Teilprojekt 1 - Strukturaufbau im Fokus

Leitbildorientierte Förderung und Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Karrieren

Das Teilprojekt 1 hat zum Ziel, hochschulweite Strukturen zu schaffen, die akademische Karrieren in den SAGE-Fächern befördern. Es werden Arbeitsbedingungen analysiert, Austausch- und Verständigungsformate angeboten und transformative Strukturprozesse angestoßen. Die Hochschule wird dadurch als Standort und Arbeitsstätte weiterentwickelt und attraktiver gestaltet.

  • Etablierung von Diversity und Antirassismus als Querschnittsthema an der Hochschule zur diskriminierungskritischen Weiterentwicklung der Institution
  • Verankerung von Gesundheits- und Nachhaltigkeitsförderung sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) strukturübergreifend in Lehre, Institution und Forschung
  • Arbeit an qualitätsgesicherter Strukturentwicklung in Studium und Lehre
  • Fokus auf Transfer und Third Mission zur Stärkung der Brücke zwischen Berufspraxis, Zivilgesellschaft und Forschung

Schwerpunktprofessuren

 

Transfer und Third Mission

 

Prof. Dr. Asiye Kaya (2025-2027)

Prof. Dr. Asiye Kaya hat die Denomination Communityorientierung und Social Change.

Durch die Schwerpunktprofessur verankert sie communityorientierte Transferarbeit und bringt angewandte und partizipative Transformationsprozesse an der ASH Berlin voran. Eine besondere Aufmerksamkeit liegt sie dabei auf lernen durch und von marginalisierter Communitywissen und Förderung von communityorientierten Ansätzen. Sie initiiert und begleitet zusammen mit Communities partizipative Projekte in Studium, Lehre und Weiterbildung. Neue Kooperationen zwischen der Hochschule und vielfältigen zivilgesellschaftlichen Akteur_innen, Communities auf Augenhöhe sowie transparente und machtkritische Gestaltung der Zusammenarbeit stärkt die Wissenschafts-Praxis-Partnerschaften und gesellschaftliche Transformationsprozesse.

 

Gesundheits- und Nachhaltigkeitsmanagement

 

Prof. Dr. Johannes Verch (2024-2027)

Das Forschungsinteresse von Prof. Dr. Johannes Verch liegt in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Sport(raum)- und Stadtentwicklung sowie Formen innovativer Lehr- und Lernformate. 

Die Schwerpunktprofessur zielt darauf ab, eine organisationale und personenungebundene Querstruktur mit Fokus auf Gesundheits- und Nachhaltigkeitsmanagement bzw. -bildung an der ASH Berlin zu etablieren. Dabei werden Aspekte der Förderung von Gesundheit und Nachhaltigkeit/ BNE institutionell verankert und in allen Lehrfächern, im Beschaffungswesen oder Berufungsverfahren vertieft. Zudem werden Kooperationen mit außerhochschulischen Akteur_innen gefördert.

 

Dialogstärkende Bildung und verständnisfördernde Diskurse

 

Prof. Dr. Jasna Russo (2025-2027)

Prof. Dr. Jasna Russo beschäftigt sich mit dem emanzipatorischen Forschungsparadigma und dem betroffenenkontrollierten Ansatz in Praxis und Forschung sowie mit dialogischer Wissensproduktion, den Mad Studies und anderen marginalisierten Epistemologien.

Besonders in Zeiten der zunehmenden Polarisierung und konfliktgeladener Gesellschaften ist dialogorientiertes Handeln unabdingbar, weswegen sie in ihrer Schwerpunktprofessur diesen Ansatz verfolgt. Sie entwickelt dialogisch ausgerichtete Arbeitsformate, die historisch und gegenwärtig marginalisiertes Wissen ins Zentrum bringen. Im Zuge der Schwerpunktprofessur entstehen Formate, die dazu einladen, sich auf Auseinandersetzungen einzulassen, die vor Widersprüchen und Konflikten nicht zurückschrecken und der Komplexität und Verschränkungen verschiedener Lebensrealitäten gewachsen sind. Statt dass ein Wissenstransfer oder Impact erst im Anschluss angestrebt wird, versuchen diese Arbeitsformate bereits in ihrer Konzipierung und Umsetzung transformative Praxis zu verankern.

Gastprofessor_innen / -dozent_innen und Wissenschaftliche Mitarbeitende

Nuran Ayten

Nuran Ayten ist Absolventin des MA Praxisforschung in Sozialer Arbeit an der ASH Berlin. Sie forscht zu Alltagsrassismen insbesondere an elementarpädagogischen Einrichtungen sowie Hochschulen.

Marleen Sorensen

Marleen Sorensen ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Gesundheitsförderung und Teil des neu eingerichteten Arbeitsbereichs Nachhaltigkeit und Gesundheit. Im Zuge das Sage SAGE! Projekts setzt sie sich mit der Gesundheit von Professor_innen und Nachwuchswissenschaftler_innen auseinander. Im Sinne des Setting-Ansatzes, werden Bedarfe analysiert und organisatorische Strukturen angepasst und neu entwickelt, um nachhaltig die Gesundheit zu fördern und schützen. Gleichzeig arbeitet sie daran, unter dem Motto  „alice gesund“ den Abschnitt "Gesundheitsfördernde Hochschule" des Leitbildes der ASH Berlin umzusetzen.

Vered Berman

Vered Berman ist Lehrbeauftragte mit den Schwerpunkten auf Antisemitismus, Migration und Rassismus, queerfeministische Perspektiven, Resilienz sowie Friedensarbeit. Sie ist zudem seit dem 1. Juni 2025 Ansprechperson zu Antisemitismus und setzt sich für den Schutz jüdischer Studierender ein, begleitet Betroffene antisemitischer Vorfälle, berät Hochschulmitglieder und gestaltet den strukturellen Aufbau nachhaltiger Präventions- und Schutzkonzepte mit. Sie ist im Bereich diskriminierungskritische, dialogorientierte und de-polarisierende Auseinandersetzung mit Antisemitismus, anti-muslimischen Rassismus und Israel/Palästina tätig. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Organisation von Austauschformaten und Veranstaltungen, die auf Dialog, Verständigung und eine diskriminierungskritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus setzen. Dafür ko-konzeptionierte sie bereit 2024 die Veranstaltungsreihe “Zivilgesellschaftliches Engagement in Israel/Palästina - Stimmen gegen die Perspektivlosigkeit” an der ASH Berlin.

Wissenschaftsmanagerin

Elisabeth Keuten

sage-sage@ avoid-unrequested-mailsash-berlin.eu

Pronomen: sie/ihr

Arbeitszeiten: montags-donnerstags

Auswahl an Teilprojektergebnissen

Der interne Organisationsentwicklungsprozess Diversity (IOEP D) wurde durch die Schwerpunkprofessur “Gleichstellung, Diversity, Antidiskriminierung” in die Wege geleitet.

Er setzt sich systematisch mit rassistischen, ableistischen und anderen diskriminierenden Strukturen an der Hochschule auseinander. Ziel ist es, gemeinsam eine machtkritische, diskriminierungssensible und inklusive Hochschule zu gestalten. Der Prozess gliederte sich in drei zentrale Handlungsfelder: Kultur, Struktur und Strategie. 

Es wurden erfolgreich Drittmittel für das Projekt “Campus Transferale (CaT)” eingeworben. Das Projekt wird durch die BMFTR Förderlinie “Innovative Hochschule” sowie der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege gefördert. 

CaT ist strukturiert in die Teilprojekte “Transfer_Hub” und “Servicestelle Partizipative Forschung”. Es dient dazu, wesentliche Impulse in der Umsetzung der Transferstrategie der Hochschule zu setzen. Damit wird im Zuge des derzeitigen Wachstums- und Organisationsentwicklungsprozesses der ASH Berlin ein umfassender Wandel hin zu einem strukturell gesicherten Transfer Campus vorangetrieben.

Die Beschwerdestelle Antidiskriminierung der ASH Berlin nimmt Beschwerden bei Verdacht auf Diskriminierung von allen Hochschulangehörigen entgegen. Ihre Aufgabe ist es, bei dem Abbau von Diskriminierung an der Hochschule zu unterstützen. 

Als offizielle Beschwerdestelle nach dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) bearbeitet sie eingegangene Beschwerden. Darüber hinaus richtet sie sich nach dem LADG (Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz) und der Antidiskriminierungssatzung der ASH Berlin.

Ein Soll-Konzept der Organisationseinheit „Bereich Weiterbildung – Lebenslanges Lernen“ an der ASH Berlin wurde erarbeitet. Es wurde im Zuge der Schwerpunktprofessuren “Qualitätsgesicherte Strukturentwicklung in Studium und Lehre mit Wissenschaftlicher Gesamtleitung des Bereichs Weiterbildung” sowie “Transfer und Third Mission” entwickelt.

Die ASH Berlin befindet sich vor den Hintergründen des starken Wachstums, insbesondere im grundständigen Bereich mit Auswirkungen auf die Weiterbildung, sowie den Aufgaben im Zuge der Fachbereichsimplementierung in einem massiven Veränderungsprozess. In diesem Zusammenhang sollen die drei Teilbereiche Weiterbildende Studiengänge, Zentrum für Weiterbildung, Alumni Netzwerk strategisch, strukturell und organisational in einer „Wissenschaftlichen Einrichtung Weiterbildung – Lebenslanges Lernen“ zusammengeführt werden.

Die Umsetzung des Konzepts steht noch aus.

Die Konzeption einer querschnittsorientierten Verankerung vom „Arbeitsbereich Nachhaltigkeit und Gesundheit“ der ASH Berlin wurde unter der Federführung der Schwerpunktprofessur “Gesundheits- und Nachhaltigkeitsmanagement” abgeschlossen. Der Arbeitsbereich wurde analog zu dem von InPuT verankert. In dem Arbeitsbereich wirkt, neben Prof. Dr. Johannes Verch, auch Marleen Sorensen, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Fokus auf Gesundheit, sowie Dr. Yannick Liedholz, als projektexterner Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit, mit. 

Zu den Aufgaben des Arbeitsbereiches gehören u.a.

  • die Klimabilanzierung der ASH Berlin und die Implementierung entsprechender Maßnahmen
  • das Arbeiten an einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Hochschule
  • die Ausgestaltung der Tätigkeitsdarstellungen aller Stellen Wissenschaftlicher Mitarbeit_innen  unter den Kriterien von Nachhaltigkeit und Gesundheit
  • die Etablierung von Themen der Nachhaltigkeit, BNE und Gesundheitsförderung in Lehre, Forschung und Transfer
  • eine umfassende Sichtung der Beschaffungsverfahren/-richtlinien an der ASH Berlin
  • jährliche Fahrradaktions- und Obsttage. 

In den Modulen „Internationale Soziale Arbeit, Sozialökonomie und Sozialmanagement“, „Gesellschaft, Gesundheit und Soziale Arbeit“ sowie „Pädagogische Grundlagen“ im Studiengang Soziale Arbeit sowie im Studiengang Erziehung und Bildung in der Kindheit/EBK (BNE-Modul) wurden Nachhaltigkeitsthemen langfristiger platziert.

Im Bereich der Lehre bezüglich Gesundheitsförderung/-bildung ist eine Lehrkonsolidierung gestartet worden. Darüber hinaus sind weitere Lehrveranstaltungsstrategien und -module perspektivisch für den Bachelor Soziale Arbeit und den Bachelor Erziehung und Bildung in der Kindheit (EBK) konzipiert worden.

Ehemalige Projektmitglieder 2021-2025

Schwerpunktprofessuren:

Gastprofessor_innen / -dozent_innen:

  • Dr. Hella Dietz (Gastprofessorin)
  • Prof. Dr. Johanna Anzengruber (Gastprofessorin)
  • Weena Mallmann (Gastdozierende)

Wissenschaftsmanager_innen:

  • Dr. Anna Bessler
  • Dr. Zola Kappauf
  • Elisabeth Hanske
  • Kathrin Stopp