Die Wanderausstellung Familienhospizarbeit wird von einem Gespräch mit dem buddhistischen Seelsorger, Ehrwürdigen Tharchin begleitet. Über seine ehrenamtliche Tätigkeit am Sukhavati – Zentrum für Spiritual Care in Bad Saarow erzählt er: „Dieser Ort ist dafür geschaffen, das Sterben, den Tod und die Trauer in das ganz normale Leben zu integrieren. Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten, indem ich den Menschen helfe, die Angst vor diesem Lebensabschnitt zu verringern.“ Weitere Fragen zu Hospizarbeit und Spiritualität wird Ehrwürdigem Tharchin, einem ehemaligen Mitarbeiter der ASH Berlin, Prof. Dr. Bettina Völter stellen.
Wanderausstellung Familienhospizarbeit
Die Ausstellung macht eindringlich auf die oft im Verborgenen geleistete, wertvolle Arbeit ambulanter Familienhospizdienste aufmerksam und führt an die Welt von Familien mit einem lebenslimitiert erkrankten Elternteil mit minderjährigen Kindern heran. Was sind die Herausforderungen und Bedürfnisse? Was kann ich tun, wenn mir eine solche Familie bekannt ist? Die Texte und Bilder auf den Roll-ups bieten den Besucher_innen Orientierung in dieser oft angstmachenden Thematik sowie Informationen, welche Möglichkeiten der Unterstützung gibt es und dass man in solch schweren Lebenssituation nicht allein ist.
Die Ausstellung besteht aus 6 zweiseitig bedruckten Roll-ups mit QR Code zu weiteren Informationen. Sie zeigen den Weg, den Familien gehen – von der „Erschütterung“, wenn zum Beispiel die Diagnose Krebs gestellt wird, bis zu dem Abschied vom geliebten Menschen und darüber hinaus dem Weiterleben der Familie. Jedes Thema wird auf zwei Roll-ups-Seiten veranschaulicht – aus Sicht der Familien und aus Sicht der Ehrenamtlichen in der Familienhospizarbeit. Die Ausstellung wird durch ein Tablet ergänzt, auf dem Ehrenamtliche in Videos persönlich von ihrer Arbeit berichten.
Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege hat die Wanderausstellung Familienhospizarbeit gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst als Projektträger sowie dem Hospiz- und PalliativVerband Berlin als Kooperationspartner entwickelt. Die Ausstellung bildet ein Teil der 2023 ins Leben gerufenen „Berliner Initiative für eine starke Familienhospizarbeit“, kurz IniFa.
Begleitet wird die Ausstellung von einem Büchertisch in der Bibliothek der ASH Berlin. Über die gesamte Dauer der Ausstellung ermöglicht dieser vertiefende Einblicke in die Hospizarbeit. Fragen zu den Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Studium oder Beruf mit schwierigen familiären Situationen kann Cindy Lautenbach vom Familienbüro der ASH Berlin beantworten.
Alle Interessierten sind herzlich willkommen, an dem Gespräch teilzunehmen, die Ausstellung zu besuchen und in der Bibliothek vorbeizuschauen.
