Lehrprofil

Bildung in gesellschaftlicher Verantwortung

Die ASH Berlin ist eine forschungsaktive und praxisorientierte Hochschule. Mit ihren interdisziplinären Studienangeboten und einem internationalen Netzwerk an Forschungskooperationen und Partnerhochschulen bietet sie vielfältige Berufs- und Weiterbildungsperspektiven in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit sowie Erziehung und Bildung im Kindesalter.

Akademisierung

Die ASH Berlin ist deutschlandweit die größte Hochschule für den Bereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung und Bildung. Nur durch eine professionelle Ausbildung kann dem erwarteten Fachkräftemangel in den genannten Berufsfeldern begegnet werden.

Die Akademisierung der Gesundheitsberufe wird aktiv vorangetrieben. Zum Wohle der zukünftigen Patient_innen können die Absolventinnen und Absolventen aktuellen Entwicklungen im Gesundheitswesen professionell begegnen und diese wissenschaftlich begleiten. Um die Durchlässigkeit zwischen Hochschulstudium und beruflicher Bildung zur erhöhen, gelten für alle Bachelorstudiengänge Anrechnungsverfahren für studienrelevante Leistungen.

Akademisierung in den Therapieberufen

Erst seit 2001 ist es in Deutschland möglich, in den Disziplinen Physio-/ und Ergotherapie Bachelor- und darauf aufbauend Masterabschlüsse zu erlangen. Eine Modellklausel erlaubt seit 2009 primärqualifizierende Studiengänge der Physiotherapie und Ergotherapie. Als bundesweit eine der ersten Hochschulen führte die Alice Salomon Hochschule Berlin zum Wintersemester 2011/12 den primärqualifizierenden Studiengang „Physiotherapie/ Ergotherapie“ an. Der Studiengang führt erstmals zu zwei Abschlüssen: zum „Bachelor of Science“ (B.Sc.) und zum Staatsexamen, das zum Führen der Berufsbezeichnung berechtigt.

Akademisierung im Bereich Erziehung und Bildung im Kindesalter

Nach der Entstehung von bundesweit 113 kindheitspädagogischen Bachelor-und Masterstudiengängen wurde in den letzten Jahren in fast allen Bundesländern die Berufsbezeichnung „Kindheitspädagogin/Kindheitspädagoge“ gesetzlich verankert und mit einer staatlichen Anerkennung verbunden (vgl. Stieve, Worsley & Dreyer 2014). Damit etabliert sich ein neuer Beruf in Deutschland. Zunehmend mehr finden Kindheitspädagog_innen ihren Weg in Kindertageseinrichtungen, aber auch in viele weitere Felder der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Familien. Auch die ASH Berlin bietet den grundständigen Bachelorstudiengang Erziehung und Bildung im Kindesalter an.

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Interdisziplinarität

Fächerübergreifendes Arbeiten ermöglicht Lehrenden und Studierenden der ASH Berlin über den eigenen Tellerrand zu schauen und fördert neue Denkansätze.

Der Studiengang Physiotherapie / Ergotherapie ermöglicht den Studierenden durch eine berufsqualifizierende und interdisziplinär ausgerichtete Lehre eine breit angelegte, wissenschaftlich fundierte Qualifikation, die zur Ausübung des Berufs in den Tätigkeitsfeldern der Physio- bzw. Ergotherapie befähigt.

In Planung ist der interdisziplinäre, online-basierte Bachelorstudiengang „Health Care Professionals (HCP) – Bachelor Interprofessionelle Versorgung und Management“. Dieser berufsbegleitende Studiengang wird zum Wintersemester 2020/21 mit 40 Studienplätzen an der ASH Berlin eingeführt.

Darüber hinaus ist die ASH Berlin Mitglied in zahlreichen Vereinen, mit dem Ziel die Interdisziplinarität im Gesundheitswesen und dessen Akademisierung aktiv voranzutreiben.

Mitgliedschaften

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Diversity und Kulturelle Bildung

Das Lehrprofil der ASH Berlin setzt Schwerpunkte auf die Themenfelder Kulturelle Bildung und Diversity, inklusive Gender- und Queer-Studies sowie Rassismus und Migration.

Gender- und Queer-Studies

An der ASH Berlin besitzt Gender-Forschung eine lange Tradition. Zurzeit existieren zwei Professuren mit einer expliziten Denomination in Gender-Forschung (Prof. Dr. Nivedita Prasad, Professorin für Handlungsmethoden und genderspezifische Soziale Arbeit; Prof. Dr. Barbara Schäuble, Professorin für Diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis Sozialer Arbeit). Darüber hinaus betreiben zahlreiche Professor/-innen Gender-Forschung, ohne dass dies in der Stellendenomination ausgewiesen ist.

Gender spielt in der Lehre an der ASH Berlin eine große Rolle. Mit der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master wurde die Vermittlung von Gender-Wissen und -Kompetenz in allen Studienordnungen, Studienplänen und Modulhandbüchern als Querschnittsthema verankert. Explizite Gender-Module sind zudem in den Studiengängen Soziale Arbeit und Erziehung und Bildung im Kindesalter vorgesehen.

Gender in Forschung und Lehre

Rassismus und Migration

Mit "alice solidarisch" überschreibt die Hochschule ihren Aktionsplan im Bereich Flucht, Migration, Rassismus, antirassistische Bewegungen und Inklusion. An dem hochschulübergreifenden Projekt wirken alle Statusgruppen gemeinsam mit.

Darüberhinaus spielen die Themen Rassismus und Migration in zahlreichen Forschungsprojekten, Professuren, Lehrveranstaltungen sowie Publikationen eine wichtige Rolle. Hier eine kleine Auswahl:

Das von Prof. Dr. Theda Borde geleitete Forschungsprojekt „Ärztinnen und Ärzte in Migration“ untersucht die Integration ausländischer Ärztinnen und Ärzte (ÄiM) in das deutsche Gesundheitssystem mit Schwerpunkt auf die Einarbeitung in die Rehabilitation.

Prof. Dr. Iman Attia leitet das Forschungsprojekt "Passkontrolle!Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart. Ein kollaboratives Forschungs- und Ausstellungsprojekt", bei dem Erfahrungen mit prekärem Aufenthaltsstatus bzw. ohne Papiere für die interessierte Öffentlichkeit aufgearbeitet werden.

 

Mehrere Professuren vertreten den Themenbereich in Forschung und Lehre:

  • Prof. Dr. Iman Attia, Professorin im Arbeitsbereich "Rassismus und Migration"
  • Prof. Dr. Esther Lehnert, Geschichte, Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit dem Schwerpunkt Rechtsextremismus
  • Prof. Dr. Castro Varela, Professorin für Soziale Arbeit und Allgemeine Pädagogik, veröffentlichte gemeinsam mit Paul Mecheril den Band "Die Dämonisierung der Anderen. Rassismuskritik der Gegenwart".

Kulturelle Bildung

Soziale Kulturarbeit und Ästhetische Bildung sind traditionell ein zentrales Studien-, Praxis- und Forschungsfeld in den Studiengangsprofilen der Sozialen Arbeit, der Kindheitspädagogik und der Gesundheit. Aus dem produktiven Spannungsfeld von Sozialer Kulturarbeit und Ästhetischer Bildung ergibt sich das Verständnis von Kultureller Bildung an der ASH Berlin:

  • Eigenständige ästhetische und künstlerische Erfahrungen eröffnen Räume für vielfältige, partizipative nachhaltige reflexiv-forschende Bildungs- und Lernprozesse. Für eine auf Vielfalt, Gerechtigkeit und kritische Reflexion ausgerichtete Entwicklung und Veränderung von Gesellschaft ist in diesem Sinne kulturelle Bildung essenziell.

  • Kulturelle Bildung findet im Rahmen vielfältiger Praxispartnerschaften statt. Der Bereich ist berlinweit, überregional und international vernetzt. Den gegenwärtigen Lehr- und Forschungsschwerpunkt im Bereich der kulturellen Bildung bilden transkulturelle, bildungsbereichsübergreifende und intergenerationelle Fragestellungen.

  • Viele Studienangebote des Studienbereichs Soziale Kulturarbeit und Ästhetische Bildung, wie die Nutzung der für diesen Bereich vorhandenen Werkstätten, Vorlesungen, Aufführungen und  Ausstellungen sind hochschulöffentlich

Professuren im Bereich der Kulturarbeit und Ästhetischen Bildung:

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Werkstattarbeit

Das didaktische Konzept der Werkstattarbeit eröffnet Lehr- und Lernräume für die Entwicklung von Fragen, für Selbstbildungs- und ko-konstruktive Lernprozesse sowie für das eigenständige, entdeckende und forschende Lernen:

  • Forschendes Lernen im Rahmen von Fallarbeit und projektbezogenen Forschungswerkstätten
  • Mögliche Schwerpunktbildungen in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, Bewegungspädagogik, Ästhetische Bildung, Sprachbildung
  • Querschnittthemen in allen Modulen: Inklusive Pädagogik, Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren und ihren Familien
  • Förderung der Selbstreflexionskompetenz der Studierenden und eine kritisch-achtsame Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie.

Die Alice Salomon Hochschule Berlin ist mit zahlreichen Spezialräumen, wie z.B. einer Medienwerkstatt, einem Foto-Labor oder einem Musikraum ausgestattet. Aktivitäten im Bewegungsraum, in der Lernwerkstatt Naturwissenschaft und Technik, in der Werkstatt freier Ausdruck sowie in der Werkstatt für ästhetische Praxis ermöglichen die Verknüpfung von theoretisch erworbenem Wissen mit eigener Handlungspraxis.

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