Schwanger im Studium?

Hier finden Sie die wichtigsten Infos für Ihre weitere Planung...

Studienorganisation

Ab dem 01.01.2018 fallen auch Studierende und Praktikantinnen unter den gesetzlichen Mutterschutz. Dies bedeutet, dass Ihnen in den Mutterschutzfristen die Teilnahme an Prüfungen freigestellt ist und Sie bei den Anwesenheitspflichten mit entsprechender Rücksicht behandelt werden. Eine Teilnahme an Prüfungen während der Mutterschutzfristen ist auf Antrag möglich. Sofern es erforderlich ist, legt der Prüfungsausschuss im Einzelfall oder Aufgrund einer festgestellten Gefährdung weitere Anpassungen der Studienbedingungen oder Prüfungsvergünstigungen fest. 

Zusätzlich zum Mutterschutz haben Sie an der ASH Berlin zusätzlich die Möglichkeit, Elternzeit in Anspruch zu nehmen.

Wie:

  • Bitte melden Sie Ihre Schwangerschaft so früh wie möglich unter Vorlage des Mutterpasses und lesen sich das Merkblatt zum Mutterschutz sorgfältig durch.

Wo:

  • Frühzeitige Meldung im Immatrikulationsamt (für weiterbildende Studiengänge: Studiengänge: Studiengangskoordination)
  • Absprache mit der Studienberatung und ggf. Abgabe der "Erklärung über das freiwillige Erbringen von Prüfungsleistungen während des Mutterschutzes" im Prüfungsamt, ggf. Absprache mit dem Prüfungsausschuss
  • Absprache mit betroffenen Professor/-innen/ Lehrbeauftragten

Wie lange:

  • Mutterschutz: 6 Wochen vor, 8 Wochen nach Geburt 
  • Elternzeit: ab ersten Tag der Geburt bis max. zum dritten Lebensjahr des Kindes

Wann:

  • So früh wie möglich

Konsequenzen:

 

 

Sollten Sie während der Zeit, in der Sie Ihre Abschlussarbeit schreiben, schwanger sein/werden, dann können Sie auf Antrag Ihre Bearbeitungszeit verlängern, wenn Sie sich offiziell im Mutterschutz befinden. Sollten Sie den Mutterschutz von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt in Anspruch nehmen wollen, wenden Sie sich bitte an das Studierendencenter.

Weitere Informationen zu Verlängerungsgründen finden Sie hier.

 

 

Finanzielle Unterstützung für Studierende mit Kindern

Folgende finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für schwangere Studierende und Studierende mit Familie.

Vor der Geburt

Schwangere haben Anspruch auf einen Mehrbedarfszuschlag, wenn ihr Einkommen nicht oder nur geringfügig über dem Regelbedarfssatz nach SBG II liegt und die Vermögensgrenze nicht überschritten wird (gem. § 21 Abs. 2 SGB II).

Schwangere haben Anspruch auf Leistungen für Schwangerschaftsbekleidung und die Baby-Erstausstattung, wenn ihr Einkommen nicht oder nur geringfügig über dem Regelbedarfssatz nach SBG II liegt und die Vermögensgrenze nicht überschritten wird (gem. § 24 Abs. 3 SGB II).

In besonderen Notsituationen während der Schwangerschaft gewährt auch die Stiftung Hilfe für Familien finanzielle Hilfen. 

Nach der Geburt

Anspruch auf Elterngeld haben alle Eltern, die keiner oder keiner vollen Erwerbstätigkeit (bis zu 30 Stunden die Woche) nachgehen, also auch Studierende. Das Studium muss nicht unterbrochen werden. Der Antrag auf Elterngeld muss schriftlich beim Jugendamt des Wohnbezirkes gestellt werden. Das Elterngeld wird rückwirkend maximal für die letzten drei Monate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag eingegangen ist. Das Antragsformular und ein Merkblatt finden Sie hier. Weitere Informationsangebote:

(Studierenden) Eltern mit Wohnsitz in Deutschland steht Kindergeld zu. Es beträgt 184,00 EUR für das erste und das zweite Kind, 190,00 EUR für das dritte und 215,00 EUR für jedes weitere Kind. Der Antrag für Kindergeld ist bei der Familienkasse der Arbeitsagentur am Wohnort der Studierenden zu stellen.

BAföG-Empfänger/-innen mit Kind(ern) unter 10 Jahren erhalten auf Antrag einen Kinderbetreuungszuschlag. Dieser beträgt 113,00 EUR/Monat für das erste Kind und 85,00 EUR/Monat für jedes weitere Kind. Hier finden Sie weitere Informationen zu BAföG-Verlängerung und Kinderzuschlag.

Studierende, die allein (ein) Kind(er) betreuen, haben Anspruch auf einen Mehrbedarfszuschlag, wenn ihr Einkommen nicht oder nur geringfügig über dem Regelbedarfssatz nach SBG II liegt und die Vermögensgrenze nicht überschritten wird (gem. § 21 Abs. 3 SGB II). Um den Zuschlag zu beantragen, muss ein vollständiger Antrag auf ALG II ausgefüllt und beim zuständigen Jobcenter eingereicht werden.

Studierende, die aufgrund von Schwangerschaft oder zur Betreuung eines Kleinkindes beurlaubt sind, haben die Möglichkeit, ALG II zu beantragen. Voraussetzung ist, dass die Studierenden auch die generellen Anspruchsvoraussetzungen für ALG II erfüllen.

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Wohnungsmiete nach dem Wohngeldgesetz. Es wird zusätzlich zu einem geringen Einkommen gezahlt. Wohngeld kann von Studierenden als Familie beantragt werden. Der Antrag muss von der/dem Hauptmieter/-in bei den Wohnungsämtern beziehungsweise den Bürgerämtern der Bezirke gestellt werden. Studierende benötigen folgende Vordrucke: Mietzuschuss-Antrag, Fragebogen zur Einkommensermittlung und Fragebogen für Studierende.

Studierende Eltern können unter bestimmten Voraussetzungen Sozialgeld für ihr Kind beantragen, auch wenn sie selber keinen Anspruch auf ALG II haben. Anträge auf Sozialgeld müssen schriftlich beim örtlich zuständigen Job-Center eingereicht werden.

Befreiung von der Teilnahme am Semesterticket

Wenn Sie sich aufgrund von Schwangerschaft oder Kinderbetreuung beurlauben lassen, können Sie über den AStA einen Antrag auf die Befreiung von der Teilnahme am Semesterticket stellen. Dieser Antrag wird vom Sozialreferat des AStA geprüft und an das Immatrikulationsamt weitergeleitet. Das erstattet dann, wenn der Antrag positiv beschieden wird, die Semesterticketgebühren.

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Downloads und Links

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