Open Access

Das Teilen wissenschaftlicher Veröffentlichungen und ihre Nachnutzung ist die Idee hinter Open Access. Weltweit sollen alle Menschen ohne finanzielle, technische und rechtliche Einschränkungen an den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung teilhaben können.

Coffee Lecture: Open Access Basiswissen

Die Grundlagen des Open Access stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung von Evangelischer Hochschule und ASH Berlin.  Gemeinsam geben die beiden SAGE-Hochschulen einen Überblick darüber, was beim Publizieren im Open-Access-Format zu beachten ist und welche Entwicklungen Forschende jetzt bei ihrer Publikationsentscheidung beachten müssen.

Termin Mittwoch, 26. Oktober 2022, 15-15:45 Uhr

Themen

  • Was bedeutet Open Access?
  • Wie kann ich Open Access veröffentlichen?
  • Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Teilnahme Online über Zoom, keine Anmeldung erforderlich

 

Open-Access-Policy der ASH Berlin

Seit dem 14. Dezember 2021 hat die Alice Salomon Hochschule Berlin eine Open-Access-Policy, die an diesem Tag einstimmig vom Akademischen Senat beschlossen wurde. Damit stellt sich die Hochschule öffentlich mit einem klaren Statement hinter die Forderungen der Open-Access-Bewegung. Bei der Formulierung der Policy wurde großer Wert darauf gelegt, die Gremien der akademischen Selbstverwaltung eng in den Diskussionsprozess einzubeziehen. Das Ergebnis der intensiven Gespräche ist ein Dokument von der Hochschule für die Hochschule, auf dessen Fundament sich in den kommenden Jahren konkrete Maßnahmen zur Förderung von Open Access an der ASH Berlin aufbauen lassen.

Die Open-Access-Policy der ASH Berlin finden Sie hier.

Außerdem gehört die ASH Berlin zu den Unterzeichner_innen der Berliner Erklärung über den offenen Umgang zu wissenschaftlichem Wissen, dem Gründungsdokument der Open-Access-Bewegung.

Der Publikationsfonds der ASH Berlin

Die Open-Access-Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in wissenschaftlichen Zeitschriften ist häufig mit Kosten für die Autor_innen verbunden (sog. Article Processing Charges, APC). Die ASH Berlin bietet einen Publikationsfonds an, um Forschende bei der Finanzierung ihrer Veröffentlichungen zu unterstützen. Der Fonds wird von der Hochschulbibliothek zur Verfügung gestellt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über das Programm "Open-Access-Publikationskosten" (2022-2023) gefördert.

Förderfähig sind Artikel, die

  • auf eine Forschungsleistung zurückgehen (z.B. Research-Papers, Reviews).
  • ab dem Moment der Veröffentlichung kostenfrei und ohne technische Einschränkungen im Internet zugänglich sind.
  • in einer Zeitschrift erscheinen, die ausschließlich Open Access veröffentlicht und ein anerkanntes wissenschaftliches Qualitätssicherungsverfahren nachweisen kann.
  • die Förderhöchstgrenze von 2.000€ brutto nicht überschreiten. Eine Kombination mit anderen Mitteln ist aber zulässig.
  • unter einer Creative-Commons-Lizenz erscheinen.
  • an geeigneter Stelle auf die Förderung aus dem Publikationsfonds und durch die DFG hinweisen.

Antragsberechtigte Personen...

  • sind an der ASH Berlin beschäftigt und als "Corresponding Authors" für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich.
  • verfügen über eine ORCID, um wissenschaftliche Werke eindeutig ihren Urheber_innen zuordnen zu können.
  • weisen gegenüber der Bibliothek nach, dass der Einsatz anderer Mittel vor der Antragstellung geprüft wurde. So sind z.B. Publikationsmittel aus Projektbudgets vorrangig zu verwenden.
  • erklären sich damit einverstanden, dass die Verlagsversion zeitgleich zur Veröffentlichung über aliceOpen zur Verfügung gestellt wird.
  • weisen im Werk ihre Affiliation zur ASH Berlin nach.

Richten Sie Ihren Förderantrag an folgende Kontaktadresse: openaccess@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu. Bitte geben Sie darin den Namen der Zeitschrift und die Höhe der APC an. Sofern Ihre Veröffentlichung auf ein aus Drittmitteln finanziertes Forschungsprojekt zurückgeht, nennen Sie uns bitte den Projekttitel.

Links

Ein Publikationsserver (manchmal auf Repositorium genannt) ist der perfekte Ort, um Ihre Forschungsergebnisse zweitzuveröffentlichen. Am besten nutzen Sie dabei gleich mehrere Repositorien, um möglichst viele Leser_innen zu erreichen. Die Verzeichnisse OpenDOAR und COAR helfen Ihnen bei der Auswahl.

aliceOpen Der fächerübergreifende Publikationsserver der ASH Berlin

SSOAR Fachrepositorium für die Sozialwissenschaften

pedocs Fachrepositorium für Erziehungs- und Bildungswissenschaften

OpenDOAR Globales Verzeichnis von Repositorien mit umfangreicher Suchfunktion

COAR Die Confederation of Open Access Repositories baut ein weltweites Netzwerk von Repositorien auf

 

Einige nützliche Anwendungen, die Ihnen bei der Veröffentlichung auf dem Grünen Weg des Open Access helfen oder Sie bei der Recherche nach Zweitveröffentlichungen unterstützen.

Sherpa Romeo Recherchieren Sie die Richtlinien zur Zweitveröffentlichung von Verlagen oder Zeitschriften

Unpaywall Die Browser-Extension macht Sie automatisch auf kostenlose Downloadmöglichkeiten aufmerksam - und das völlig legal

Open Access in 60 Sekunden

Technische Informationsbibliothek (TIB), Helene Brinken, Jonas Hauss, Jessika Rücknagel (ORCID 000-0001-8824-8390)
Zitierlink: https://doi.org/10.5446/50831, Lizenz: CC BY 3.0 DE

Open Access an der ASH Berlin

Die ASH Berlin unterstützt ihre Mitglieder bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit durch den Publikationsserver aliceOpen und die Teilnahme an einem Open Access-Transformationsvertrag mit dem Verlag Springer Nature. Weitere Services für Lehrende, Forschende und Studierende werden in nächster Zeit schrittweise eingeführt.

Publizieren mit aliceOpen

Der Publikationsserver der ASH Berlin bietet allen Angehörigen der Hochschule die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten kostenlos zu veröffentlichen. Neben klassischen Formaten wie Monographien oder wissenschaftlichen Artikeln ist auch graue Literatur mit Praxisbezug willkommen. Die Dokumente auf aliceOpen sind über die gängigen Suchmaschinen und Bibliothekskataloge recherchierbar und auf Dauer archiviert. Das Team der Bibliothek unterstützt Sie bei jedem Schritt auf dem Weg zur Veröffentlichung. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Direkt zu aliceOpen

DEAL-Vertrag mit Springer Nature

Die Hochschulrektorenkonferenz hat im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit dem Verlag Springer Nature einen bundesweiten Lizenzvertrag für den Zugriff auf das gesamte E-Journal-Portfolio abgeschlossen. Die ASH Berlin hat sich im September 2020 dem Vertrag angeschlossen. Mitglieder der Hochschule profitieren dadurch gleich mehrfach:

  • Leserechte in über 1.900 Zeitschriften rückwirkend bis ins Jahr 1997
  • Open Access-Publizieren in fast allen Zeitschriften
  • 20 Prozent Rabatt auf jede Publikationsgebühr in Gold-Open-Access Zeitschriften

Bitte setzen Sie sich vor der Veröffentlichung eines Beitrags in einer Zeitschrift des Springer Nature Verlags mit der Bibliothek in Verbindung, um Fragen zur Finanzierung rechtzeitig zu klären! DEAL-geförderte Veröffentlichungen müssen mit einem entsprechenden Förderhinweis versehen sein (Funding Acknowledgement).

Anforderungen von Fördermittelgebern

Immer mehr nationale und internationale Forschungsförderer ermutigen die Wissenschaft zur Publikation von Ergebnissen nach Open Access-Standards oder haben diese sogar in ihren Kriterien verankert. Mehrere von ihnen haben sich in der cOAlition S zusammengeschlossen, die in ihren Prinzipien den Erhalt von Fördermitteln an die unverzügliche Publikation der Ergebnisse im Open Access koppelt. Eine Übersicht zu den Vorgaben der wichtigsten Förderinstitutionen bietet die Seite open-access.net.

Weitere Informationen

Umfangreiche Sammlung zu den verschiedensten Themen rund um Open Access. Die Seite enthält auch fachspezifische Informationen zu Open Access in den Erziehungswissenschaften und der Geschlechterforschung.

open-access.network

Verzeichnis qualitätsgesicherter Open Access-Zeitschriften

DOAJ

Verzeichnis qualitätsgesicherter Open Access-Bücher

DOAB

Zusammenstellung von Copyrightbestimmungen von Wissenschaftsverlagen

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