Im Ausland lehren

Lehrenden-Mobilität

Das Erasmus+ -Programm der Europäischen Kommission bietet Lehrenden der Alice Salomon Hochschule Berlin die Chance, relativ einfach für einen kurzen Zeitraum an einer Partnerhochschule im europäischen Ausland zu unterrichten (Erasmus+ Lehraufenthalt (STA)).

Das Erasmus+ -Programm fördert durch Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen der ASH Berlin die transnationale Zusammenarbeit in Europa und den Austausch von Fachwissen. Es dient der beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung von Dozent_innen. Gleichzeitig soll auf diesem Wege ein Rahmen geschaffen werden, der es den Teilnehmenden des Programms erlaubt, ein anderes Europäisches Lehr- und Wissenschaftssystem kennen zu lernen.

Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.

Ein weiteres Ziel ist es, Studierende, die keine Gelegenheit zum Auslandsstudium haben, dennoch an der Heimatuniversität am Fachwissen internationaler Lehrender teilhaben zu lassen.

Die Lehrveranstaltung sollte in das Curriculum der Partnerhochschule integriert sein, bzw. das bestehende Lehrangebot ergänzen (z.B. in Form eines Blockseminars).

Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

  • Lehrende, die in einem vertraglichen Verhältnis zur Hochschule stehen• Lehrende ohne Dotierung
  • Lehrbeauftragte mit Werkverträgen
  • emeritierte Professor_innen und pensionierte Lehrende
  • wissenschaftliche Mitarbeiter_innen

Auch Personal aus ausländischen Organisationen kann zu Lehrzwecken an deutsche Hochschulen eingeladen werden, sofern hierfür finanzielle Mittel verfügbar sind.

Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern in der Regel zwischen zwei Tagen und einer Woche (jeweils ohne Reisezeiten). Bei ausreichend verfügbaren Mitteln können die Aufenthalte bis zu zwei Monaten ausgedehnt werden. Das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangener Woche (Beispiele: 3 Tage Aufenthalt – 8 Lehrstunden; 5 Tage – 8 Lehrstunden; 8 Tage – 16 Lehrstunden).

  • es besteht ein Erasmus+ -Abkommen (interinstitutional agreement) inkl. Lehrendenmobilität zwischen der ASH Berlin und der Gastuniversität
  • die Mobilität ist mit dem International Office abgesprochen, finanzielle Mittel verfügbar
  • Abstimmung der Lehrveranstaltung mit der Gastuniversität vor Antritt des Lehraufenthaltes

Informieren Sie sich bitte grundsätzlich zum Thema Dienstreisen auf der ASH-Corona-Website zu den aktuellen Entwicklungen und Regelungen (im Pandemieplan). Dienstreisen sind momentan grundsätzlich wieder möglich, je nach aktueller Entwicklung der Pandemielage. Aufgrund der anhaltenden Pandemie können Mobilitäten jedoch nur angetreten werden, wenn vorab die sog. Sicherheitsbelehrung unterzeichnet wurde (s. unten in der Info-Box "Vor der Abreise"). Zudem achten Sie bitte darauf: für den Fall, dass bis zum Antritt der Reise eine Reisewarnung für Ihr Zielland vom Auswärtigen Amt ausgesprochen wird, darf die Reise nicht angetreten werden, selbst wenn sie bereits genehmigt wurde. Es wird daher in jedem Fall empfohlen, eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen, Reisebuchungen eher kurzfristig vorzunehmen und möglichst flexible Buchungs- und Stornierungsvereinbarungen zu treffen.

Die Mobilitätszuschüsse werden nicht nach dem Bundesreisekostengesetz berechnet, sondern nach von der EU vorgegebenen sog. „Stückkosten“ für Fahrt und Aufenthalt. Generell gilt, dass eine parallele Förderung gleichartiger Kosten durch andere EU-Programme ausgeschlossen ist.

Bitte beachten: Die Tagespauschalen (für Aufenthalt) können nur für die Tage erstattet werden, an denen nachweislich Lehraktivität stattfindet.

Die Gesamtförderung setzt sich aus sog. „Stückkosten“ für die Reise und den Aufenthalt zusammen. Mögliche Überschüsse verbleiben beim Zuwendungs­empfänger (Teilnehmer_in) und sind entsprechend beim Finanzamt zu melden.

Die Beträge des Mobilitätszuschusses berechnen sich auf Tagesbasis. Förderbar sind Tage, an denen eine durch die Gasthochschule am Ende der Mobilität bestätigte Lehraktivität stattfand.

Die Angaben der Dauer des Aufenthaltes schließen die Tage für die An-/Abreise aus, es sei denn an diesen bestand ebenfalls eine von der Gasthochschule bestätigte Anwesenheitspflicht mit entsprechender Lehraktivität.

Distanzen können Sie im Distanzrechner der EU berechnen. Im folgenden finden Sie eine Auflistung der Fahrtkosten.

einfache Entfernung (gemäß Distanzrechner der EU KOM) Betrag (Hin- und Rückfahrt)
< 100 km entfällt
100 - 499 km 180 €
500 - 1.999 km 275 €
2.000 - 2.999 km 360 €
3.000 - 3.999 km 530 €
4.000 - 7.999 km 820 €
> 8.000 km 1.100€
Je nach Ländergruppe gelten die folgenden einheitlichen Tagessätze bis zum 14. Fördertag, vom 15. bis 60. Fördertag beträgt die Förderung 70 Prozent des Tagessatzes:    
     
Gruppe 1: 180 Euro/Tag für Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich    
Gruppe 2: 160 Euro/Tag für Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern    
Gruppe 3: 140 Euro/Tag für Bulgarien, EJR Mazedonien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn    
     

Bitte beachten Sie: zwischen Ende Oktober 2022 und Anfang Januar 2023 können aus Kapazitätsgründen keine neuen Anträge auf Lehrendenmobilität angenommen und bearbeitet werden.

  • Absprache mit dem International Office über geplante Lehrtätigkeit im Ausland und über verfügbare Mittel im laufenden akademischen Jahr
  • Abgabe des Dienstreise-Antrags (Das Formular können Sie im Intranet herunterladen). Bitte reichen Sie nach der Zusage durch das International Office Ihren Dienstreiseantrag beim International Office ein – auf dem DR-Antrag muss auch die Unterschrift Ihres_r Fachvorgesetzten sowie des Fachbereichsdekanats vorliegen (bitte an Dekan_in mit cc an Geschäftsführer_in). Das I.O. bestätigt auf dem Antrag die Förderung durch Erasmus+, trägt die vereinbarte Summe ein und leitet das Dokument an die Drittmittelstelle weiter.
  • Antragsformular A1 (Bitte das Formular für Beamte und Angestellte (Download hier) ausfüllen und als Teil des Dienstreiseantrags mindestens 4-6 Wochen vor der geplanten Reise einreichen)
  • Teaching Mobility Agreement - bitte ausfüllen, mit der gastgebenden Institution abstimmen und im International Office einreichen (Scan genügt)
  • Grant Agreement (wird Ihnen nach Eingang des Teaching Mobility Agreements vom International Office zugesandt) - bitte mit Originalunterschrift zurück
  • Certificate of Attendance ausfüllen und ausdrucken - bitte am Ende des Aufenthalts unterzeichnen lassen, mit Stempel und Anzahl der unterrichteten Stunden und Tage (mind. acht Stunden bei mind. zwei Tagen) 

Nach der Reise sind im International Office einzureichen:

  • Abgabe der DR-Abrechnung bei Irene Gropp mit einem "vereinfachten Verfahren". Bitte reichen Sie Folgendes ein: ASH-Formular "Reisekostenabrechnung", mit ausgefüllter Kopfzeile und unter Angabe von Beginn/Ende der Dienstreise sowie Beginn/Ende des Dienstgeschäfts; Bordkarten des Hin- und Rückflugs (ggf. Zugticket)
  • Online-Bericht über den Aufenthalt: Sie erhalten nach Ihrer Rückkehr per E-Mail eine Aufforderung, einen elektronischen Bericht im  "Mobility Tool" der Europäischen Kommission abzugeben, dies nimmt ca. 5 Minuten in Anspruch. Hierzu haben Sie maximal 30 Tage Zeit.

Im Rahmen des Erasmus+ können Sonderfördermittel gezahlt werden. Dies betrifft für das STA-Mobilitätsprogramm Teilnehmer_innen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50. Die unter Berücksichtigung der Sonderförderung bewilligten Beträge dürfen die oben erwähnten maximalen Gesamtbeträge übersteigen. Der Antrag muss mindestens zwei Monate vor Beginn der Mobilität eingereicht werden.

Die Lehrenden ohne Festanstellung an der ASH Berlin haben selbst für einen ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. Bitte füllen Sie die Versicherungskenntnisnahme aus und geben sie mit den anderen Unterlagen ab.

Es wird darauf hingewiesen, dass Privatdozent_innen, Lehrbeauftragte, Emeriti und ähnliche Personengruppen während ihres Auslandsaufenthalts durch die Hochschule oder das Erasmus+ -Programm weder haftpflicht- noch unfall- oder krankenversichert sind.

Da der Stipendiengeber (weder die EU-Kommission noch der DAAD Bonn oder die ASH Berlin) nicht für Schäden haftet, die aus Krankheit, Tod, Unfall, Verletzung von Personen, Verlust oder Beschädigungen von Sachen im Zusammenhang mit dem Erasmus-Auslandsaufenthalt entstehen, empfiehlt es sich generell, für die Dauer des Auslandslehraufenthaltes folgende Versicherungen abzuschließen:

  • Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport aus dem Ausland
  • Unfallversicherung mit Auslandsschutz
  • Haftpflichtversicherung mit Auslandsschutz

Es besteht die Möglichkeit, auf eigene Kosten an der Gruppenversicherung des DAAD teilzunehmen. Kranken-/Unfall- und Haftpflichtversicherung sind inbegriffen: weitere Informationen erhalten Sie bei der Versicherungsstelle des DAAD.

Bitte beachten Sie: Eine direkte Bewerbung bei der EU-Kommission oder beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ist nicht möglich.

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Mobilität zu Unterrichtszwecken an deutsche Hochschulen (STA2)

Mobilität von ausländischem Unternehmenspersonal

Möglich ist auch die Förderung von Unterrichtsmaßnahmen von ausländischem (Unternehmens-) Personal an deutschen Hochschulen (STA2), um die Zusammenarbeit von Hochschulen und Bildungseinrichtungen (auch NGO's) zu stärken.

 

Das Programm bietet folgende Leistungen:

  • Erstattung von Fahrtkosten
  • Erstattung von Aufenthaltskosten bis zu einem bestimmten EU-Höchstsatz

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Ansprechpartnerin

Irene Gropp

Grundsatzfragen Internationalisierung/ Erasmus+ Hochschulkoordinatorin/ Verträge/ Mobilität von Lehrenden und Mitarbeiter_innen der Verwaltung/ Drittmittelakquise/ Delegationen

Leiterin International Office

Raum 346

Termine für Video- und/oder Audiokonferenz gerne auf Anfrage

T +49 (0)30 99245 304

Irene Gropp

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