beratungswünsche und Anfragen so schnell wie möglich zu bearbeiten.

Verschiebung aller Seminare auf das Wintersemester 2020/2021

Die Seminare im Rahmen des Frauen*bildungsprogramms wurden in das Wintersemester 2020/2021 verschoben und finden als digitale Angebote statt.

Informationen für Personen mit Familienaufgaben

 

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise gibt es nach und nach neue Regelungen für Beschäftigte und Studierende. Aspekte, die Personen mit Familienaufgaben betreffen, sind auf den Seiten des Familienbüros zusammengefasst: www.ash-berlin.eu/index.php

Aufgaben der Frauen*beauftragten

Die Frauen*beauftragten unterstützen die Alice Salomon Hochschule auf vielfältige Weise, ihrem Anspruch auf Geschlechtergerechtigkeit näherzukommen. Ihre Rechte und Pflichten ergeben sich im wesentlichen aus dem Berliner Hochschulgesetz.                                      
Leitbild                                

Das Team der Frauen*beauftragten arbeitet sowohl auf struktureller als auch individueller Ebene gegen Diskriminierung und für Empowerment von Frauen*. Dazu gehört beispielsweise Beratung zu Geschlechterfragen,  Unterstützung bei Diskriminierung und sexueller Belästigung, die Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten und Maßnahmen zur Frauen*förderung sowie die Beratung und Unterstützung aller Einrichtungen und Gremien der Hochschule in Fragen der Gleichstellungspolitik. Angestrebt wird die Verankerung von Gender- und Diversity-Kompetenzen in Lehre und Hochschulkultur

Denn auch, wenn der Frauen*anteil in allen Mitgliedergruppen der ASH Berlin inzwischen relativ hoch ist,  bedarf es der nachhaltigen Förderung der Chancengleichheit. Die Erfahrung zeigt, dass nur mit gezielten Strategien die Unterrepräsentanz vom Frauen* unter Professuren und Führungskräften aufgehoben werden kann. Auch zeigt es, dass nach wie vor die Barrieren für manche Gruppen von Frauen* besonders hoch sind. Die ASH Berlin setzt sich auch gesellschaftspolitisch dafür ein, die ehemaligen ‚Frauenberufe‘ in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege, Erziehung und Bildung (SAGE), zu akademisieren. Ziel ist es, die Berufe mit mehr Berufsautonomie, höheren Gehältern, einem höheren gesellschaftlichen Status, Aufstiegsmöglichkeiten sowie mit fachspezifischer Forschung aufzuwerten. Dafür muss Frauen*, die in der Praxis tätig sind, der Weg in die Wissenschaft ermöglicht werden.

Das Team der Frauen*beauftragten arbeitet mit und für alle Hochschulangehörigen: Studierende, Beschäftigte, Lehrende. Es erkennt Unterschiede unter Frauen* an und ist bestrebt, komplexe Lebensrealitäten, mehrdimensionale Diskriminierungserfahrungen und das Ineinandergreifen von Machtungleichheiten in der Arbeit miteinzubeziehen.

Unsere Angebote:

  •  Beratung und Unterstützung von Individuen und Einrichtungen der Hochschule zu allen Fragen rund um Geschlecht, z.B. Diskriminierung und sexualisierte Belästigung und Gewalt, Trans*beratung, Förderung von Geschlechterforschung, Vernetzung mit Frauen*projekten und queeren/LSBTI* Initiativen, geschlechtergerechte Sprache, Hochschulpolitik, etc. etc.

  • Bildungsprogramm - Manche Veranstaltungen sind für alle Menschen offen, andere sind ausschließlich für Frauen* oder für Trans*personen.

  • Gender Magazin „Quer!“ – aktuelle Debatten rund um Gender und Feminismus. Ausgaben liegen im Eingangsbereich der Hochschule aus und sind auch online erhältlich. Es besteht die Möglichkeit, selber Artikel zu verfassen und/oder im Redaktionsteam mitzuwirken.

  • E-Mail-Newsletter mit aktuellen Terminen, Veranstaltungshinweisen, Stellenausschreibungen und anderen Infos zu Genderfragen und Gleichstellungspolitik. Anmeldung online

  • Verschiedenste Veranstaltungen, z.B. Aktionen zum Tag gegen Gewalt an Frauen*, Vorträge zu Genderthemen – oft in Zusammenarbeit mit internen und externen Partner_innen

  • Bücher-Fächer für Student_innen, die aufgrund von unterschiedlichen Einschränkungen durch einen Ablageplatz entlastet werden können.

Für Fragen zur Vereinbarkeit von Studium und Beruf mit Familie ist das Familienbüro Ansprechpartner.

Erste Anlaufstellen und Informationen bei Diskriminierung allgemein

Gendersensible Sprache

Das Gendersternchen (*) hinter "Frauen" diente bisher als Verweis auf den Konstruktionscharakter von Geschlecht.  Dieser Prozess der Sichtbarmachung, der Geschlechter jenseits von einem binären System mit darstellen sollte, wirkt in der hier gewählten Formulierung aber auch ausgrenzend.
Wir verwenden das (*) als Selbstbezeichnung der Frauen*beauftragten und als Frauen*büro weiterhin im Titel, um sichtbar zu machen, dass wir für mehr Menschen als „nur“ Frauen ansprechbar sind.

Die vollständige Erklärung des Frauen*büros dazu gibt es hier: Die Crux mit dem Sternchen

Hier finden Sie einige Hinweise zu gendersensibler Sprache an der ASH.

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Quer - Das Gendermagazin der ASH Berlin

Die Quer wird von den Frauen*beauftragten herausgegeben und bietet einen intersektionalen Blick aus unterschiedlichen Perspektiven auf die aktuellen Debatten rund um Gender und Feminismus. 

Das Magazin erscheint einmal im Jahr. Es ist online im pdf-Format und als Printausgabe an der ASH Berlin erhältlich.

Gendermagazin Quer – Überblick über alle Ausgaben  

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Newsletter des Frauen*büros

Über die E-Mail-Mailingliste des Frauen*büros erhalten Sie unseren monatlichen Newsletter und somit spannende Infos rund um gender- und gleichstellungspolitische Veranstaltungen, Jobangebote oder Initiativen.

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Gender in Forschung und Lehre

Gender spielt in der Lehre und Forschung an der ASH Berlin, aber auch darüber hinaus eine große Rolle. Hier erhalten Sie Informationen zu Professuren mit  Gender-Schwerpunkt an der ASH und an anderen Berliner Hochschulen, zu aktuellen Forschungsprojekten und Zugang zur Mailingliste Genderforschung: Gender in Forschung und Lehre

Ansprechpartnerinnen

Das Büro der Frauen*beauftragten der ASH Berlin

Alice-Salomon-Platz 5

12627 Berlin

E-Mail: frauenbeauftragte@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Fax:     030 / 99245 245

 

Frauen*beauftragte

Josephine Bürgel

Frauen*beauftragte, Erstberaterin bei (sexualisierter) Diskriminierung und Gewalt

Raum 322

Termine z.Zt. nur nach Vereinbarung per Email über frauenbeauftragte@ash-berlin.eu.

T +49 30 99245 322

Stellvertretende Frauen*beauftragte

Savira Pervaiz

Stellvertretende Frauen*beauftragte, Erstberaterin bei (sexualisierter) Diskriminierung und Gewalt

Raum 322

T +49 30 99245 321

Simone Wibbeke

Stellvertretende Frauen*beauftragte, Referentin für Gleichstellung

Raum 320

Arbeitszeiten Montag bis Donnerstag

T +49 30 99245 321

Referentin der Frauen*beauftragten

Simone Wibbeke

Stellvertretende Frauen*beauftragte, Referentin für Gleichstellung

Raum 320

Arbeitszeiten Montag bis Donnerstag

T +49 30 99245 321

Projektmitarbeiter_in Berater_innen-Netzwerk

Peps Gutsche

Projektmitarbeit Berater_innen-Netzwerk

Raum 320

T +49 30 99245 321

Mitarbeiterin im Büro der Frauen*beauftragten

Gianna Faust

Verwaltung Büro Frauen*beauftragte

Raum 320

Arbeitszeiten Montag, Dienstag und Donnerstag

 

T +49 30 99245 322