Personalrat der studentischen Beschäftigten

Wir vertreten als jährlich gewähltes Gremium der Hochschule die studentischen Beschäftigten und haben auf dieser Seite einige wichtige Informationen zum Jobben als studentische Beschäftige bzw. studentischer Beschäftigter an der Alice Salomon Hochschule Berlin zusammengestellt.

Falls Ihr Fragen habt, schreibt uns gern eine Mail

Aufgaben & Ziele

Wir stehen allen studentischen Beschäftigten der ASH Berlin jederzeit als Ansprechpartner/-innen zur Verfügung.
Folgende Aufgaben haben wir uns für die nächste Zeit vorgenommen:

  • Informationspool für alle studentischen Beschäftigten sein (z.B. Fragen bei Urlaub, Krankheit, Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Probleme und Beschwerden annehmen und bearbeiten)
  • Die Einhaltung der Arbeitnehmer/-innenrechte, wie Abschluss von Verträgen mit einer Dauer von vier Semestern
  • Ausschreibungen öffentlicher und transparenter gestalten  

Ziele für unsere Arbeit sind:

  • möglichst lange Beschäftigungsdauer
  • gute Zusammenarbeit mit der Hochschule
  • überschaubare Verfahren für alle Beteiligten
  • gute Arbeitsbedingungen
  • Einhaltung des Arbeitsschutzes
  • Vertretung der Interessen der Beschäftigten

NEU: Ab WiSe18/19 bieten wir einmal monatlich eine Sprechstunde an. Diese wird jeden 1. Montag im Monat von 10 bis 11:30 Uhr im Personalratsraum (G009) stattfinden.
Der nächste Termin ist der 05.11.18


In dringenden Fällen empfehlen wir euch für arbeitsrechtliche Fragen das Beratungsangebot des RefRats der Humboldt Universität. Schreibt uns auch gern Eure Fragen per Mail! 

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Informationen zum Arbeitsverhältnis

Es wird das Gerücht verbreitet, dass der Personalrat der studentischen Beschäftigten Einstellungen und Weiterbeschäftigungen von studentischen Beschäftigten verhindern würde. Das ist nicht der Fall.

Obwohl Weiterbeschäftigungen unserer Mitbestimmung unterliegen würden, haben wir seit Beginn unserer Amtszeit keinen einzigen Antrag auf Weiterbeschäftigung erhalten. Auch den Einstellungs-Stopp haben wir nicht zu verantworten. Während unserer gesamten Amtszeit haben wir nur eine einzige Einstellung abgelehnt.

Wir gehen davon aus, dass die ASH Berlin die Erhöhung unseres Lohns durch den neuen Tarifvertrag (TV Stud 3) als Anlass nimmt keine neuen studentischen Beschäftigten einzustellen. Zudem klagte sich eine Studentin der HU Berlin erfolgreich in den Tarifvertrag der Länder(TV-L) ein. Dem Urteil und den aktuellen Gesetzen (Berliner Hochschulgesetz, Wissenschaftszeitvertragsgesetz) zufolge dürfen “studentische Hilfskräfte” nur in Forschung, Lehre und Kunst eingesetzt werden. Alle weiteren Tätigkeiten, z.B. in der Verwaltung oder der Bibliothek,müssten eigentlich nach dem TV-L bezahlt werden. Das wussten die Hochschulen aber nicht erst seit Kurzem. Sowohl die ASH Berlin als auch die HU Berlin haben jahrelang Personalkosten auf dem Rücken der Studierenden gespart. Vermutlich um nun weitere Klagen zu vermeiden, werden Stellen, die nicht unter den Tarifvertrag für studentische Beschäftigte fallen, nicht mehr verlängert und es gibt keine Weiterbeschäftigungen bzw. Einstellungen. Die Schuld hierfür schieben beide Hochschulen den studentischen Personalräten zu.

Wir sind der Meinung, dass für gleiche Arbeit auch gleicher Lohn gezahlt werden sollte. Studierende dürfen nicht für die gleichen Aufgaben schlechter bezahlt werden. Eine Gesetzesänderungen zur Ausweitung der Tätigkeitsbereiche im Berliner Hochschulgesetz halten wir für falsch. Wir finden, dass die betroffenen Stellen in den TV-L überführt werden müssen und auch für Studierende zugänglich sein sollten, denn diese machen die Arbeit seit Jahren unterbezahlt. Dabei müssen sie unbezahlte Praktika ableisten, teils neben dem Studium ihre Familien versorgen und sind auf zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten angewiesen.

Den momentanen Zustand, dass Studierende, denen teils eine Weiterbeschäftigung oder Einstellung zugesagt wurde, einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und damit in finanzielle Notlagen gebracht werden, halten wir für eine Frechheit.

Leider wurden wir aber nicht nach unserer Meinung gefragt. Die Information über eine solch gravierende Maßnahme, die die von uns zu vertretende Personengruppe derart bedroht, wurde uns nicht direkt zugetragen. Auch haben wir, trotz wiederholter Aufforderung, noch immer keine Einsicht in den Haushalt und dadurch keinen Überblick, wie viele und welche Stellen betroffen sind.

Wir sind deshalb auf eure Hinweise angewiesen! Wenn ihr innerhalb eurer Beschäftigung Probleme habt, ihr nicht weiterbeschäftigt werdet, oder Fragen habt, meldet euch bitte bei uns unter studpers@ash-berlin.eu

Der neue Tarifvertrag (TV Stud III) ist fertig! Er muss aber noch von allen Hochschulen unterschrieben werden. Der Tarifvertrag klärt dann alle arbeitsrechtlichen Angelegenheiten, zum Beispiel Regelungen, die den Urlaub, den Krankheitsfall, den Stundenlohn und die Vertragslaufzeit betreffen.

Die Lohnerhöhung wird ab Inkrafttreten des neuen Tarifvertrags rückwirkend zum 01.07.18 gezahlt. Falls ihr Fragen habt, wie sich das auf eure Sozialabgaben oder anderes auswirkt, schreibt uns gerne eine Mail und kommt zu unseren Sprechzeiten vorbei.

Auch wenn ihr vor Inkrafttreten des neuen Tarifvertrags nicht mehr an der ASH arbeitet, habt ihr ein Recht auf die rückwirkende Lohnerhöhung vom 01.07.18 bis zum Ende eures Arbeitsvertrags. Wir haben euch einen Vordruck für die Geltendmachung der Lohnerhöhung vorbereitet, dass ihr ausgefüllt und unterschrieben bei der Personalstelle einreichen könnt, um euren Anspruch darauf zu sichern.


Der alte Tarifvertrag (TV Stud II), wurde von den Gewerkschaften zum 31.12.2017 nach gescheiterten Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag gekündigt. Für laufende Arbeitsverträge gilt eine Nachwirkung des Tarifvertrages, wodurch die Regelungen bestehen bleiben.Allerdings gilt das nicht mehr bei einer Vertragsverlängerung bzw. bei Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages ab dem 01.01.2018. Dann können die Hochschulen theoretisch  andere Bedingungen im Arbeitsvertrag vereinbaren.



Seit dem 1. Januar 2015 gilt das Mindestlohngesetz in Deutschland. Aus diesem Anlass bittet das Personalbüro alle studentischen Beschäftigten monatlich einen Stundenzettel/Stundennachweis abzugeben. Hier findet ihr die Vorlage.

Bitte beachtet den Hinweis weiter unten zum Thema Minusstunden!

Dienstvereinbarung über die Ausschreibungen und das Besetzungsverfahren von studentischen Beschäftigten an der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Laut Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) wird Beschäftigten im Falle einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit der Lohn fortgezahlt. Dieses Gesetz gilt auch für studentische Beschäftigte. Bei Krankheit gelten mitunter folgende Vorschriften, die ihr beachten solltet:

  • Ihr müsst eure Arbeitgeber/-n unverzüglich über die Erkrankung informieren - allerdings nicht über die Art der Erkrankung!
  • Ab dem vierten Krankheitstag muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden
  • Die Lohnfortzahlung greift bis zu sechs Wochen (8 Wochen nach in Kraft treten von TVStud III), danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse für Pflichtversicherte das sogenannte Krankengeld. Achtung: das gilt nicht für studentisch oder Familienversicherte

Für weitere Infos siehe auch den Ratgeber der GEW für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte an Hochschulen.

Gemäß Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) haben alle Arbeitnehmer/-innen an gesetzlichen Feiertagen einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, also auch studentische Beschäftigte. Fällt die regulär vereinbarte Arbeitszeit auf einen gesetzlichen Feiertag (Achtung: nur Feiertage, die auch in Berlin gelten!), so muss die deswegen ausgefallene Arbeitszeit nicht nachgeholt werden. Ein Feiertag, der in die Urlaubszeit fällt, gilt nicht als genommener Urlaubstag.

Gemäß §13 des Tarifvertrages für studentische Beschäftigte (TV Stud II) habt ihr Anspurch auf Urlaub. Dort sind jährlich 31 Werktage (Montag bis Samstag) festgelegt. Liegt die Dauer des Arbeitsverhältnisses unter einem Jahr, wird der Urlaub entsprechend gekürzt. Hier ein Beispiel: 6 Monate = 31 (jährlicher Anspruch): 12 (Monate) x 6 (Beschäftigungsmonate) = 16 Werktage. Maßgebend ist der geschlossene Arbeitsvertrag.

Eine Umrechnung in Urlaubsstunden die regelmäßg von der monatlichen Arbeitszeit abgezogen werden sind nicht zulässig. Laut dem Bundesurlaubsgesetz habt Ihr Anspruch auf mind. 12 Tage zusammenhängenden Urlaub, bedeutet also 2 Wochen am Stück.

Ab 2019 erhöht sich der Urlaubsanspruch auf Grund des neuen Tarifvertrags von bisher 5 auf 6 Wochen, also auf 36 Urlaubstage bei einer 6-Tage-Woche.

Minusstunden ansammeln kann man überhaupt nur, wenn in Dienstvereinbarung, Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag ein Arbeitszeitkonto vereinbart wurde. Das ist für die studentischen Beschäftigten an der ASH nicht der Fall!

Zudem kann man Minusstunden nur dann ansammeln, wenn man sie selbst verschuldet hat. An Hochschulen ist es üblich, dass beispielsweise während der vorlesungsfreien Zeit weniger Arbeit anfällt als während des Semesters. Viele studentisch Beschäftigte kommen dadurch nicht auf ihre im Vertrag vereinbarte monatliche Arbeitszeit. Es ist aber nicht Euer Verschulden, wenn ihr nicht arbeiten könnt, wenn keine Arbeit da ist. Der Arbeitgeber trägt hierbei laut §615 Satz 1 BGB das Risiko und gerät in den sogenannten "Annahmeverzug".  Ihr müsst diese Stunden also nicht nacharbeiten!

Wir empfehlen Euch, in Eure Stundenzettel die fehlenden Stunden einzutragen und als "nicht eingesetzt" zu beschriften. Eine Übertragung von "Minusstunden" in Folgemonate ist rechtlich nicht zulässig. 

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Aktuelle Zusammensetzung

Hauptmitglieder:

Josefin Falkenhayn (Vorstandsvorsitzende)

Jeannine Löffler (Vorstand, 1. stellv. Vorstandsvorsitzende)

Sven Wellenbrink (Vorstand, 2. stellv. Vorstandsvorsitzender)

Lina Meyer Homem de Figueiredo

Paula Moldenhauer

Kontakt

E-Mail: studpers@ash-berlin.eu

Postfach: 4-011 (4. Etage) 

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