Das Team des Projekts "Empowerment, Sensibilisierung und antirassistische Öffnung" (EmpA) lädt alle Interessierten zur Vorführung des Films "Zusammen haben wir eine Chance" am 13. Januar 2020 im Audimax der ASH Berlin ein. Im Anschluss an den Film wird es eine Diskussion mit der Filmemacherin Nadiye Ünsal und Garip Bali, Mitglied des Allmende e.V. und einer der Protagonist*innen des Films, geben.
Der Film „Zusammen haben wir eine Chance" dokumentiert selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland. Er bringt bisher nicht erzählte Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven verschiedener Aktivist*innen zusammen und unterstützt diese auch mit Archivmaterialien. Gemeinsam mit Aktivist*innen aus der Schwarzen Deutschen Community, Geflüchteten, Nachkommen der „Gastarbeiter"-Generation, einer Mapuche-Aktivistin und anderen Zeitzeugen erzählt der Film von Selbstorganisierung, Solidarisierung und Widerstandsorten im Kampf gegen Rassismus, Kapitalismus und (Hetero-)Sexismus. So macht er ihr Erbe für heutige Kämpfe sichtbar.
Pogrome gegen People of Color wie in Rostock-Lichtenhagen 1992, der Brandanschlag in Mölln 1992, der Mord an Oury Jalloh 2005 und die NSU Mordserie 2011 waren traurige Anlässe, aber nicht die einzigen, die die Aktivst*innen zusammenkommen ließen.
Trotz der verschiedenen und teilweise voneinander unabhängigen Kämpfe eint sie das gleiche Ziel: eine Gesellschaft, die Rassismus aktiv bekämpft.
„Zusammen haben wir eine Chance!" ist dabei das Leitmotiv sowohl der Protagonist*innen, als auch der Filmemacherinnen. Der Film selbst wird als politische Arbeit im Rahmen des eigenen Aktivismus betrachtet und ist von einem Women of Color-Filmkollektiv entstanden. „Zusammen haben wir eine Chance!" soll vor allem ein Gegennarrativ zu weißen- hegemonialen Darstellungs- und Erzählweisen antirassistischer Bewegungen ermöglichen.

