Soziale Arbeit als Social Change Profession

Soziale Arbeit hat den Auftrag, Barrieren abzubauen, Diversität anzuerkennen und zu mehr sozialer Gerechtigkeit beizutragen. Sie fängt damit nicht nur Menschen auf und unterstützt sie, wenn ihnen Ressourcen verwehrt werden und/oder sie an vielfältigen Barrieren scheitern, sondern sie mischt sich auch aktiv in gesellschaftliche Transformationsprozesse ein, um Ungleichheit erzeugende Strukturen abzubauen. Um ihrem Auftrag gerecht werden zu können bietet sie ihr spezifisches Professionswissen an, kooperiert mit anderen Professionen, Netzwerken und Selbstorganisationen und greift dabei auf eigenes Fachwissen, aber auch das anderer Disziplinen und außer-akademischer Wissensbestände zurück. Die kritischen Diversity Studies sind disziplinübergreifend angelegt und haben gesellschaftliche Machtverhältnisse zentral im Blick. Sie analysieren und theoretisieren Ein- und Ausschlüsse auf struktureller und institutioneller, diskursiver und kultureller, sozialer und interpersonaler Ebene und tun dies in Hinblick auf die vielen verschiedenen gesellschaftlichen Machtverhältnisse in ihrem Zusammenwirken. Die Community Studies (im deutschsprachigen Fachdiskurs sind eher die Konzepte der Gemeinwesenarbeit, der Sozialraumorientierung und der Stadtteilentwicklung geläufig) wiederum sind stärker handlungsorientiert und praxisbezogen und fokussieren auf einzelfallübergreifende Methoden und Prozesse. Diese sind für die kritischen Diversity Studies relevant, da das Hinterfragen gesellschaftlicher Kategorisierungsprozesse und intersektionaler Machtverhältnisse auf eine soziale Transformation zielt. Insofern eröffnet die Schnittstelle und gegenseitige Durchdringung der beiden Studienrichtungen für eine an Social Change orientierte Soziale Arbeit fruchtbare Potentiale.

Die Inhalte des Studiengangs spiegeln sich in der Didaktik, den Studiengangsstrukturen und der Lehr-Lern-Kultur wider. Um das gemeinsame Lernen entsprechend der fachlichen Ausrichtung des Studiengangs zu begleiten, wird eine diversitätsorientierte, intersektionale Didaktik mit Ansätzen des Critical Service Learning und des Forschenden Lernens verbunden. Dabei arbeiten Student_innen wie Lehrende und Praxispartner_innen mit den auf Social Change ausgerichteten fachlichen Anliegen im Sinne einer Lerngemeinschaft zusammen. Lernen wird hierbei als ein kollaborativer und gleichzeitig selbstorganisierter, dynamischer und ergebnisoffener Prozess verstanden, in welchem die Lernenden und ihre Lernprojekte im Mittelpunkt stehen. Angestrebt wird somit, Erfahrungsräume zu etablieren, die Lernen von- und miteinander und nicht auf Kosten anderer ermöglichen.

Der Studiengang ist modularisiert und besteht aus folgenden 6 verpflichtenden Modulen. 
Der vereinfachte Studienablauf visualisiert die Struktur des Studiums über die 3 Semester. Ausführlich geben die Musterstudienpläne Auskunft über das Vollzeit- bzw. Teilzeitstudium.
Modul 1: Macht- und Ungleichheitsverhältnisse wissenschafts- und machtkritisch verstehen, kontextualisieren und analysieren
Modul 2: Positioniertheiten und Relationalitäten erkennen, reflektieren und entwickeln
Modul 3: Veränderungsprozesse machtbewusst und communityorientiert aufgreifen, initiieren, gestalten
Modul 4: Konzeptwerkstatt - Eigenes Veränderungsprojekt entwickeln
Modul 5: Wahlpflichtmodul – Profession und Zukunftsthemen gestalten, entwickeln, erweitern
Modul 6: Masterarbeit verfassen
Das Modulhandbuch stellt alle wichtigen Informationen für Studierende zusammen, z.B. das Konzept des Studiengangs, die ausführlichen Modulbeschreibungen und die Studienpläne. Die Studien- und Prüfungsordnung (SPO) regelt alle fachspezifischen Fragen des Studiengangs und stellt zusammen mit der RSPO (übergeordnete Rahmenstudien- und Prüfungsordnung der ASH) die zentrale Rechtsgrundlage dar.

In der Konzeptwerkstatt, dem Herzstück des Studiengangs, werden (allein oder in kleinen Gruppen) auf der Basis ausgewählter Fragestellungen handlungsorientierte Konzeptionen von Changeprozessen entwickelt, unter Einbezug von Bedarfen sozialer und interessensbasierter Communities und/oder in partizipativen und kollaborativen Prozessen mit sozialräumlichen Akteur_innen oder sozialen Bewegungen. Die große Bedeutung des begleiteten, selbstorganisierten und communityorientierten Studiums unterstreicht das Ziel, dass die Studierenden ein intersektional-machtkritisches Handlungskonzept entwickeln, reflektieren und umsetzen können. Damit qualifizieren sie sich für eine sozialwissenschaftlich fundierte intersektionale, machtkritische, communityorientierte Konzept- und Praxisentwicklung in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit.

Die Studien- und Prüfungsleistungen zu den verschiedenen Modulen werden im Verlauf des Studiums erbracht, und zwar in schriftlicher oder mündlicher Form, als benotete oder unbenotete Leistung, in einer einzigen oder in Teilprüfungen. Die Aufgabenstellungen und Prüfungsformate orientieren sich damit auch an der Studierbarkeit und der Kompetenzorientierung des Studiengangs. Die Übersicht im Modulhandbuch (siehe Seite 25/26) zeigt die erforderlichen Prüfungsleistungen und die Prüfungsformen.

Download-Bereich

  • Das Modulhandbuch stellt alle wichtigen Informationen für Studierende, Lehrende und Interessierte - wie das Konzept des Studiengangs, die ausführlichen Modulbeschreibungen und Studienpläne - zusammen.

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  • In der vereinfachten Darstellung des Studienplans sind die Module und Units übersichtlich visualisiert.

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  • Der Studienplan visualisiert die Studiumsstruktur über die 3 Semester für das Vollzeitstudium. Er gibt detailliert Auskunft über alle formalen Aspekte gem. SPO und zeigt die Module des Studiums mit Units, SWS, Credits, Teilnahmevoraussetzung, Studien- und Prüfungsleistungen in tabellarischer Ansicht.

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  • Der Studienplan visualisiert die Studiumsstruktur über die 5 Semester für das Teilzeitstudium. Er gibt detailliert Auskunft über alle formalen Aspekte gem. SPO und zeigt die Module des Studiums mit Units, SWS, Credits, Teilnahmevoraussetzung, Studien- und Prüfungsleistungen in tabellarischer Ansicht.

    31.05.2021 · 112 KB

  • Hier haben wir die Angaben aus dem Vorlesungsverzeichnis in einen Seminarplan zusammengestellt, sowie die Infos über den Workload ergänzt.

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  • Informationen zu Möglichkeiten von Anerkennung von hochschulisch erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen sowie zur Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen finden Sie in dem Merkblatt.

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  • Das Wichtigste in Kürze zum Masterstudium finden Sie im Flyer.

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  • Zum Weiterlesen - Interview auf alice online, 23.06.2020: https://alice.ash-berlin.eu/lernen-lehren/news/wie-kann-diversity-mit-den-community-studies-machtkritisch-und-intersektional-verschraenkt-werden/

    31.05.2021 · 26 KB

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