Erziehung und Bildung Prof. Dr. Rahel Dreyer diskutierte beim OECD-Panel über die Zukunft der frühen Bildung

Ihr Beitrag beleuchtete die Themen Qualitätsentwicklung, Chancengerechtigkeit und die Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte

Wie können Länder die Qualität frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter drei Jahren verbessern und gleichzeitig den Zugang für alle Familien sichern? Mit dieser Frage beschäftigte sich am 24. Juni 2026 das internationale OECD-Webinar „How to improve Early Childhood Education and Care for children under 3“. Grundlage der Diskussion waren die aktuellen Ergebnisse der OECD-Studie „Building Quality Education and Care for Children under Three. Further Results from TALIS Starting Strong 2024“. Für die Veranstaltung hatten sich über 500 Personen angemeldet, mehr als 300 Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Praxis nahmen teil.

Als Expertin aus Deutschland war Prof. Dr. Rahel Dreyer von der ASH Berlin eingeladen. Gemeinsam mit internationalen Fachleuten diskutierte sie zentrale Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der frühen Bildung. Im Mittelpunkt ihres Beitrags standen die Themen Qualitätsentwicklung, Chancengerechtigkeit und die Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte. Dreyer betonte, dass der Ausbau von Betreuungsplätzen allein nicht ausreiche. Entscheidend sei, dass Qualität und Zugang gemeinsam weiterentwickelt werden.

Besonderes Interesse weckte im Publikum die Frage nach der Qualifizierung des pädagogischen Personals. Professorin Dreyer verwies darauf, dass akademisch qualifizierte Fachkräfte in deutschen Kindertageseinrichtungen weiterhin deutlich unterrepräsentiert seien. Obwohl Forschungsergebnisse die Bedeutung professioneller Kompetenzen für die Qualität pädagogischer Arbeit hervorheben, verfügen bislang nur etwa fünf bis sechs Prozent der Beschäftigten in Kitas über einen Hochschulabschluss. Staatlich anerkannte Kindheitspädagog_innen machen sogar nur rund ein Prozent des pädagogischen Personals aus.

„Wenn wir die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig stärken wollen, brauchen wir mehr Möglichkeiten für Fachkräfte, sich akademisch weiterzuqualifizieren – ohne ihren Beruf aufgeben zu müssen“, so Dreyer.

Hier setzt die Alice Salomon Hochschule Berlin mit ihrem Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik - berufsintegriert an. Der Studiengang ermöglicht pädagogischen Fachkräften, berufsbegleitend einen akademischen Abschluss zu erwerben und sich gleichzeitig weiterhin in der Praxis zu engagieren. Studiengebühren fallen nicht an. Damit leistet der Studiengang einen wichtigen Beitrag zur Professionalisierung des Arbeitsfeldes und eröffnet Fachkräften neue Entwicklungs- und Karriereperspektiven.

Der internationale Austausch im Rahmen des OECD-Webinars machte deutlich, dass die Qualifizierung und Unterstützung der Fachkräfte weltweit zu den wichtigsten Stellschrauben für mehr Qualität und Chancengerechtigkeit in der frühen Bildung zählen. Investitionen in die Professionalisierung des Personals sind damit zugleich Investitionen in die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern.

Weitere Informationen:

Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik berufsintegriert
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