Empfehlungen für geschlechtergerechte und diskriminierungssensible Sprache

Das Frauen*- und Gleichstellungsbüro der ASH Berlin hat die Broschüre „Empfehlungen für geschlechtergerechte und diskriminierungssensible Sprache“ veröffentlicht. Die Handreichung bietet eine verständliche Einführung in das Themenfeld und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie eine inklusive und respektvolle Sprache im Studien- und Arbeitsalltag umgesetzt werden kann.
„Sprache prägt unser Denken – und damit auch unser Zusammenleben. Mit der Broschüre möchten wir einen niedrigschwelligen Beitrag leisten, um Vielfalt sichtbarer zu machen und Barrieren im sprachlichen Alltag abzubauen“, erklärt die Frauenbeauftragte der ASH Berlin anlässlich der Veröffentlichung.
Die Broschüre steht sowohl online auf der Website des Frauen*- und Gleichstellungsbüros als auch in gedruckter Form zur Verfügung. Sie richtet sich an Studierende, Lehrende und Mitarbeitende gleichermaßen und soll als praktisches Nachschlagewerk dienen, um die gleichstellungsorientierte Kommunikation an der ASH Berlin weiter zu stärken.

Gendersternchen und Gendergap

Am 24.01.2017 hat der Akademische Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen der ASH Berlin den sogenannten statischen Gendergap (z. B. Mitarbeiter_innen) zu benutzen. Auch wurde beschlossen, bei Begriffen wie Frauen, Männer, weiblich, männlich etc. das sogenannte Gendersternchen (*) anzufügen (z. B. Frauen*)

Das Gendersternchen (*) hinter "Frauen" diente bisher als Verweis auf den Konstruktionscharakter von Geschlecht.  Dieser Prozess der Sichtbarmachung, der Geschlechter jenseits von einem binären System mit darstellen sollte, wirkt in der hier gewählten Formulierung aber auch ausgrenzend. 
Wir verwenden das (*) als Selbstbezeichnung der Frauen*beauftragten und als Frauen*büro weiterhin im Titel, um sichtbar zu machen, dass wir für mehr Menschen als „nur“ Frauen ansprechbar sind.

Die vollständige Erklärung dazu gibt es hier: Die Crux mit dem Sternchen

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Geschlechtersensible Zeugnisse und Bescheide

 Es gab bereits vorher Beschlüsse, die die Verankerung einer gendergerechten Sprache an der ASH Berlin unterstützen. Zum Beispiel:

·        Geschlechtersensible Zeugnisse und Bescheide (Beschluss des Akademischen Senats 16.07.2013). Vorher wurden Bescheide und Zeugnisse der Hochschule beispielsweise mit der Anrede „Frau“ oder „Herr“ ausgestellt. Es gibt aber Menschen, die weder das eine noch das andere sind oder sich von diesen Geschlechtszuschreibungen eingeengt fühlen. Mit einer Formulierung wie „Guten Tag Eren Schmidt“ können sich alle angesprochen fühlen.

·         Frauen* ausdrücklich nennen (Frauenförderichtlinie 1996 §6) Formulare, Schriftstücke, Richtlinien, Ausweise etc. der ASH Berlin müssen so formuliert werden, dass darin ausdrücklich Frauen* genannt werden.

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Weibliche Form für Ordnungen, Satzungen und Richtlinien

Am 24.01.2017 wurde im Akademischen Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen der ASH Berlin den  sogenannten statistischen Gender-Gap (z. B. Mitarbeiter_innen) zu verwenden.  Zusätzlich wurde beschlossen, bei Begriffen wie Frauen, Männer, weiblich, männlich etc. zukünftig das sogenannte Gendersternchen (*) im Schriftbild anzufügen (z. B. Frauen*).

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ASH-Beschlüsse

Am 24.01.2017 wurde im Akademischen Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen den Gendergap und das Gendersternchen (*) zu verwenden.

*Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Das Sternchen hinter "Frauen" soll verdeutlichen, dass es sich auf alle Personen bezieht, die sich unter der Bezeichnung "Frau" definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Im Hinblick auf Benachteiligung und sexistische Diskriminierung gegenüber Menschen, die sich nicht in der Norm von Zweigeschlechtlichkeit verorten können oder wollen, sieht das Team der Frauen*beauftragten der ASH Berlin hier auch ihre Verantwortung gegenüber trans*, inter* und nicht-binären Menschen. Dabei sind wir uns bewusst, dass bereits die Einordnung geschlechtlicher Vielfalt unter dem Begriff "Frauen*" eine Wiederholung diskriminierender Gewalt ist und somit nicht als Lösung, sondern nur als Prozess verstanden werden kann. 

Ressouren

Weitere Ressourcen

Sprachleitfaden der AG Feministisch Sprachhandeln der Humboldt-Universität zu Berlin

Sprachleitfaden "Was tun? Sprachhandeln – aber wie?
W_Ortungen statt Tatenlosigkeit"

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