Hochschulleben, Tagung Fachtag „Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen durch Schutzkonzepte begegnen“

Die Fachtagung fördert Austausch zwischen Hochschule als Struktur und Lernraum mit der außerhochschulischen Praxis

Fachtag „Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen durch Schutzkonzepte begegnen“

Audimax ASH Berlin

Arbeitsbereich Intersektionale Praxis und Transformation


Jetzt anmelden

Sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt wird auch in Hochschulen ausgeübt. Für die Lehre stellt sich die Frage, inwieweit Themen wie Macht(-missbrauch), Hierarchien und Grenzverletzungen in Vorbereitung auf die Berufsfelder in der Sozialen Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung angesprochen werden und in die Fachkräfteausbildung einfließen. Ziel der Fachtagung ist es, in Schutzkonzepten entwickelte Prozesse und Maßnahmen zu präsentieren und diese auf ihr transformatives Potenzial hin zu prüfen, Fachdiskussionen über (sexualisierte) Diskriminierung, Belästigung und Gewalt an Hochschulen zu führen und den Austausch zwischen Hochschule als Struktur und Lernraum mit der außerhochschulischen Praxis zu fördern. 

Die Fachtagung richtet sich an alle Mitgliedergruppen der ASH Berlin, Angehörige anderer Hochschulen ebenso wie an Praxispartner_innen und ist kostenfrei. Die Fachtagung findet in deutscher Lautsprache statt. Es wird ein Awareness-Team von act aware vor Ort ansprechbar sein. Sollten Sie an der ASH Berlin studieren und Bedarf an einer Kinderbetreuung haben, melden Sie sich bitte bei familienbuero@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Die Fachtagung ist die Abschlussveranstaltung des Projekts „Positioniert und sichtbar - Schutzkonzept der ASH Berlin zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und antifeministischen Angriffen“, welches von November 2022 bis September 2026 an der ASH Berlin umgesetzt wird.

 

Programm:

9.30 Uhr bis 10.00 Uhr                 
Begrüßung und Vorstellung des Projekts

10.00 Uhr bis 10.45 Uhr            
Sexualisierte Gewalt an Hochschulen thematisieren – über eurozentristische Perspektiven hinaus (Lina Knorr, Universität Potsdam)

10.45 Uhr bis 11.30 Uhr            
Machtkritik an der Hochschule? – Das transformative Potenzial von Schutzkonzepten (Lea Hinzmann, Alice Salomon Hochschule Berlin)

11.30 Uhr bis 12.15 Uhr            
Mittagspause

12.15 Uhr bis 13.45 Uhr             
Workshopphase

Workshop 1: Erfahrungsexpertisen in der Wissenschaft (Jeanne Rohleder und Raven Maag, Netzwerk gemeinsam sichtbar_werden

Ich spreche, auch wenn du nicht zuhören magst. Wir müssen reden, über das, was uns passiert ist: Aber wer hört zu? Erfahrungswissen findet nicht nur im Kopf statt. Unter der Oberfläche unserer Diskurse fühlen wir alle mit unseren Körpern nach.  Expert_innen machen uns zu Hilfeadressat_innen – Wir sind Wissenschaffende.

Workshop 2: Sichere Orte für Kinder und Jugendliche! Zur Bedeutung von Schutzkonzepten (Jetti Hahn, Wildwasser e.V.)

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor jeder Form von Gewalt. Deswegen sind Einrichtungen, in denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten, verpflichtet, Schutzkonzepte zu entwickeln. Wie sehen solche Schutzkonzepte aus? Was braucht es, damit sie wirkungsvoll sind? Und warum ist es sinnvoll, dass sich Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit zu dem Thema professionalisieren? In dem Workshop gibt Jetti Hahn, Mitarbeiterin im Bereich Schutzkonzepte bei Wildwasser e.V. Berlin, Einblicke in die Erfahrungen aus der Praxis der Begleitung von Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. 

Workshop 3: Gesundheitliche Versorgung von Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt – was braucht es für die Lehre? (Agnes Wand, S.I.G.N.A.L. e.V.)

Gesundheitseinrichtungen sind eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt. Mit Sensibilität, Empathie und dem richtigen Handlungs- und Fachwissen können Gesundheitsfachpersonen Betroffenen zentrale Unterstützung bieten und sie in das soziale Hilfesystem weiterleiten. In dem Workshop setzen wir uns damit auseinander welche Lehrinhalte (angehende) Gesundheitsversorgende dahingehend unterstützen können und wie der Unterricht traumasensibel gestaltet werden kann. 

Workshop 4: Active Bystander Training (Lisa Frebel und Dr. Sylvie Tappert, Charité Berlin) 

Wie können wir eingreifen, wenn Menschen diskriminiert, ausgegrenzt oder unfair behandelt werden? Active Bystanding bietet konkrete Strategien, um in herausfordernden Situationen nicht sprachlos zu bleiben, sondern respektvoll und wirksam zu handeln. Der Workshop lädt dazu ein, Methoden des Active Bystanding praxisnah kennenzulernen und erste Handlungsmöglichkeiten auszuprobieren. Im Mittelpunkt stehen Reflexion, Austausch und das Erproben konkreter Interventionsansätze für den Alltag und im Universitätskontext.

Die Referentinnen setzten das Active-Bystander-Projekt an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Zusammenarbeit mit der iPäd – Kompetenzstelle Intersektionale Pädagogik um. Im Rahmen des Projekts wurden Peers an der Medizinischen Fakultät geschult, diskriminierende Situationen zu erkennen und aktiv darauf zu reagieren.

13.45 Uhr bis 14.00 Uhr          
Pause

14.00 Uhr bis 15.15 Uhr      
Fishbowl „Vom Projekt zum Alltag - Ergebnisse des Fachtags mit Hinblick auf Verstetigung des Schutzkonzepts an der ASH Berlin“ (mit Urte Böhm, Esther Lehnert, Momo Gröbel u.a.)

15.15 Uhr bis 15.30 Uhr         
Verabschiedung und Ende