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Geschlechtergerechte Sprache

Unsere Sprache bildet die Wirklichkeit nicht objektiv ab, sondern konstruiert sie mit: Wie wir studieren, arbeiten, lehren oder forschen, was wir wichtig finden und was wir übersehen, wie wir denken – Das alles findet seinen Ausdruck in der Sprache und wird gleichzeitig von ihr beeinflusst. Mit der Sprache lernen wir die Werte und Normen der Gesellschaft und reproduzieren sie gleichzeitig.

Sprache ist ein sehr feines Instrument, das Bedürfnisse nach Mitteilung und Verständigung erfüllt. Sprache ist aber auch ein Instrument der Machtausübung und des Ausschlusses. Die Sprache, die an einer Hochschule geschrieben und gesprochen wird, sollte eine Sprache der Demokratie und der Gleichberechtigung sein.

Am 24.01.2017 hat der Akademische Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen der ASH Berlin den sogenannten statischen Gendergap (z. B. Mitarbeiter_innen) zu benutzen. Auch wurde beschlossen, bei Begriffen wie Frauen, Männer, weiblich, männlich etc. das sogenannte Gendersternchen (*) anzufügen (z. B. Frauen*).

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Gendergap

Durch einen Unterstrich wird eine Lücke zwischen der maskulinen Form und der femininen Endung eines Wortes kenntlich gemacht. Die Leerstelle symbolisiert Raum für Personen, die sich in einem System, das lediglich Frauen und Männer kennt, nicht wiederfinden, wie z. B. inter*, trans* und nicht-binäre Menschen. Somit werden zweigeschlechtliche Schreibweisen vermieden, die Menschen ausschließen, die sich nicht eindeutig als weiblich und männlich zuordnen wollen oder können.

Das Gendergap wird in der gesprochenen Sprache mit einer Micropause kommuniziert.

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Gendersternchen

Das Gendersternchen (*) hinter einem Wort dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". "Frauen*" beispielsweise bezieht sich auf alle Personen, die sich unter der Bezeichnung "Frau" definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen.

So benutzt beispielsweise die Frauen*beauftragte der ASH Berlin das Gendersternchen um zu signalisieren, dass nicht nur cis-gender Frauen gemeint sind. Ihre Verantwortung im Hinblick auf sexistische Diskriminierung gilt auch gegenüber Menschen, die sich nicht in der Norm von Zweigeschlechtlichkeit verorten können oder wollen.

In der Regel wird das Gendersternchen (*) nicht ausgesprochen.

Achtung: Das Gendersternchen kann auch auf eine andere Weise verwendet werden, und zwar genauso wie der Unterstrich (‚Student*innen‘).


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Geschlechtersensible Zeugnisse und Bescheide

 Es gab bereits vorher Beschlüsse, die die Verankerung einer gendergerechten Sprache an der ASH Berlin unterstützen. Zum Beispiel:

·        Geschlechtersensible Zeugnisse und Bescheide (Beschluss des Akademischen Senats 16.07.2013). Vorher wurden Bescheide und Zeugnisse der Hochschule beispielsweise mit der Anrede „Frau“ oder „Herr“ ausgestellt. Es gibt aber Menschen, die weder das eine noch das andere sind oder sich von diesen Geschlechtszuschreibungen eingeengt fühlen. Mit einer Formulierung wie „Guten Tag Eren Schmidt“ können sich alle angesprochen fühlen.

·         Frauen* ausdrücklich nennen (Frauenförderichtlinie 1996 §6) Formulare, Schriftstücke, Richtlinien, Ausweise etc. der ASH Berlin müssen so formuliert werden, dass darin ausdrücklich Frauen* genannt werden.

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Weibliche Form für Ordnungen, Satzungen und Richtlinien

Am 24.01.2017 wurde im Akademischen Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen der ASH Berlin den  sogenannten statistischen Gender-Gap (z. B. Mitarbeiter_innen) zu verwenden.  Zusätzlich wurde beschlossen, bei Begriffen wie Frauen, Männer, weiblich, männlich etc. zukünftig das sogenannte Gendersternchen (*) im Schriftbild anzufügen (z. B. Frauen*).

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Hinweise und Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache an der ASH Berlin

Diese Empfehlungen bieten eine Orientierung für alle Mitglieder der ASH Berlin, also Studierende, Lehrende sowie Mitarbeiter/-innen und Mitarbeiter. Mit weiteren Anregungen oder Fragen zu fairen Formulierungen sowie mit Bestellungen der „Hinweise und Empfehlungen“ zum Verteilen in einem Seminar können Sie sich gern an die Frauen*beauftragten der ASH Berlin wenden.

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ASH-Beschlüsse

Am 24.01.2017 wurde im Akademischen Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen den Gendergap und das Gendersternchen (*) zu verwenden.

*Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Das Sternchen hinter "Frauen" soll verdeutlichen, dass es sich auf alle Personen bezieht, die sich unter der Bezeichnung "Frau" definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Im Hinblick auf Benachteiligung und sexistische Diskriminierung gegenüber Menschen, die sich nicht in der Norm von Zweigeschlechtlichkeit verorten können oder wollen, sieht das Team der Frauen*beauftragten der ASH Berlin hier auch ihre Verantwortung gegenüber trans*, inter* und nicht-binären Menschen. Dabei sind wir uns bewusst, dass bereits die Einordnung geschlechtlicher Vielfalt unter dem Begriff "Frauen*" eine Wiederholung diskriminierender Gewalt ist und somit nicht als Lösung, sondern nur als Prozess verstanden werden kann. 

Ressouren

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Weitere Ressourcen

Sprachleitfaden der AG Feministisch Sprachhandeln der Humboldt-Universität zu Berlin

Sprachleitfaden "Was tun? Sprachhandeln – aber wie?
W_Ortungen statt Tatenlosigkeit"

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