Transfer, ONLINE Online-Fachtag 'Digitale Kindeswohlgefährdungen im Kinderschutz' mit Prof. Dr. Kay Biesel

Das Netzwerk QE-WiPrax vom Master Kinderschutz lädt zum nächsten Fachtag im Rahmen der Reihe 'Sozialpädagogische Gefährdungseinschätzung' ein

Mädchen klettert an einer Kletterwand hoch
altanaka/fotolia

Online-Fachtag 'Digitale Kindeswohlgefährdungen im Kinderschutz' mit Prof. Dr. Kay Biesel

online (via Zoom)

Netzwerk 'QE-WiPrax' (MA 'Dialogische Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz')

Einzuschätzen, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist und – gemeinsam mit der Familie – einen Weg zu erarbeiten, wie dieser junge Mensch nachhaltig geschützt werden kann, sind hochkomplexe Aufgaben von Fachkräften der Sozialen Arbeit. Insbesondere für die betroffenen Familienmitglieder, jedoch auch für die beteiligten Fachkräfte, können Gefährdungseinschätzungen weitreichende Folgen haben. Daher ist es notwendig, sich der fachlichen Hintergründe zu vergewissern, um eine gute Basis für Wissen, Können und Haltung im Kinderschutz zu haben.

Zu diesem Zweck startete das Netzwerk QE-WiPrax (Kooperationsnetzwerk des MA Kinderschutz - Dialogische Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen und im Kinderschutz) 2019 eine Fachtagsreihe zum Thema Sozialpädagogische Gefährdungseinschätzung (siehe auch den dazugehörigen Sammelband).

Der 15. fachliche Input findet am Freitag, den 18.09.26, von 12:00-14:30 Uhr online via Zoom statt.

Darin widmet sich zu unserer großen Freude Prof. Dr. Kay Biesel dem Thema
Digitale Kindeswohlgefährdungen im Kinderschutz:
Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit?

Die digitalen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sind heute ein selbstverständlicher Bestandteil ihres Alltags. Soziale Medien, Messenger- Dienste, Online-Gaming und KI-gestützte Anwendungen eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur Teilhabe, Bildung und sozialen Vernetzung Gleichzeitig entstehen neue Formen der Kindeswohlgefährdung, die
Fachpersonen im Kinderschutz und in der Sozialen Arbeit vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Cybermobbing, Cybergrooming, die Verbreitung sexualisierter Gewalt im digitalen Raum, problematische Mediennutzung sowie digitale Formen psychischer Gewalt sind Beispiel für Risiken, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen
können. Der Vortrag beleuchtet, wie sich klassische Konzepte des Kinderschutzes unter den Bedingungen der Digitalisierung verändern und welche
Konsequenzen sich daraus für die Praxis der Sozialen Arbeit ergeben. Aktuelle Entwicklungen digitaler Gefährdungslagen werden vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen diskutiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwieweit bestehende Schutzkonzepte den Anforderungen digitaler Lebenswelten gerecht werden und welche fachlichen Kompetenzen Sozialarbeitende benötigen, um Kinder und Jugendliche wirksam zu unterstützen, zu beraten und zu schützen. Neben einer Einordnung zentraler Begriffe und Phänomene werden
Ansätze der Prävention, Intervention und professionellen Handlungsgestaltung aufgezeigt. Der Vortrag plädiert für ein erweitertes Verständnis von Kinderschutz, das digitale Risiken systematisch berücksichtigt und die Förderung von Medien- und Digitalkompetenz als wichtigen Bestandteil professionellen Handelns versteht. Die Veranstaltung richtet sich an Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit, dem Kinderschutz, der Kinder- und Jugendhilfe sowie an weitere Interessierte, die sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Wohl von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen möchten.

Die Teilnahme am Online-Fachtag ist kostenlos und steht allen Interessierten offen!

Um verbindliche Anmeldung bis spätestens 7. September 2026 wird gebeten.

Anmeldung per Mail bei:

Lucia Druba (Koordination Netzwerk QE-WiPrax)

E-Mail: lucia.druba@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Nach der Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung.

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