Teilprojekt 3 - Dialog und Transfer
Zwischen Hochschule, Berufspraxis und Politik
Im dritten Teilprojekt stehen die bildungs- und sozialpolitischen Bedingungen in den Berufsfeldern Pflege, Physio- und Ergotherapie, Kindheitspädagogik und Soziale Arbeit sowie die Förderung der akademischen Karrieren bis zur Professur im Fokus. Die Akademisierung der Pflege und der Therapieberufe soll weiter vorangetrieben werden und Professionalisierungspotenziale in der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik forschend und dialogisch erschlossen werden.
Die Arbeitspakete umfassen u.a.
- Austausch und Vernetzung mit Akteur_innen aus Berufspraxis, Politik und Wissenschaft in Pflege, den Therapieberufen, der Kindheitspädagogik und der Sozialen Arbeit,
- Initiativen zum nachhaltigen Wissenschafts- Praxis - Transfer,
- Gewinnung von Berufspraktiker_innen für wissenschaftliche Karrieren (z. B. Gastdozenturen),
- (Weiter-)Entwicklung von Fachqualifikationsrahmen für die jüngst akademisierten Gesundheitsberufe sowie der Kindheitspädagogik und der Sozialen Arbeit,
- Wissenschaftliche Fundierung der praktischen Studienphasen im primär-qualifizierenden Bachelorstudiengang Pflege.
Schwerpunktprofessuren
Forschung und Transfer in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit
Prof. Dr. Ulrike Eichinger (2024-2027)
Prof. Dr. Ulrike Eichinger Fokus liegt auf der Kritischen Sozialen Arbeit, wobei sie insbesondere die Auswirkungen wohlfahrtsstaatlicher Umstrukturierungen auf fachliche Standards und Arbeitsbedingungen in den Blick nimmt.
In ihrer Schwerpunktprofessur zielt sie darauf ab, Forschung und Transfer als strategische Antwort auf die aktuellen Krisen des Wohlfahrtsstaates bzw. der professionellen Reproduktionsarbeit zu positionieren. Durch konfliktorientierte Analysen werden institutionelle Rahmenbedingungen und professionelle Handlungsspielräume rekonstruiert und kollaborativ Professionalisierungspotenziale für die Soziale Arbeit aufgedeckt. Ihre subjektwissenschaftlich-partizipative Praxisforschung (Analyse und Transfer) zielt auf demokratische Praxisentwicklung (Transformation). Die Implementierung niedrigschwelliger dialogischer Formate, soll Studierende und Alumni und Praktiker_innen einen (Wieder-)Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit ermöglichen. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Stärkung der kollektiven Selbstorganisation als Teil von Professionalisierung Sozialer Arbeit sowie der Ausbau kooperativer Forschungsdialoge zwischen Wissenschaft, Praxis und politischen Akteuren (z. B. Gewerkschaften).
Forschung und Transfer in den Berufsfeldern der Physio- und Ergotherapie
Prof. Dr. Elke Kraus (2021-2024, verlängert bis 2027)
Prof. Dr. Elke Kraus forscht u.a. zu Diagnostik in den Therapieberufen, zu Händigkeit, Lateralität und Handmotorik in der Ergotherapie, Teilhabe- und Betätigungszentrierung sowie Interprofessionalität, Evidenzbasierte Praxis und Digitalisierung. Sie beschäftigte sich bereits vor dem Sage SAGE! Projekt mit der Akademisierung und Professionalisierung der Therapieberufe, einschließlich der Weiterentwicklung des Studiengangs Physio- und Ergotherapie.
Ihr Engagement in der Schwerpunktprofessur ist an der berufs-, gesundheits- und hochschulpolitischen Schnittstelle angesiedelt und setzt sich u. a. für die (Voll)akademisierung und insbesondere die Primärqualifizierung für Therapieberufe ein. Vor dem Hintergrund novellierter Berufsgesetze entwickelte sie strategische Konzepte für die Zeit nach der Modellklausel, um die Qualität der Therapieberufe auf akademischem Niveau langfristig zu sichern.
Forschung und Transfer in den Berufsfeldern der Kindheitspädagogik
Prof. Dr. Claudia Hruška (2024-2027)
Prof. Dr. Claudia Hruška ist Sozialtherapeutin, Psychologin und approbierte Psychotherapeutin und hat am Fachbereich II: Gesundheit, Erziehung und Bildung die Professur Pädagogik der Kindheit mit dem Schwerpunkt Kommunikation und Sprachbildung inne.
In der Ausübung der Schwerpunktprofessur nimmt sie vor allem die Themen der Professionellen Selbstfürsorge und Reflexionskompetenz in den Blick. Arbeitsgesundheit sieht sie dabei als Voraussetzung für Professionalisierung und den gelingenden Praxistransfer. Sie erforscht die Bedingungen der Praxisphasen als inhärenter Bestandteil der Bachelorstudiengänge und wie die gezielte Förderung der Selbstfürsorgekompetenz von Studierenden im Rahmen der Hochschullehre implementiert und in den Praxisfeldern weiter umgesetzt werden kann. Gleichzeitig sollen durch die Konzeption und Weiterentwicklung von Reflexionsmethoden die Grundlagen einer reflektierten Praxis geschaffen werden.
Wissenschaftliche Fundierung der Praxisbegleitung im neuen, grundständigen Bachelorstudiengang Pflege
Prof. Dr. Katja Boguth (2021-2024, verlängert bis 2027)
Prof Dr. Katja Boguths Arbeit beinhaltet die rechtlichen und inhaltlichen Umsetzungen der Reformen des Pflegeberufsgesetzes. Zentrale Pfeiler sind dabei die Transformation des Pflegestudiums in ein duales Format sowie die Integration erweiterter Qualifikationsziele, wie die Befähigung zur Ausübung heilkundlicher Aufgaben (u. a. in den Bereichen Diabetes, Demenz und chronische Wunden).
In die Schwerpunktprofessur sollen unter anderem die Ergebnisse ihres erfolgreich durchgeführten Forschungsprojektes zu Lernortkooperation in der hochschulischen Pflegeausbildung (LoKoHoPa) einfließen, welches eine Optimierung der Kooperation zwischen Hochschule und Praxispartnern durch digitale Lernmanagement-Systeme beinhaltet. Das in ihrer bisherigen Amtszeit erarbeitete Rahmencurriculum soll nun in die digitale Lernumgebung übertragen werden, um die individuelle Kompetenzentwicklung der Studierenden in der Praxis gezielt zu evaluieren und zu unterstützen.
Gastprofessor_innen / -dozent_innen und Wissenschaftliche Mitarbeitende
Barbara Pulfer
Barbara Pulfer ist seit 2001 staatlich anerkannte Ergotherapeutin und arbeitete in diversen Settings der Psychiatrie (Abhängigkeitserkrankungen, Forensik, allgemeine Psychiatrie). Sie lehrt in den beiden interdisziplinären Studiengängen der Physio- und Ergotherapie (PQS und AddIS). Die Schwerpunkte ihrer Lehre sind im psychosozialen Bereich angesiedelt und in grundlegenden Theorien der Betätigungswissenschaften, welche es der Ergotherapie ermöglichen, sich als eigene akademische Profession zu positionieren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Gelingen der Therapeutischen Beziehung im Spannungsfeld der Für- und Selbstsorge, sowie der Ermutigung zur Verantwortungsübernahme (für sich, die Klient_innen, den Beruf und die Politik) durch kritisches Denken. Als ein Lernziel sieht Barbara Pulfer übergeordnet das selbstbewusste und kenntnisreiche Verständnis des Mehrwertes für die Klient_innen und Patient_innen des ergo- und physiotherapeutischen Blickes und Beitrages immer im Kontext gelingender Interdisziplinarität. Ziel ihrer Arbeit ist dabei auch die politische Verantwortung von Therapeut_innen, sowie ihre Handlungsspielräume an die zukünftige Generation zu vermitteln.
Im Rahmen der ersten Sage SAGE! Tagung 2022 diskutierte sie mit Angehörigen anderer Professionen ein fiktives Fallbeispiel, um den Mehrwert der Akademisierung für Nutzer_innen der Ergotherapie anschaulich darzustellen. Die Ergebnisse der Podiumsdiskussion veröffentlichte sie anschließend im gemeinsamen Sammelband “akademisieren, professionalisieren, transformieren”.
Raven Indigo Maag
Raven Indigo Maags Forschungsinteresse richtet sich auf die Rekonstruktion lebensgeschichtlicher Erfahrungen im Kontext von Gewaltverhältnissen, insbesondere sexualisierter Gewalt, aus einer konsequent emischen Perspektive. Im Zentrum steht die Frage, wie Betroffene ihre Erfahrungen selbst deuten, in ihre Lebensgeschichte einordnen und welche Bedeutungen sie ihnen zuschreiben. Erfahrungswissen wird dabei als eigenständiger Ausgangspunkt von Erkenntnis verstanden. Ein zentraler Bezugspunkt ist die Soziale Arbeit als Disziplin und Praxisfeld, in dem Deutungen über Lebenslagen hervorgebracht werden. Raven Indigo Maag interessiert, wie sozialpädagogische Wissensordnungen und institutionelle Rahmungen die Artikulation von Erfahrungen strukturieren oder begrenzen und inwiefern Perspektiven von Betroffenen marginalisiert werden.
Im Fokus steht das Spannungsverhältnis zwischen lebensweltlichen Deutungen und sozialpädagogischen sowie gesellschaftlichen Wissensordnungen. Theoretisch verortet sich Raven Indigo Maag im Schnittfeld von Biographieforschung, feministischen und machtkritischen Ansätzen sowie Perspektiven epistemischer Ungleichheit. Methodisch wird rekonstruktiv mit dem Ziel gearbeitet, manifeste und latente Sinnstrukturen sichtbar zu machen. Übergreifend zielt die Forschung auf eine adressat_innenorientierte, machtkritische und epistemiesensible Weiterentwicklung Sozialer Arbeit, in der Erfahrungswissen gestärkt und seine Anerkennungsbedingungen reflektiert werden.
Irina Höfker
Irina Höfkers fachliche Expertise liegt in der Kindheitspädagogik mit einem besonderen Schwerpunkt auf professioneller Gesprächsführung, Kommunikation und Sprache(n) in pädagogischen Arbeitsfeldern. In ihrer Lehre verbindet sie theoretische Grundlagen mit praxisnahen Ansätzen und legt einen besonderen Fokus auf die Entwicklung reflexiver und handlungsorientierter Kompetenzen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in den Bereichen Beratung, Konfliktmediation und Gewaltprävention. Dabei stehen die Förderung von Kommunikationskompetenz, der konstruktive Umgang mit Konflikten sowie die Stärkung pädagogischer Fachkräfte im professionellen Handeln im Mittelpunkt.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit unterstützt sie Prof. Dr. Claudia Hruška beim Ausbau der Lernwerkstatt Kommunikation und Sprache (KoSe) und bringt ihre fachliche Perspektive in die konzeptionelle Weiterentwicklung ein.
Neben ihrer hochschulischen Tätigkeit ist Irina Höfker als Fachkraft in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auf einem pädagogisch betreuten Spielplatz tätig. Die enge Verzahnung von Praxis und Lehre prägt ihr Profil und ermöglicht eine kontinuierliche Rückbindung wissenschaftlicher Inhalte an aktuelle Anforderungen der pädagogischen Praxis.
Daniela Hoja
Daniela Hojas Text folgt in Kürze.
Auswahl an Teilprojektergebnissen
Im Teilprojekt wurde das zweimonatige Dialogformat „Werkstatt Soziale Arbeit“ mit wissenschaftsinteressierten Absolvent_innen und Praktiker_innen der Sozialen Arbeit etabliert. Die Veranstaltung ermöglicht den Teilnehmer_innen eine wissenschaftliche Reflexion ihrer Berufspraxis und die Entwicklung von Promotionsprojekten sowie die Vorbereitung eines Einstiegs z.B. in den Modulschwerpunkt Rekonstruktive Soziale Arbeit.
Aktuelle Themen und Methoden werden in einem Blog von den Teilnehmenden dokumentiert.
Gemeinsam mit der Schwerpunktprofessur “Transfer und Third Mission” aus Teilprojekt 1 wurde ein dreimonatliches Kolloquium zu konfliktorientierter Sozialer Arbeit initiiert. Studierende und Alumni der BA und MA Studiengänge der Sozialen Arbeit nehmen teil und nutzten den Raum für Austausch zu konfliktorientierten Abschlussarbeiten, Publikationen und Promotionsideen.
Im Hinblick auf die dauerhafte Verankerung der primärqualifizierenden Studienform in der Physio- und Ergotherapie im Berliner Hochschulraum wurde unter Einbezug unterschiedlicher Expert_innen ein Post-Modellklausel-Konzept und ein Eckpunktepapier ausgearbeitet.
Im Laufe des Projekts haben sich die Arbeitsgrundlagen der Schwerpunktprofessur im Bereich der Physio- und Ergotherapie stark verändert. Im Hinblick auf die Novellierung der Berufsgesetze in beiden Disziplinen (PT 2025 und ET 2027) beschloss die Senatsverwaltung den Studiengang bis dahin zunächst auszusetzen.
Der Schwerpunkt liegt nun auf der Verbesserung der Studienbedingungen und einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit für den additiven Studiengang Physio- und Ergotherapie (AddIS).
Ziel dieses Konzeptes ist es, die zunehmende Komplexität von Strukturen, Prozessen und Vernetzungsbedarfen in Lehre, Forschung, Nachwuchsförderung und Praxistransfer besser zu organisieren und transparenter zu gestalten. Im Zentrum steht die Plattform “digital GEWINNT”, die drei zentrale Bereiche miteinander verbindet:
- Wissenschaft, Forschung und Lehre
- Nachwuchsförderung (Masterstudierende und Promovierende)
- Transfer zwischen Hochschule und Praxis (z. B. Alumni, Praxispartner)
Durch diese Vernetzung sollen Austausch, Kooperation, Wissensmanagement und Qualitätssicherung verbessert sowie neue Forschungs- und Entwicklungsimpulse ermöglicht werden. Die Plattform bietet Funktionen wie Foren, Suchstrukturen, gemeinsame Veranstaltungen und digitale Kommunikationsräume. Technisch wird eine Umsetzung z.B. über ein angepasstes Moodle-System (OnCampus) mit integrierten Tools wie BigBlueButton vorgeschlagen. Für Betrieb und Moderation sind personelle Ressourcen notwendig. Insgesamt zielt das Konzept darauf ab, die Hochschule durch digitale Vernetzung effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu machen, insbesondere im Kontext der digitalen Transformation und wachsender institutioneller Anforderungen. Perspektivisch kann dieses Konzept die Grundlage für einen Drittmittelantrag bieten.
Dieser Konzeptentwurf beschreibt die Entwicklung einer mobilen, interaktiven Ausstellung für den Studiengang Physio- und Ergotherapie (PTET) an der ASH Berlin. Ziel ist es, die Bedeutung und Notwendigkeit der Akademisierung der Therapieberufe sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen – insbesondere vor dem Hintergrund geringer politischer Sichtbarkeit und unklarer Zukunftsperspektiven. Die Ausstellung fungiert nicht nur als Informationsformat, sondern als strategisches Instrument für Studiengangsentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit, Nachwuchsgewinnung und politische Positionierung. Sie richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen wie Studierende, Praktiker_innen, Entscheidungsträger_innen und die Öffentlichkeit. Inhaltlich folgt die Ausstellung einer klaren Dramaturgie:
- Vergangenheit – Entwicklung und Aufbau des Studiengangs
- Gegenwart/Zukunft – Herausforderungen und Anforderungen an Therapieberufe
- Antwort – Darstellung des PTET-Studiengangs als Lösung und Modell.
Die Umsetzung erfolgt als mobiles, modulares und hybrides Format (physisch + digital), mit interaktiven Elementen wie Quiz, Feedbackstationen und Medieninhalten. Dadurch soll ein Dialog zwischen Hochschule, Praxis und Gesellschaft angeregt werden.
Im Rahmen der Schwerpunktprofessur im Arbeitsfeld Physio- und Ergotherapie entstand ein innovatives Toolkit für Evidenzbasierte Praxis in Therapieberufen. Diese wurde in direkter Anbindung an den Studiengang erprobt und weiterentwickelt. Erweitert wurde es zuletzt durch eine EbP-Landkarte, die Einzelpersonen und Einrichtungen die Möglichkeit der Verzeichnung eines EbP-Status bietet. Zudem wurde eine interdisziplinäre Entwicklungs- und Forschungsgruppe/EFG (Physio- und Ergotherapie zur Entwicklung eines Toolkit für Evidenzbasierte Praxis) gegründet.
Vor dem Ziel der Akademisierung der beruflichen Pflege wurde das deutschsprachige Modell CANMeds Pflege entwickelt. Im Rahmen der Curriculumsentwicklung zur Stärkung von Theoriebezügen im primärqualifizierenden Studiengang Pflege dient das Modell als Diskussionsgrundlage. Es greift die unterschiedlichen Rollen und damit verbundenen Kernaufgaben in der Pflege auf und dient so als Grundlage für eine kompetenzorientierte Lehre.
In einem weiteren Schritt wurde das Rahmencurriculum an das PflStuStG(Pflegestudiumstärkungsgesetz) und der damit verbundenen Heilkundeübertragung bei Menschen aller Altersstufen mit diabetischen Stoffwechsellagen, chronischen Wunden und Demenz vollständig angepasst. Anschließend wurde das Modulhandbuch und die studiengangspezifischen Ordnungen vollständig überarbeitet.
Im Rahmen einer insgesamt stark auf die Reflexions- und Selbstfürsorgekompetenz der Studierenden ausgelegte Schwerpunktprofessur gründete Prof. Dr. Claudia Hruška das „Berliner Contemplative Education Network" (BeCEN). Das Netzwerk widmet sich der Integration von kontemplativen Verfahren (wie Achtsamkeitspraktiken, Reflexionsübungen und meditativen Ansätzen) in die akademische Lehre und die berufliche Praxis. Es geht darum, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch die Persönlichkeitsbildung als Teil einer ganzheitlichen Professionalisierung zu stärken. Die monatlichen Treffen der unterschiedlichen Akteure aus achtsamkeitsorientierten pädagogischen Kontexten bieten zudem die Möglichkeit der direkten Vernetzung und des Transfers zwischen Hochschule und Praxis.
Um die interprofessionelle Zusammenarbeit der SAGE Professionen zu stärken, wurde im Teilprojekt 3 mehrschrittig gearbeitet. Neben der Entwicklung des Konzepts für einedigitale Austauschplattform “digital GEWINNT” wurde außerdem die Arbeitsgruppe Studiengangsübergreifende Lehrangebote (StüLA) gegründet. Des Weiteren wurde die Zusammenarbeit mit beiden Fachbereichen für die Entwicklung einer interprofessionellen Grundstruktur an der ASH Berlin gefördert.
Gemeinsam mit Teilprojekt 1 „Gesundheits- und Nachhaltigkeitsmanagement“ werden die professorale Gesundheit belastende Faktoren ermittelt und (über-)organisationale Entwicklung von Maßnahmen angeregt und begleitet z. B. für eine faire Verteilung der Betreuung von Abschlussarbeiten, Novellierung des Berliner Personalvertretungsgesetzt. Hierfür werden Synergiepotentiale durch Kooperation mit der bei Ver.di organisierten Hochschullehrenden-Care-Initiative genutzt. Ziel ist es die Arbeitsfähigkeit des strukturell überlasteten professoralen Personals an HAWs in den SAGE-Disziplinen zu unterstützen und damit Verbleibsperspektiven zu stärken.
Ehemalige Projektmitglieder 2021-2025
Schwerpunktprofessuren:
- Prof. Dr. Anja Dieterich (2022-2024): Wissenschaftliche Fundierung der Praxisbegleitung im neuen, grundständigen Bachelorstudiengang Pflege II
- Prof. Dr. Gudrun Piechotta Henze (2021-2022): Wissenschaftliche Fundierung der Praxisbegleitung im neuen, grundständigen Bachelorstudiengang Pflege II
- Prof. Dr. Julia Franz (2021-2024): Forschung und Transfer in den Berufsfeldern der Sozialen Arbeit
Gastprofessor_innen / -dozent_innen:
- Katrin Hermsen (Gastdozierende)
- Bennet Priesemuth (Gastdozierender)
